Fund in der Nähe einer Burgruine

Hallo zusammen,  anbei Fotos von meinem Spaziergangfund. Gefunden im Kreis Esslingen. Mich würde es interessieren,  was der Fund darstellt und wie alt es ungefähr ist. Muss ich dies irgendwo melden,  falls ja -  habt ihr mir Kontaktdaten. Vielen Lieben Dank für eure Hilfe. 

Hallo,

das könnte ein alter Feuerhaken sein.

Gruß,

Hugin

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Moin,

Würde eher einen alten Bootshaken erkennen.
Ein Holzstiel würde zu schnell verkohlen bei Verwendung als Schürhaken.(Feuer).
Es gibt allerdings auch ein ähnliches Werkzeug in Forstbetrieben um gefällte Bäume zu bewegen.

Gruß Chris 

Zur besseren Einschätzung wären ein paar Maße nicht schlecht.
(Auf einem karierten Papier z. B. von 0 bis 30 cm bei jedem 2ten Zentimeter eine Markierung und das Objekt bei der 0 angelegt, würde schon helfen). 

Hallo,

Feuerhaken um Mauern einzureissen bei Bränden.

Grußm

Hugin

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Moin Hugin

Bootshaken Bronze oder Messing,
Forstwerkzeug Eisen,
Feuerwehrhaken Eisen

Leider fehlen Größenangaben, Magnetisch und Fundumgebung (z.B. Wald, Wiese, …)

Szkutnik 

Hallo Chris,

wieso waren Boots-oder Enterhaken  immer aus Bronze oder Messing ? Das ist bei heutigen Snobs mit ihren veredelten, hochpolierten Luxusjollen der Fall. Dazu sind sie heute meistens mit einer Kugelspitze versehen, damit dem guten Stück nichts passiert. Ein solcher Haken kommt aber hier wohl kaum in Frage.
Alte Bootshaken konnten durchaus aus Eisen sein. Diese Haken waren dazu noch vielseitig einsetzbar und schon das macht eine genaue Bestimmung schwierig.

 

Gruß
Kurti

Hi Kurti,

bezüglich Bootshaken wurde und wird Messing oder Bronze verwendet wegen Oxidation.
Neue billige natürlich auch aus Plastik mit Alustange.
Im Bootsbau (Holz) wurde und wird Eisen vermieden ! (Wegen Zerrostung)
Du weißt, daß ich gelernter Boots und Schiffbauer bin.

Feuerwehrhaken und Waldarbeiterhaken sind aus Eisen.

Gruß Chris 

Hallo,

wer sollte denn einen Bootshaken zur Burg in Esslingen tragen?

Gruß,

Hugin

Haken zum Rütti- bzw. Reutebrennen , welches früher an Berghängen gemacht wurde,

scheiden von der Form her aus.

Tendiere damit auch zum alten Feuerwehrhaken.

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Moin Hugin

Du weißt schon, daß der Neckar nicht sehr weit entfernt ist.
Früher wurde übrigens Stammholz geflößt. Das bedeutet nicht, daß die Werkzeuge nur direkt am Wasser zu finden sind.

Grüße Chris

@ Hugin

Hugin schrieb:
…wer sollte denn einen Bootshaken zur Burg in Esslingen tragen?

Nun die Burg liegt immerhin am Neckar !! Da gab es Holzwirtschaft und Flößerei !!! :wink:

https://www.teckbote.de/datenschutz_artikel,-als-die-kelter-den-neckar-herabschwamm-_arid,41620.html

Ich verstehe aber grundsätzlich nicht, warum man unbedingt Wert auf die spezielle Verwendung des Fundstückes legt !!??
Ich sagte schon, dass dieses Ding in gleicher oder ähnlicher Form ein universelles Werkzeug war. Es wurde von Leuten benutzt die etwas haken, reißen oder bugsieren mußten. Das konnten Flößer, Fischer, Sägewerker, Feuerwehrler oder Kahn-und Schiffsfahrer im weitesten Sinne sein.


@ Szkutnik

Hallo Chris,

ich weiß dass Du Bootsbauer bist, aber ich weiß auch wie alt Du bist. In Deiner Zeit mögen Bootshaken aus Messing usw. sein, aber ich habe in den 50er Jahren ein solches Ding aus Eisen in der Hand gehabt. Ich bin damals auf dem Schleppkahn meines Schwagers auf dem Rhein-Herne und Dortmund-Ems-Kanal bis nach Emden gefahren. Das Ding wurde beim Anlegen und Ablegen wie in der Schleuse benutzt. Es wurde auch ein Eimer eingehängt, um Wasser zum Bordschrubben hochzuziehen und wer dumm kam kriegte das Ding vor die Nase gehalten ! :grin:

Schiffshaken usw.

https://www.heraldik-wiki.de/wiki/Schiffshaken_(Heraldik)

ZITAT

_ Enterhaken _

Als sehr lange Stangen (bis zu fünf Meter) mit einem Eisenhaken am Ende. Man benutze sie nicht nur zum Heranziehen, sondern auch als Waffe im Kampf sowie zum Zerschneiden von Tampen…

…In vielen Fällen ist nicht schlüssig bestimmbar, ob ein Haken mit mindestens einem Widerhaken, der in einem Wappen erscheint, tatsächlich eine Ausprägung eines Schiffshakens (Enterhaken, Bootshaken, Fischerhaken etc.), eine Harpune oder eine ganz andere Wappenfigur (Floßhaken, Feuerhaken, Heuriffel, Gleve oder ähnliches) darstellt… ENDE

Beim reinen Bootshaken war meist die Spitze abgestumpft, aber nicht immer !!!

Bootshaken

Flößerhaken

**Wie gesagt, Universalwerkzeug ohne Bindung an diesen oder jenen Beruf !! **

Gruß
Kurti

Hallo zusammen,

dies ist eine geschmiedeter Eisenhaken, entweder ein Feuerwehrhaken oder eine Flößer-Reißhaken.

VG “alteseisen”

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Ich schätze auf eine Spitze eines Zaunes. Je nach dem was für Materialreste drinnen stecken, die würde ich noch untersuchen. 

Hallo Szkutnik

Szkutnik schrieb:

> bezüglich Bootshaken wurde und wird Messing oder Bronze verwendet wegen Oxidation.

Bootshaken müssen aber was aushalten. Messing ist dabei eher eine schlechte Idee. Einige Sorten neigen schon im Winter wenn es deutlich unter 0 Grad wird zum Sprödbruch. Aber auch

sonst hält Messing nicht viel.

Bronze ist eine komplett andere Nummer, auch wenn es ähnlich aussieht. Insbesondere kaltverformte (gehämmerte) Bronze kann mit guten Stählen mithalten. Hängt aber etwas an der Legierung.

Insbesondere wurden/werden wegen der guten Korrosionsbeständigkeit gegenüber Seewasser auch Aluminiumbronzen verwendet. z.B. bei Beschlägen.

> Neue billige natürlich auch aus Plastik mit Alustange.

Es gibt extrem gute Kunststoffe. Allerdings entfällt dann das “billig”. ;O)

> Im Bootsbau (Holz) wurde und wird Eisen vermieden ! (Wegen Zerrostung)

Das war bis Mitte des 19. Jh. nur ein halbes Problem, weil die damaligen im Puddelverfahren

gewonnen Stähle sehr geringe Kupfer und Nickelanteile hatten. Zusammen mit einem gerade noch tolerierbaren Phosporanteil ergab sich dann ein Effekt ähnlich einem Cortenstahl.

Bei Teilen, die im Süßwasser nicht ständig unter Wasser sind, durchaus ok.

Bei anders gelagerten Fällen späteren Stahlsorten musste man für zusätzlichen Korrosionsschutz  durch Anstrich und bei Teilen die der Abnutzung (Bootshakenspitze) unterliegen, durch Pflege (z.B. Fetten oder Wachsen) sorgen. Und natürlich Aufpassen, dass man nicht elektrochemische Elemente durch Anwesenheit von edleren Metallen (z.B. Kupfer)

einbaute, die Eisen innerhalb kürzester Zeit zerfressen.

> Du weißt, daß ich gelernter Boots und Schiffbauer bin.

Schau Dir auf einem Weiher mal einen alten Fischerkahn an. Da wird Metall nach Möglichkeit komplett vermieten, aber wo es praktikabel ist, nimmt man doch gerne Eisenbeschläge.

Vor allem auch aus Robustheits- und Preisgründen. Arbeitszeit (für Pflege) war früher billig, aber Material (Kupfer, Bronze) verhältnismäßig teuer.

Auch der alte Rheinewer, den ich mal im Museum besichtigen konnte, war überwiegend aus Holz…mit Eisenbeschlägen und ganz wenig Bronze.

Wenn Du gelernter Boots und Schiffbauer bist, wirst Du wohl in erster Linie Yachten bauen, und das sind halt auch Statussymbole und erst in zweiter Linie Gebrauchsboote.

> Feuerwehrhaken und Waldarbeiterhaken sind aus Eisen.

Richtig. Schon aus Festigkeitsgründen. Im übrigen kann man auch gut Schürhaken mit Holzstilen verwenden, wo nur die Spitze aus Eisen, und der Rest aus Holz ist. Wenn Du mit dem Eisenhaken zu lange im Feuer bleibst, wird er auch glühend und verliert er seine Festigkeit.  Dann langt es, wenn nur die ersten paar dutzend cm aus Eisen sind. Der Schaft kann aus Holz sein. Du musst Dich halt mit dem Schüren etwas beeilen, und wenn der Schaft doch brennt, musst Du die Flammen schnell mit einem nassen Lappen wegwischen. Das der Holzschaft leichter ist, kommt der Handhabung und damit der Schnelligkeit zu gute.

Solche Haken wurden auch zur Erstürmung von Mauern und Palisaden verwendet. Aber ob der Haken soooo alt ist? Forstwekzeug ist wohl das wahrscheinlichste.

Freundliche Grüße

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Nur zur kleinen Information von einem Boots- und Schiffbauer,

Im Boots und Schiffbau wird Sondermessing verwendet.
Bei Holzbootsbau wurden Holznieten im Klinkerbau von Kupfernieten ersetzt.

Beschläge waren und sind immer in Sondermessing, hochzäh und sogar Seewasserbeständig.
Temperaturunempfindlich. 
Habe noch nie gehört, daß beim Glasenschlagen in Winterfahrten ne Schiffsglocke zu Bruch ging.

Übrigens sind Propeller auch aus Messing. Sogar bei Eisbrechern.?,

Eisen hat da nix zu suchen! Eisen + Wasser + Eiche gammelt das Eisen schnell wech. Die Gerbsäure der Eiche macht das.

Gruß Chris

PS: Es gibt keine Unterschiede zwischen Boot, Schiff und Yacht! Die Übergänge sind fließend. 
Deswegen heißt es Boots und Schiffbauer.(Yachtbauer gibt es nicht!)
Floss oder Ponton gehören nicht dazu. Da wurde mit Bauklammer (Eisen) gearbeitet, wegen Schlagfestigkeit.

Szkutnik schrieb:

Nur zur kleinen Information von einem Boots- und Schiffbauer,

Im Boots und Schiffbau wird Sondermessing verwendet.
Bei Holzbootsbau wurden Holznieten im Klinkerbau von Kupfernieten ersetzt.

Beschläge waren und sind immer in Sondermessing, hochzäh und sogar Seewasserbeständig.
Temperaturunempfindlich. 
Habe noch nie gehört, daß beim Glasenschlagen in Winterfahrten ne Schiffsglocke zu Bruch ging.

Übrigens sind Propeller auch aus Messing. Sogar bei Eisbrechern.?,

Eisen hat da nix zu suchen! Eisen + Wasser + Eiche gammelt das Eisen schnell wech. Die Gerbsäure der Eiche macht das.

Gruß Chris

PS: Es gibt keine Unterschiede zwischen Boot, Schiff und Yacht! Die Übergänge sind fließend. 
Deswegen heißt es Boots und Schiffbauer.(Yachtbauer gibt es nicht!)
Floss oder Ponton gehören nicht dazu. Da wurde mit Bauklammer (Eisen) gearbeitet, wegen Schlagfestigkeit.

Das wusste ich noch nicht. Vielen Dank, dass du dein Wissen so gut weiter vermittelst.

Moin,

wenn ich einmal ganz viel Zeit und Muse habe, führe ich mal die Ungereimtheiten und Widersprüche in diesem Thread, bezüglich Eisen / Nichteisen / Boots-oder Feuerhaken, auf.

Bleibt gesund

Jürgen

Szkutnik schrieb:

Nur zur kleinen Information von einem Boots- und Schiffbauer,

Im Boots und Schiffbau wird Sondermessing verwendet.
Bei Holzbootsbau wurden Holznieten im Klinkerbau von Kupfernieten ersetzt.

Beschläge waren und sind immer in Sondermessing, hochzäh und sogar Seewasserbeständig.
Temperaturunempfindlich. 
Habe noch nie gehört, daß beim Glasenschlagen in Winterfahrten ne Schiffsglocke zu Bruch ging.

Übrigens sind Propeller auch aus Messing. Sogar bei Eisbrechern.?,

Eisen hat da nix zu suchen! Eisen + Wasser + Eiche gammelt das Eisen schnell wech. Die Gerbsäure der Eiche macht das.

Gruß Chris

PS: Es gibt keine Unterschiede zwischen Boot, Schiff und Yacht! Die Übergänge sind fließend. 
Deswegen heißt es Boots und Schiffbauer.(Yachtbauer gibt es nicht!)
Floss oder Ponton gehören nicht dazu. Da wurde mit Bauklammer (Eisen) gearbeitet, wegen Schlagfestigkeit.

Hallo Chris.

> Im Boots und Schiffbau wird Sondermessing verwendet.

Ok. “Sondermessing” ist auch was anderes. “Normales Messing” CuZn37 (aka Ms63) wird wegen nichts anderem als seiner einfachen Verarbeitbarkeit und weil es nett aussieht verwendet.

Sondermessinge sind aber wegen ihrer Legierungsbestandteile erst ab dem 19. Jhd. (Nickel ist zwar ab 175x bekannt, in technisch relevanten Mengen erst ab 18xx verfügbar) und dem 20. Jhd. (Silizium  ab 1811, in technischen Mengen aber erst im 20. Jdt.) verfügbar.

> Bei Holzbootsbau wurden Holznieten im Klinkerbau von Kupfernieten ersetzt.

Das empfinde ich aus dem Bauch heraus als sinnvoll. Ja.

> Beschläge waren und sind immer in Sondermessing, hochzäh und sogar Seewasserbeständig.
> Temperaturunempfindlich.

Die Ruderdollen der (Holz)Ruderboote hier am Ruderteich sind aus geschmiedetem Eisen (bei den alten) Form rund und oben offen (Gabel). Die neueren Boote sind “traditioneller” gefertigt. Auf dem Bootsrand ist eine lokale Erhöhung aus Holz mit einer rundlichen, oben offenen Bohrung, die innen mit einem hellgelblichen Metall beschlagen ist.

> Habe noch nie gehört, daß beim Glasenschlagen in Winterfahrten ne Schiffsglocke zu Bruch ging.

Wenn es etwas anderes als gerade das unsägliche Ms63 ist, dann kann eine passendere Legierung durchaus gut geeignet und haltbar sein.

Schiffskanonen waren z.B. aus Cu90Sn10 Bronze dem später im 19. Jhd. noch eine geringe Menge Zink zulegiert wurde. Das wegen dem Schluck Zink darin aber als “Messing” zu bezeichnen halte ich für gewagt. ;O)

Das Problem ist in der Tat, bei den ganzen, teils euphemistischen, Handelsbezeichnungen, die auch noch regional und zeitlich variieren, die eigentliche Materialzusammensetzung zu erkennen. Extrem wird es, wenn es über die dualen hinaus um ternäre oder gar quaternäre Legierungen geht. Ist aber eher ein neuzeitliches Problem.

Lesetipp: https://breuckmann.de/wp-content/uploads/2017/01/Informationen_zu_Kupfer-und_Zinklegierungen.pdf

> Übrigens sind Propeller auch aus Messing. Sogar bei Eisbrechern.?,

Wohl auch eher Sondermessing oder Bronze.

Aber Stahlguss scheint das übliche zu sein. Vor allem wegen der einfachen Reparaturmöglichkeiten bei Verschleiss durch Auftragsschweissen. In Ruhrort sind Schiffschraubenreparaturen durch Nachschweissen das Brot- und Buttergeschäft kleinerer Werften.

Bei Edelstahl gab es eine Zeitlang Korrosionsprobleme bei Schiffen (z.B. Küstenmotorschiffe) die Zwischen Süß- und Seewasser wechselten.

> Eisen hat da nix zu suchen! Eisen + Wasser + Eiche gammelt das Eisen schnell wech. Die Gerbsäure > der Eiche macht das.

Meines Wissens wird Gerbsäure aka Tannin zur Passivisierung und zur Konservierung von Eisenoberflächen verwendet. Persönlich nehme ich lieber Phosphorsäure (25%) für eine Phosphatisierung. Ergibt auch einen guten Haftgrund für nachfolgende Anstriche.

Was aber eine Nummer bei Eichenholz und Eisen ist, ist die starke Verfärbung des Eichenholzes durch das anwesende Eisen (wie bei Eisengallustinte). Aber auch eher ein kosmetisches Problem.

Meine persönlichen Erfahrungen beziehen sich hier aber immer auf Süßwasser.

> PS: Es gibt keine Unterschiede zwischen Boot, Schiff und Yacht! Die Übergänge sind fließend. 
> Deswegen heißt es Boots und Schiffbauer.(Yachtbauer gibt es nicht!)

Das ist sicher richtig. Aber die Techniken und Materialien die Du zum Schiffbau verwendest werden

andere sein, je nach Verwendungszweck und Umfeld.

Eine Carbonfieberhochseerennyacht von 2010 wird anders gebaut sein als ein britisches Holzlinienschiff von 1810 oder ein Dampffrachter von 1890 oder ein Kriegsschiff von 1938 oder ein Öltanker oder Containerfrachter von 2000. Bei Binnenschiffen sieht es genauso aus.

> Floss oder Ponton gehören nicht dazu. Da wurde mit Bauklammer (Eisen) gearbeitet, wegen

> Schlagfestigkeit.

Mmmh. Interessant, dass Du da so differenzierst. Ein Floß ist für mich ein Wasserfahrzeug, dass seinen Auftrieb aus den dazu verwendeten leichten Materialien gewinnt, und ein Ponton ein Wasserfahrzeug, dass seinen Auftrieb durch eingearbeitete Hohlformen (wie bei einem Boot oder Schiff) gewinnt und in erster Linie als Arbeits- oder Stützplattform und nicht der Fortbewegung dient.

Begriffe sind aber immer so eine Sache, weil sie regional und zeitlich oft variieren. Beim Quellenstudium ist darum immer ein Querabgleich mit anderen, ähnlichen Quellen sinnvoll, um das einschätzen zu können und gegenüber anderen Quellen differenzieren zu können.

Normung von Begriffen ist eine verhältnismäßig neue Sache.

Mit freundlichen Grüßen

Nachtrag:

Wegen der Konservierung von Eisen mit Tannin:

http://media.tbs-aachen.de/pdf/Rostschutzfibel.pdf (Werbung “Fertan”)
https://www.chema-shop.de/pdf/Mechanische_Reinigung.pdf

Es werden dort auch Vor- und Nachteile genannt. Die PDFs sind durchsuchbar, einfach mal nach “Tannin” suchen.

Meine Phosphorsäuremethode verwende ich für neue oder nur leicht angerostete Teile. Anschliessendes gründliches Spülen mit Wasser wegen Säureresten ist obligatorisch.

Sowohl Tannin- als auch Phosphoräuremethoden sind sehr langsam. Bei Flugrost oder leicht angerosteten Teilen dauert es bei Phosphorsäure mindestens 24 Stunden, bei Tannin (Gerbsäure) noch viel länger.

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@ Szkutnik
@tyrus_II

Hallo zusammen,

Chris schrieb:

Floss oder Ponton gehören nicht dazu. Da wurde mit Bauklammer (Eisen) gearbeitet, wegen Schlagfestigkeit.

tyrus_II schrieb:
Mmmh. Interessant, dass Du da so differenzierst. Ein Floß ist für mich ein Wasserfahrzeug, dass seinen Auftrieb aus den dazu verwendeten leichten Materialien gewinnt, und ein Ponton ein Wasserfahrzeug, dass seinen Auftrieb durch eingearbeitete Hohlformen (wie bei einem Boot oder Schiff) gewinnt und in erster Linie als Arbeits- oder Stützplattform und nicht der Fortbewegung dient.

Jetzt habe ich schon soviel über den Bootsbau gelernt, dass ich mir meine nächste Lxusyacht selber baue. Da spare ich mir doch die paar Milliönchen ! Der Bootshaken wird aber aus vergoldetem Platin mit Diamanten besetzt. Ein bisschen Luxus muß sein !!! :grin:

Aber Spaß beiseite. Eigentlich ging es ja nur um den “_Bootshaken”. _

Eisen oder nicht Eisen, das ist hier die Frage !

Chris ist da ein bisschen zu sehr auf die letzten Jahrzehnte und Vergnügungsbötchen fixiert. Auch Malocher fahren in der Fluß-u.Seefahrt und die hatten früher “eiserne” Boots-und Schiffshaken bis hin zum Enterhaken und Harpune ! :zipper_mouth_face:
Noch heute kannst Du “neue” Bootshaken aus verzinktem Eisen bestellen. Wie lange die Freude am Zink ist, brauche ich ja nicht zu betonen.
Wenn Rost ansetzt wird er halt lackiert und nochmal und nochmal… ! :wink:

Neue verzinkte Bootshaken

https://www.akbartraders.com/pilot-ladders-embarkation-ladders-gangway-ladders.html

http://www.museevirtuel.ca/sgc-cms/histoires_de_chez_nous-community_stories/pm_v2.php?id=display_original&lg=Francais&fl=0&rd=188386&ex=00000490

Bootshaken verzinkt, man ahnt den Rost schon !

…und hier auch !

…und der zeigt schon mehr !

_Close-up of old, used boothook made of metal and wood standing at white boat railing at mooring point at day. _

…und hier wurde schon mal mit Lack nachgeholfen !

https://i.ebayimg.com/images/g/p6UAAOSwFCddIcnF/s-l1600.jpg

Alter Bootshaken aus Eisen

Schiffsheck im Harburger Werfthafen - Stahltrossen sind um die Schiffspoller geschlungen - ein Schiffshaken / Boothaken ist am Heck abgelegt…

Genau solche Dinger hatten wir damals während meiner sechswöchigen Schifferlaufbahn an Bord !!! Das ist aber jetzt 70 Jahre her ! :zipper_mouth_face:

Holländische Artefakte

http://www.dutchartefacts.nl/?page_id=397

**Ob hier ein Bootshaken aus Messing noch was nützt ? ** :cry:

Mit eisernem Gruß
Kurti

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