Alte Kunstwerke gefunden wer weiss?

Hallo leute 

Ich befinde mich gerade in Afghanistan bekannte von mir haben im dorf bei der arbeit diese kunstwerke gefunden. Ich selbst habe 0 ahnung sind ungefähr 80cm lang und nicht schwerer als 3kg .Wer kann mir weiterhelfen

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Grundsätzlich würde ich mich erstmal an das Nationalmuseum in Kabul wenden. http://www.nationalmuseum.af/

Wo denn da genau in Afghanistan?

Christiane

 

In der nähe von der provinz Logar!! 

 

Ist ist etwas das vielleicht helfen könnte, ist in Englisch.

Further information: History of Afghanistan

Pre Islamic era[edit]

Main article: Mauryan Empire

The Logar province territory fell to the Maurya Empire, which was led by Chandragupta Maurya. The Mauryas introduced Hinduism and Buddhism to region, and were planning to capture more territory of Central Asia until they faced local Greco-Bactrian forces. Seleucus is said to have reach a peace treaty with Chandragupta by given control of the territory south of the Hindu Kush to the Mauryas upon intermarriage and 500 elephants.

 
Maurya Empire under Ashoka the Great

Alexander took these away from the Indo-Aryans and established settlements of his own, but Seleucus Nicator gave them to Sandrocottus (Chandragupta), upon terms of intermarriage and of receiving in exchange 500 elephants.[3]

Strabo, 64 BCE–24 CE

Some time after, as he was going to war with the generals of Alexander, a wild elephant of great bulk presented itself before him of its own accord, and, as if tamed down to gentleness, took him on its back, and became his guide in the war, and conspicuous in fields of battle. Sandrocottus, having thus acquired a throne, was in possession of India, when Seleucus was laying the foundations of his future greatness; who, after making a league with him, and settling his affairs in the east, proceeded to join in the war against Antigonus. As soon as the forces, therefore, of all the confederates were united, a battle was fought, in which Antigonus was slain, and his son Demetrius put to flight.[4]

Junianus Justinus

 
Newly excavated Buddhist stupa at Mes Aynak in Logar Province of Afghanistan. Similar stupas have been discovered in neighboring Ghazni Province, including in the northern Samangan Province.

Having consolidated power in the northwest, Chandragupta pushed east towards the Nanda Empire. Afghanistan’s significant ancient tangible and intangible Buddhist heritage is recorded through wide-ranging archeological finds, including religious and artistic remnants. Buddhist doctrines are reported to have reached as far as Balkh even during the life of the Buddha (563 BCE to 483 BCE), as recorded by Husang Tsang.

In this context a legend recorded by Husang Tsang refers to the first two lay disciples of Buddha, Trapusa and Bhallika responsible for introducing Buddhism in that country. Originally these two were merchants of the kingdom of Balhika, as the name Bhalluka or Bhallika probably suggests the association of one with that country. They had gone to India for trade and had happened to be at Bodhgaya when the Buddha had just attained enlightenment.[5]

Wäre doch interessant beim letzten Bild aufgrunde der Buchstaben zu erfahren was das für eine Sprache ist.

http://www.shwa.org/il/ejfricatives.gif

 

Da sind Bilder von ähnlichen Buchstaben…wer weiß?

Diese Figur sieht dem Bild sehr ähnlich https://en.wikipedia.org/wiki/Maurya_Empire#/media/File:Yakshini.jpg

Meiner Meinung nach ist das nicht echt, zwar kein Touristentinnef, aber eben auch keine echten Altertümer. Die Schlangendarstellung schaut einen aus dem Relief direkt an, die Schrift ist total krum und schief und für die Gegend auch falsch. Alles im allem erinnert es etwas an eine Kinderzeichnung.

Wie gesagt, er soll sich an die offiziellen Stellen wenden, die werden es ihm schnell bestätigen können.

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Wäre doch interessant beim letzten Bild aufgrunde der Buchstaben zu erfahren was das für eine Sprache ist.

 

Sicherlich, es werden auch viele Kunstwerde  in Kriegsgebieten gestohlen oder reingeschmuckelt.

 

Wäre doch interessant beim letzten Bild aufgrunde der Buchstaben zu erfahren was das für eine Sprache ist.

Das soll wohl Altgriechisch sein. 

Die Sprache ist wohl kaum Altgriechisch sondern nur die Buchstaben. Die griechische Schrift wurden z.Bsp in diesem Raum im “Griechisch-Baktrisches Königreich”  und auch später im _ “Reich Kuschana” _verwendet. Die Sprache war in beiden Reichen das Baktrische. (eine mitteliranische Sprache)  Siehe dazu auch “Graeco-Buddhismus”.

Gruß

Kurti

 

 

@Kurti

ich schätze aber auch hier wieder, dass das nicht echt ist. Zur baktrischen Kultur würde die Darstellung eh nicht passen, die eine erinnert eher an die hinduistischen Darstellungen an den Tempelwänden und die andere ist irgendwas wie ne Schlange mit Flügel. Mal abgesehen davon, dass die frontale Darstellung in Reliefs erst so im Mittelalter aufkam, wann kam nochmal die geflügelte Schlange als Symbol auf? Mir fällt gerade nur die gefiederte Schlange der Maya ein, aber das ist nochmal was anderes.

@astrofratz

Nun zum " Graeco- Buddhismus" würde das schon passen, denn dieser und die Motive sind ja aus Indien entlehnt.

Es gibt hier durchaus die sogen. “Nagas”.

Eine Naga mit Flügeln gibt es auch.
http://www.artelino.eu/de/artikel/hinduismus/168-naga-kanya.html

@astrofratz

Mal abgesehen davon, dass die frontale Darstellung in Reliefs erst so im Mittelalter aufkam

Schau Dir dazu die Münzen der beiden Reiche Griechisch-Baktrien und Kuschana an !

Allerdings glaube ich auch nicht, dass die gezeigten Stücke echt sind. Die Figuren vermitteln eher den Eindruck, dass es so aussehen soll wie…

Was aber wiederum heißen könnte, dass damals ein griechischer Künstler auf fernöstlich gemacht hat. :innocent:

Unter der Schlange könnte man ein O (Omega) D K L S ? T O (Omekron) lesen, aber das gibt keinen Sinn und und ist auch für eine iranische Sprache keine plausible Buchstabenfolge!?

Gruß

Kurti

Nun zum " Graeco- Buddhismus" würde das schon passen, denn dieser und  die  Motive sind ja aus Indien entlehnt.

Ne, die Darstellungen der Nagas gehen da ja ja anders aus. Grundsätzlich ist die Naga ein Motiv aus der Hindumythologie, hier in dem Gebiet kam aber ein reiner Buddhismus an, bzw hat sich ein lokaler Buddhismus entwickelt (da gibt es die Geschichte von dem Mädchen Longnu, dass sich in einen Buddah verwandelte und dann ihrem Vater, dem Nagakönig beim Meditieren beschützt wurde aus der Lotus Sutra, aber auch erst um 200 n Chr.) . Und die Darstellungen der Nagas aus den Links sind hohes Mittelalter, dazu würde nun wieder nicht die griechische Schrift passen, genau sowenig wie die Kopfbedeckung oder die Nasen. Grundsätzlich lese ich auf dem Schlangenbild sowas wie “Lilz” was ja nen beliebter Begriff ist für Lilith, die ja jeder gerne abbildet, weil sie in Esokreisen sehr beliebt ist. 

@astrofratz

Ne, die Darstellungen der Nagas gehen da ja ja anders aus. Grundsätzlich ist die Naga ein Motiv aus der Hindumythologie,

Was die Kunst betrifft würde ich das nicht so eng sehen.  Insbesonder, wenn ich an das Kaiserreich Kuschana denke. Auszug aus obigem Link:

ZITAT:

In der gräkobuddhistischen Kunst von Gandhara, welche westliche und indische Einflüsse nach Osten vermittelte, verschmolzen indische, iranische und hellenistische Elemente…

…Die Kuschan übernahmen das griechische Alphabet, dem sie in Baktrien begegnet waren, und nahmen die heimische Sprache der Baktrier an. Das griechische Alphabet passten sie an die baktrische Sprache an und begannen bald damit, Münzen zu prägen, die ersten in Indien. Auf den Münzen betitelten sie sich als Maharaja oder als Basileus. ENDE

Es gab z.Bsp. auch griechische Ichthio-Centaur, Herakles usw.  Warum sollte also ein Kunstschaffender nicht seine Phantasie gebrauchen. Es wäre auch möglich, dass die andere Figur einen Herkules mir Keule in der einen und Fell in der anderen Hand darstellt. Relieffs mit Frontansicht gab es in Gandhara aus grauem Schiefer schon zur Zeit der griechischen Schrift im Kuschanareich.  Warum also nicht auch in der Fundgegend der gezeigten Stücke ?

Greco buddhistische Kunst

http://amphipolis.gr/de/amphipolis-gr-greco-buddhist-art/

Herakles Gandhara 1.Jhdt.n.Chr.

https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/236x/11/1c/b6/111cb6ef20a7501688a774a58faf908d.jpg

Ichthio-Centaur

https://livingmoonastrology.files.wordpress.com/2010/04/ichthyo-centaur-gandhara-relief-victoria-and-albert-museum-aquamarine-copy.jpg

Griechisch-Baktrische Parfümschale

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d2/NereidAndKetos.JPG/440px-NereidAndKetos.JPG

Warum sollte also ein Kunstschaffender nicht seine Phantasie gebrauchen und z.Bsp. einen Tripomenos im Schlangenwagen mit Flügeln nicht zu einem Schlangenmensch mit Flügeln verschmelzen lassen ?

Es wäre z.Bsp. auch möglich, dass die andere Figur einen Herkules mit Keule in der einen und Fell in der anderen Hand darstellt.

Relieffs mit Frontansicht gab es in Gandhara aus grauem Schiefer schon zur Zeit der griechischen Schrift im Kuschanareich.  Warum also nicht auch in der Fundgegend der gezeigten Stücke ?

Letztlich muß aber ein Fachmann die Dinger dort begutachten, denn wir, wenigstens ich, verfügen hier nicht über einen lückenlosen Überblick  dortiger Kunstwerke mit Mischwesen.   

Gruß

Kurti

 

Warum sollte also ein Kunstschaffender nicht seine Phantasie gebrauchen

Weil das erst in der Neuzeit aufkam. Vorher war Kunst in streng geregleten Bahnen. 

Relieffs mit Frontansicht gab es in Gandhara aus grauem Schiefer schon zur Zeit der griechischen Schrift im Kuschanareich.

Da hätte ich gerne ein Bildchen für.  

@astrofratz

 @Kurti

Warum sollte also ein Kunstschaffender nicht seine Phantasie gebrauchen

@astrofratz

Weil das erst in der Neuzeit aufkam. Vorher war Kunst in streng geregleten Bahnen. 

Das ist natürlich richtig, wenn die Regeln bestehen.  Kommen aber mehrere Kultureinflüsse zusammen muss oft was neu geschaffen werden, um vorhandenes mit neuem zu vereinigen oder regional erst zu etablieren. Richtig geraten, da muss einer was zeichnen was der vielleicht nur mündlichen Schilderung entspricht. Jetzt hat der arme Mann oft aber nicht nur etwas myrhisches zu verarbeiten, sondern muß auch noch griechisch-baktrisch darstellen. Wir haben deshalb den Buddha auch mal in griechischer Kleidung und mal in ortsüblicher. 

@Kurti 

Relieffs mit Frontansicht gab es in Gandhara aus grauem Schiefer schon zur Zeit der griechischen Schrift im Kuschanareich.

@astrofratz

Da hätte ich gerne ein Bildchen für.  

Eigentlich hatte ich auf Deine Bemerung: " Mal abgesehen davon, dass die frontale Darstellung in Reliefs erst so im Mittelalter aufkam, …" angespielt. aber ich kann durchaus mit früheren Relieffdarstellungen und frontalen Ansichten aus der “Kushan-Periode” dienen.

Wikipedia und anderen Quellen kann man entnehmen, das im Reich Kuschan mit griechischen Buchstaben das Baktrische geschrieben wurde und das war zumindest auf den Münzen der einzelnen Könige so. Dazu muß ich noch bemerken, dass man bei einigen Stücken nicht bestimmt weiß ob 1., 2., oder 3. Jahrh. n.Chr. Man orientiert sich da oft an den Münzen. Hier mal ein paar entsprechende Links:

Relieffdarstellungen vornehmlich Schiefer

http://www.artic.edu/aic/collections/artwork/142512

@astrofratz

@Kurti
Warum sollte also ein Kunstschaffender nicht seine Phantasie gebrauchen
@astrofratz
Weil das erst in der Neuzeit aufkam. Vorher war Kunst in streng geregleten Bahnen. 

Das ist natürlich richtig, wenn die Regeln bestehen.  Kommen aber mehrere Kultureinflüsse zusammen muss oft was neu geschaffen werden, um vorhandenes mit neuem zu vereinigen oder regional erst zu etablieren. Richtig geraten, da muss einer was zeichnen was der vielleicht nur mündlichen Schilderung entspricht. Jetzt hat der arme Mann oft aber nicht nur etwas mythisches zu verarbeiten, sondern muß auch noch griechisch-baktrisch darstellen. Wir haben deshalb den Buddha auch mal in griechischer Kleidung und mal in ortsüblicher. 

 

@Kurti 

Relieffs mit Frontansicht gab es in Gandhara aus grauem Schiefer schon zur Zeit der griechischen Schrift im Kuschanareich.

@astrofratz

Da hätte ich gerne ein Bildchen für.  

Eigentlich hatte ich auf Deine Bemerkung: " Mal abgesehen davon, dass die frontale Darstellung in Reliefs erst so im Mittelalter aufkam, …" angespielt, aber ich kann durchaus mit früheren Relieffdarstellungen und frontalen Ansichten aus der “Kushan-Periode” dienen.

Wikipedia und anderen Quellen kann man entnehmen, das im Reich Kuschan mit griechischen Buchstaben das Baktrische geschrieben wurde und das war zumindest auf den Münzen der einzelnen Könige so. Dazu muß ich noch bemerken, dass man bei einigen Stücken nicht bestimmt weiß ob 1., 2., oder 3. Jahrh. n.Chr. Man orientiert sich da oft an den Münzen. Hier mal ein paar entsprechende Links:

Relieffdarstellungen vornehmlich Schiefer

http://www.artic.edu/aic/collections/artwork/142512

http://photos.theflowerraj.org/v/collections/sean_jones/swat/Kushan+period+Schist+Gandhara+bas-relief.jpg.html

http://auctions.roseberys.co.uk/m/lot-details/index/catalog/46/lot/28368/

http://thaimangoes.blogspot.de/2009/08/f3.html

http://c7.alamy.com/comp/D98D60/birth-of-the-buddha-gandhara-about-ad-200-schist-standing-in-a-grove-D98D60.jpg

http://www.ostracon.ch/News2010/gandharaTeller/gandharaTeller.htm

http://www.ebay.com/itm/Schist-Stone-Cosmatic-Tray-Helinistic-Gandhara-Gandharan-200-AD-/390733636501?_trksid=p2047675.l2557&nma=true&si=jsbcZKxGCBmPoLMcSjuuoOBL%252BMw%253D&orig_cvip=true&rt=nc

Münzen

http://www.muenzen-ritter.de/shop/antike-munzen/griechische-munzen/baktrien-und-indien/kuschan.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Kanischka_II.

http://coinindia.com/galleries-kanishka2.html

Die griechische Schrift war also mindestens bis Mitte des 3.Jhdt.n.Chr. noch präsent.

Wie dem auch sei, die beiden Stücke sind da und im Kulturtransfer des Kuschana-Reichs war auch entsprechendes Gedankengut vorhanden. Auch der etwas “kindliche” ( Deine Worte ) oder archaische Stil ist als Hintergrund-Flachrelieff auch noch viel später bei Buddha Darstellungen noch zu beobachte. Siehe auch oben den Kosmetikteller.

Was die Schrift anbelangt ist es in der Tat eine unleserliche Buchstabenfolge und macht mich auch skeptisch, aber man muß bedenken es wurde “Baktrisch” mit “griechischen Buchstaben” geschrieben.

Gruß

Kurti