Gendern

Hugin

Hallo Hugin,

das ist ja auch in vielen Dialekten noch drin. Insbesondere im Schweizerdeutsch. Aber mal es Späßli beiseite, was wäre denn das Problem mit "das" Mann, “das" Frau usw. Manche meinen ja, dass dann immer noch das maskuline Suffix “er” bliebe, aber das ist Blödsinn, denn bei Mutter, Schwester oder Tochter kommt auch keiner auf den Gedanken, das wären Männer !
Früher gab es im germanischen Sprachraum auch ohne die Verniedlichung einen einheitlichen Artikel wie heute noch in den nordischen Dialekten. Analog zum englische "the” heißt es “de” Mann, “de” Frau usw.
 
Bestes Grüßli

Kurtili

Als Fan der englischen Sprache könnte ich mit der “das”-Variante gut umgehen. Funktioniert aber auch nicht für alle Berufsbezeichnungen: Es müsste ja dann auch das Krankenschwester sein, oder? - Nochmal: Ganz wichtig ist, dass es vom Abarbeiten an der armen Rechtschreibung bis zu gleichen Chancen für alle ein verdammt langer Weg ist. Für mich ein Irrweg!

Na ja, sieh’ die Genderversuche doch von ihrer komischen Seite und bleib’ locker. Solange Du in der Schule keinen Aufsatz schreiben musst, passiert ja nix . Gruß, Hugin

PS: Doof ist, wenn Du in einer Behörde arbeitest,  die eine Handlungsanweisung…
PPS: es gibt andere Probleme, an denen Frau arbeiten sollte!

@ piquebube

_Funktioniert aber auch nicht für alle Berufsbezeichnungen: Es müsste ja dann auch das Krankenschwester sein, oder? _

Genau, es gäbe nur noch ein “das”, genau wie bei “the sister” oder “the brother” !

Im Gegenteil dazu geht die Krücke _" *in" _nicht im Singular ! Wenn ich sage _“der Busfahrer* in” _ fährt grausam, dann habe ich einen maskulinen Artikel. Drehe ich es um als “die Busfahrer* in” dann ist Mann beleidigt ! :zipper_mouth_face: Deshalb muß ich dann “die busfahrende Person” sagen.

Ansonsten funktioniert es nur im Plural als “die Busfahrer* innen” !

Jedenfalls ist das Unikum " *innen" keine Lösung für eine Sprache. Entweder ganz oder gar nicht und da gäbe es eben nur die Angleichung an die aus dem Germanischen hervorgegangenen Sprachen unserer Nachbarn. Nur wir Deutschen haben unsere Sprache so verkompliziert ! :wink:

@ Hugin

_Na ja, sieh’ die Genderversuche doch von ihrer komischen Seite und bleib’ locker. _

Hallo Hugin,

wie du weißt mache ich das auch, aber du mußt mit dem _“Ernst” _der Genderfanatiker rechnen. Die lauern an allen Ecken und Kanten darauf, dass jemand in der Öffentlichkeit das ( Pause, tief Luft holen und dann kräftig ausstoßen ) " * innen" vernachlässigt.

Beste Grüß *innen

Kurt * in

Hallo,

das schöne an der Rechtschreibung ist ja, dass man dafür nicht bestraft wird.

Wir sind ja nicht mehr auf der Schule und bekommen deshalb auch keine Noten!

Ein Shitstorm für ausgelassenes “*innen” fällt ja vom Ziel auf den Auscheidenden zurück!

Ich für meinen Teil habe die Schule verlassen und befolge oder ignoriere gut gemeinte oder maliziöse und häufig unaufgeforderte Rechtschreibvorschläge nach meinem Gusto!

Vielleicht hilft das “*Innen” ja zukünftigen Archäologen und Historikern Schriftsücke in ihren zeitlichen Kontext einzuordnen!

Gruß,

Hugin

PS: Vielleicht hilft das “*Innen” ja zukünftigen Archäologen und Historikern Schriftstücke in ihren zeitlichen Kontext einzuordnen! :*

PPS: Ah ja, eine Frau muss auch am Herd stehen dürfen. Es geht ja nicht darum, Frauen vorzuschreiben was sie machen, sondern den Frauen die freie Entscheidung zu ermöglichen, zu tun was sie möchten.

Beim Schreiben ist es genauso! Ich respektiere, wenn jemand “*innen” benutzt, aber ich finde solche Texte nicht besonders lesbar. Niemand sollte andere zwingen, auch so zu schreiben.

Ist halt so ein “ich habe Recht” Ding und deshalb müsst Ihr das so wie ich machen!

Das witzige ist ja (und das sehe ich auch hier in der Diskussion), dass es gar nicht mehr um das ursprüngliche Thema (Gleichberechtung) geht, sondern nur um belanglose Nebenkriegsschauplätze.

Gruß,

Hugin

Guten Tag liebe Männer und Männerinnen.

Ich wurde damals im Pleistozän des Gendergagas,so um 2001-2006,damit konfrontiert und hab als erste Reaktion meinen Gruß wie oben erweitert,es sollten sich ja Alle mitgemeint fühlen.Als Admin zweier 
Spielechannels,im IRC,habe ich da bestimmt noch irgendwo in den Tiefen meiner Backup-Festplatten einige Chatprotokolle,die den Anfang dieses sprachfaschistischen Irrsinns dokumentieren.Die Männerin
,die damals an der Humbug-Uni Gendergaga studierte,hat uns damals in Echtzeit mit dem frisch Gelernten versorgt.
@Hugin schrieb:Das witzige ist ja (und das sehe ich auch hier in der Diskussion), dass es gar nicht mehr um das ursprüngliche Thema (Gleichberechtung) geht, sondern nur um belanglose Nebenkriegsschauplätze.

@Hugin es ging und geht nicht um Gleichberechtigung sondern um Diskurshoheit bzw Macht !
und die Mittel und Wege sind ja auch nicht neu,sondern nur an den Zeitgeist angepasst.Die Faschos haben damals eine Reichsschriftumskammer gegründet und “entartete Kunst und Literatur” definiert und
dann verbrannt.Die Paralellen zu heute sind einem gebildeten Menschen bekannt und bewußt.Ich habe ja als alter weißer,arroganter Patriarch den Bildungskanon meiner Großväter noch verinnerlicht und zum Teil sogar auswendig gelernt.Heutezutage ist es sogar innerhalb der meisten Dax-Konzerne leider notwendig,um den Zeitgeist zu würdigen,eine Diversitätsvorständin zu installieren.Dabei werden wir auch
dahingehend manipuliert,das wir ja den Gesslerhut des Virtue Signalling immer schön grüßen und das Feedback ist so ohrenbetäubend still,das unsere Vorständin auf ihre hohlen Worthülsen nur einige ,< 10, wenige positive Antworten aus ihrer eigenen Blase bekommt und der Rest der 92000 Mitarbeiter weder Zeit noch Lust dazu hat sich irgendwie zu äußern.Ein Konzern verdient ja seine Milliardenprofite nicht mit Gendergaga und Tugendsignale,schaut her wie woke und moralisch ich bin,sondern mit Schwermaschinenbau,den es ohne alte weiße Männer und ihre Erfindungen niemals geben würde.
Wenn die Kulturmarxisten und Bolschewiken es weiterhin schaffen unsere Gesellschaft und die Wirtschaft
noch tiefer zu infiltrieren und zu korrumpieren,dann werd ich spätestens mit dem Renteneintritt meine Profite im Ausland geniessen und hier abbacken.
in einer Soziologievorlesung habe ich mal gehört: “Sprache verrät Denken” wenn dem so ist dann muss es in diesen verwirrten Gendergagaköpfen ziemlich therapiewürdig zugehen.Und das man das mit meinen sauer erarbeiteten Steuermilliarden unter Veruntreuung in 200 Genderprofessuren investiert hat
setzt dem ganzen Irrsinn die Krone auf.Aber was willste von Leuten erwarten die nicht wissen ob sie Mann oder Frau sind,selbst wenn sie in ihre Hose gucken.

Falsche Partei aber leider wahre Worte über die Realität:

Gruß Sense

@ Hugin

Das witzige ist ja (und das sehe ich auch hier in der Diskussion), dass es gar nicht mehr um das ursprüngliche Thema (Gleichberechtung) geht, sondern nur um belanglose Nebenkriegsschauplätze.

Hallo Hugin,

so möchte ich keinesfalls verstanden werden. Gerade weil ich das Thema ernst nehme muß auch eine “sprachliche und schriftliche” Lösung dafür erfolgen. Die Krücke mit dem Sternchen ist jedenfalls keine. Sogar Feministinnen sehen in dem Sternchen bereits eine “Brandmarkung”.
Da ist diesen ( und auch mir ), die zwar etwas langatmige, aber korrekte Lösung, die die deutsche Sprache bietet, schon wesentlich sympathischer !

https://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/genderkompetenz/sprache/index.html

De Mann, de Frau und meinetwegen das Kind ist mir aber noch sympathischer, denn dann brauchen wir Kölner nicht umzulernen ! :angel:

@ Sense

Hallo Sense,

im prinzipiellen Prinzip hast Du ja recht ! :grin:
Man wird dich aber nicht fragen und selbst bei der Wahl einer Partei hast du nur noch die Wahl entweder gar nicht zu wählen oder die “Falsche Partei”. In beiden Fällen hat das aber keinen Einfluß auf das Sternchen ! :zipper_mouth_face:
Die Schleimspur mit Sternchen wird immer breiter und glitschiger. Genau deshalb wäre mir aber eine andere Lösung im Bezug auf den sprachlichen Umgang lieber.
Ich bin mal gespannt, wann die erste Tierschützerin sich über “der” Hund beschwert und verlangt, dass man “das der Hunderasse angehörige Tier” sagt. :stuck_out_tongue:

Gruß
Kurti

1 Like

Die legendären Missfits haben diesen Unfug schon vor Jahrzehnten als solchen entlarvt:

https://www.youtube.com/watch?v=Q4LO3uqUI7A

@ Geognost

…und trotzdem leuchtet das Sternchen heller als zu vor ! :zipper_mouth_face:

Vielleicht explodiert es ja mal als Supernova! :stuck_out_tongue:

Gerade habe ich den Artikel über die Genetik der Glockenbecherkultur gelesen (auf dieser Site), da mußte ich mich über das Gendern ärgern: “die Forschenden” - was soll das? Es heißt “die Forscher”!
Damit das mal klar wird: Es gibt keinen “männlichen” oder “weiblichen” Artikel, es gibt verschiedene Artikel (der/ die/ das), die man nur einfach so bezeichnet hat, weil es ja “der Mann” und “die Frau” heißt, hat man “der” als männlich definiert, “die” als weiblich. Das war willkürlich und bei Gegenständen (der Tisch, die Kanne, die Tasse, die Kommode, der Stuhl) sieht man, daß der Artikel tatsächlich nichts mit irgendeinem Geschlecht zu tun hat.
Hätte man den älteren Sprachgebrauch zugrunde gelegt, dann wäre “das” als weiblicher Artikel definiert worden: “Der Mann, das Weib, das Mädchen, das Fräulein”.
Und man hat auch nicht beachtet, daß beim selben Wort im Plural der Artikel wechseln kann: “Der Mann” wird im Plural zu “Die Männer” obwohl alle Männer doch männlich geblieben sind. Das zeigt, daß “die” auch nicht ein weiblicher Artikel ist. “Die Person, die Katze, die Maus, die Giraffe, die Kröte” können alle auch männlich sein. Und niemand kümmert sich um die Beugungsformen, Aus “die Frau” wird im Dativ “der Frau”: “Ich helfe der Frau aus dem Mantel”. Auch hier hat sich die Frau nicht einer Geschlechtsumwandlung unterzogen! Und ist “das Kind” oder “das Baby” vielleicht geschlechtslos, wie auch “das Mädchen”? Wohl kaum!
Wäre “der” allein männlich, dann wären Frauen auch gar keine Menschen, da es ja “der Mensch” heißt.
Alle drei Artikel kommen also munter für alle biologischen Geschlechter vor, es gibt keinen Grund, “der” als biologisch männlich anzusehen. “Der” ist einfach ein Artikl für alle biologischen Geschlechter. Also bitte hört auf von “die Forschenden” zu reden und bleibt beim allgemeinen “die Forscher” (übrigens auch mit angeblich weiblichem “die”)!
Ansonsten werde ich nie mehr auf diese Seite gehen, denn Sprachverwurstler unterstütze ich nicht!

Arpad Baron von Nahodyl
(Autor des Buches “Das Gender-Virus - Wie man uns mithilfe der Sprache manipulieren will”).

1 Like

AvN schrieb:

[…]
Arpad Baron von Nahodyl
(Autor des Buches “Das Gender-Virus - Wie man uns mithilfe der Sprache manipulieren will”).

Hier der Klappentext des Buches:

  • “Fast alle Politiker, Universitätsangehörige und die gleichgeschalteten Staats-Medien verwenden seit kurzer Zeit eine andere Sprache als das Volk, nämlich die sog. “Gendersprache”. Damit soll die angeblich einseitig männlich dominierte deutsche Sprache “geschlechtergerecht” und “divers” umgestaltet werden. In diesem Buch wird aufgezeigt, daß die Argumente für diese Gendersprache nicht stichhaltig sind, daß die Gleichsetzung des grammatikalischen Geschlechts mit biologischen Geschlechtern völliger Unsinn ist und daß die Genderei in Wahrheit eine totalitäre extremistische Ideologie ist, mit der das Denken der Menschen für bestimmte politische Ziele manipuliert werden soll.”

Ohne Kommentar meinerseits.

1 Like

…mit der das Denken der Menschen für bestimmte politische Ziele manipuliert werden soll."

Bis auf diese Bemerkung teile ich ansonsten die Argumentation von AvN . Allerdings tendiere ich wegen der _"_biologischen Geschlechter" für ein “das” oder besser _“de” _wie es in anderen Sprachen auch gehandhabt wird. In der nächsten Generation hat sich daran die Schulgeneration gewöhnt und in der übernächsten weiß keiner mehr was von “die” und _“der”. _

Blöd wie wir Deutschen sind, wird aber das “*innen” wohl bleiben ! :sunglasses:

Dafür werden die “Schleimis” schon sorgen ! :wink:

Gruß

Kurt*innen :#

Hallo AvN,

da hast Du aber viele Fehler und auch rechtsradikale Äußerungen von Dir gegeben.

  1. Was sollen denn die "gleichgeschalteten Staats-Medien" sein? Ein unrichtiger Ausdruck, der am rechten Rand gebräuchlich ist.

2.

AvN schrieb:

Hätte man den älteren Sprachgebrauch zugrunde gelegt, dann wäre “das” als weiblicher Artikel definiert worden: “Der Mann, das Weib, das Mädchen, das Fräulein”.

das sind schlechte Beispiele, wegen des Diminutitivs, der immer sächlich ist.

Siehe in den älteren Posts dieses Threats.

AvN schrieb:
daß die Genderei in Wahrheit eine totalitäre extremistische Ideologie ist, mit der das Denken der Menschen für bestimmte politische Ziele manipuliert werden soll. .

  1. Wenn die bestimmten politischen Ziele die Gleichberechtigung von Mann und Frau sind, dann sollte man diese doch unterstützen!

  2. Genderei ist keine “totalitäre extremistische Ideologie”, die auf dem gleichen Niveau wie z.B. der Nationasozialismus steht.

  3. Politiker und Universitätsangehörige sind auch das Volk!

  4. Was hast Du gegen eine geschlechtergerechte und diverse deutsche Sprache?

Wir haben ja auf dem Gebiet schon Fortschritte gemacht und das Fräulein z.B. ist zum Glück verschwunden!
(Wofür brauchte man(n) eigentlich das Fräulein? Freiwild markieren? Hatte erst die Frau den vollen Respekt und das Fräulein eben noch nicht?)

AvN schrieb:

da mußte ich mich über das Gendern ärgern: “die Forschenden” - was soll das? Es heißt “die Forscher”!

Du hast aber eine niedrige Zornschwelle! Du solltest aber anderen Autoren nicht vorschreiben wollen, wie sie zu schreiben haben! Da ärgere ich mich! Die “Forschenden” und die “Forscher” sind beides deutsche Wörter und die “Forschenden” ein schönes Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten der deutschen Sprache.

Ich glaube, Du schlachtest Die Genderei nur für Deine Zwecke aus, verdienst an Deinem Buch und versuchst die Volksseele mit einem eigentlich nebensächlichen Thema (Sprachgendern) zum Kochen zu bringen.

Ich glaube nicht, dass die Genderei der Grund ist, warum Du z.B. den Spiegel nicht liest!

Ich glaube, Du willst anderen vorschreiben, wie sie sich zu verhalten haben!

All das lehne ich ab!

Gruß,

Hugin

3 Likes

Moin,

ich denke mal, der AvN ist nur vorbeigetrollt, um sein Buch zu promoten und die Hemmschwelle für rechtsradikale Gedanken zu senken.

Gruß,
Hugin

Hugin

…ich denke mal, der AvN ist nur vorbeigetrollt, um sein Buch zu promoten und die Hemmschwelle für rechtsradikale Gedanken zu senken.

Deine Kritik ist natürlich berechtigt  und die teile ich voll. Ich ignoriere sowas einfach oder kommentiere es mit einer Bemerkung, aber ansonsten konzentriere ich mich auf die Aussage zur Sache und da hat er ähnliche Ansichten und Argumente wie ich.

Ich wundere mich auch immer über den Bundestag. Macht jemand einen vernünftigen Vorschlag den auch andere teilen wird trotzdem nicht geklatscht weil er nicht in der eigenen Partei ist. 

Gruß

Kurti 

kurti schrieb:

 Ich ignoriere sowas einfach oder kommentiere es mit einer Bemerkung, aber ansonsten konzentriere ich mich auf die Aussage zur Sache und da hat er ähnliche Ansichten und Argumente wie ich.

Hallo Kurti,

das halte ich für gefährlich! Es werden ja Dinge in den Ring geworfen, denen viele zustimmen und die möglichst engagiert mit viel Puls diskutiert werden. Zum Beispiel Gendern. Dann werden rechtsradikale Inhalte untergemischt “gleichgeschaltete Staatsmedien”, “Politiker und Intelektuelle gehören nicht zum Volk” usw.
Ausserdem wird von vornherein auf einer  emotionalen Ebene diskutiert:
“mußte ich mich über das Gendern ärgern” → Emotionen
“Was soll das?” → rhetorische Fragen, die ein “wir” also eine Verbrüderung mit dem rechten Autor erzeugen soll
“Damit das mal klar wird” → schwafeliger Kraftausdruck, um die eigene schwachen Argumente zu überdecken.
"Auch hier hat sich die Frau nicht einer Geschlechtsumwandlung unterzogen! " → Übertreibungen und damit gleichzeitig Verniedlichung anderer ernster Themen

usw. usf.

Sinn der Übung ist es, die Leute vom Mindset ein bisschen nach rechts zu verschieben und ein hohles Gefühl zur Entfremdung von der Politik zu erzeugen (Die machen nicht das, was wir wollen!).

Gruß,
Hugin

3 Likes

Eine kleine Gammatik-Nachhilfe für Herrn von Nahodyl (@AvN**):**

Den Unterschied zwischen Form und Funktion und zwischen Sexus und Genus sollte man schon kennen, wenn man sich nicht selber als „Sprachverwurstler“ blamieren möchte.

Zum Thema Manipulation durch Sprache:

Sprache ist gewachsen. Sie spiegelt somit auch gesellschaftliche Zustände. So wurden z. B. erst 1899 Frauen zu einem Medizin- oder Pharmaziestudium zugelassen. Der „Arzt“ und der „Apotheker“ war da schon lange im Sprachgebrauch als männlich etabliert. Ebenso verhält es sich mit anderen Berufsbezeichnungen, die traditionell männliche Domänen waren. Sprache ist ganz tief in unseren Köpfen mit (Welt-)Bildern verbunden. Wer hat bei „Forschern“ oder „Experten“ nicht ganz unwillkürlich Männer vor Augen?

Aber Sprache wächst – zusammen mit gesellschaftlichen Veränderungen – weiterhin. Und das möchte Herr von Nahodyl verhindern. Warum? Weil er die Rolle der Frau als Mutter und Hausfrau konservieren bzw. reaktivieren möchte. Insofern passt eine Sprache, die Gleichwertigkeit signalisiert, nicht zu seinem Weltbild. Siehe Auszüge aus einem Text des Autors, dessen Original ich leider nicht mehr finden konnte:

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Männer und Frauen?
Dies ist ein theoretischer Gedanke, aus dem von der Wirklichkeit völlig abgetrennten Glashaus der Politik ersonnen. Man nimmt das Grundgesetz und geht in inquisitorischer Weise gegen Traditionen und überlieferte Strukturen vor.
[…]
Heute wollen die politischen Volksverräter aber die Frauen dazu bringen, die Berufsausübung als das “Normale” anzusehen, denn eine Frau mit gutbezahltem Beruf bekommt eben oft keine Kinder und damit ist das Ziel, die Deutschen mit der Zeit so zu dezimieren, daß sie bald weg vom Fenster sind, schneller erreichbar. Umgekehrt werden Familien mit Frauen niederen Bildungsgrades aus dem Orient ins Land geholt, die viele Kinder bekommen. So werden Deutsche bald zu einer Minderheit im eigenen Lande, was erwünscht ist.
Wer also Lohnungleichheit bekämpft, bekämpft damit immer auch die traditionelle Familie mit klassischer Arbeitsteilung."
Quelle: Redirecting...

Abschließend ein netter Fund auf Twitter (angeblich die Frage einer Jugendlichen):

„Irgendwie komisch, dass bald ein Mann Bundeskanzlerin sein kann. Wie sagt man dann eigentlich? Bundeskanzlerinär?“

Gruß von Barbara

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@ Hugin

Dann werden rechtsradikale Inhalte untergemischt “gleichgeschaltete Staatsmedien”, “Politiker und Intelektuelle gehören nicht zum Volk” usw.

Hallo Hugin,

ich habe lediglich Bezug auf den hiesigen Artikel von AvN genommen und nichts weiter.
Hier im Forum konnte ich ihm deutlich machen, dass ich seine Verschwörungstheorie ablehne.

Genau dies kann ich auch im Bundestag machen oder in einer überschaubaren Runde. Auf dem Marktplatz würde ich mich in einer großen, anonymen Menge natürlich nicht äußern. Ich bitte das zu unterscheiden und meine Aussage nicht ins Querdenkermilieu zu verfrachten.

Was hast Du gegen eine geschlechtergerechte und diverse deutsche Sprache?

Nichts, aber Kritik am " Wie " und ein “Gegenvorschlag” ist doch sicher gestattet !!??

Du hast aber eine niedrige Zornschwelle! Du solltest aber anderen Autoren nicht vorschreiben wollen, wie sie zu schreiben haben! Da ärgere ich mich! Die “Forschenden” und die “Forscher” sind beides deutsche Wörter und die “Forschenden” ein schönes Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten der deutschen Sprache.
Ich schreibe denen gar nichts vor, aber deshalb muß ich es nicht für eine gangbare Lösung halten und lehne es als “nichts Halbes und nichts Ganzes” ab.
Mache doch mal aus "die Forschenden " den Singular !? Eben, “der” Forschende.

Was unser “der, die, das” anbelangt so ist doch nicht einzusehen, warum wir unsere Sprache nicht zur englischen Version mit Direktiven “wachsen” lassen sollen? :angel: Deshalb schlage ich entgegen AvN ja auch einen Einheitsartikel vor und damit wäre das “der” vom Tisch !
Andererseits kann man aber auch z…Bsp. die Berufsbezeichnung als “der” Beruf, sprich “der” Schlosser, “der” Arzt usw. aus dem “Sexus” herausnehmen in in den “Genus” verschieben. Dazu bräuchte es aber in Deutschland immer eine Anmerkung ! :grin:

@ RandomHH

Sprache ist gewachsen. Sie spiegelt somit auch gesellschaftliche Zustände. So wurden z. B. erst 1899 Frauen zu einem Medizin- oder Pharmaziestudium zugelassen. Der „Arzt“ und der „Apotheker“ war da schon lange im Sprachgebrauch als männlich etabliert. Ebenso verhält es sich mit anderen Berufsbezeichnungen, die traditionell männliche Domänen waren. Sprache ist ganz tief in unseren Köpfen mit (Welt-)Bildern verbunden. Wer hat bei „Forschern“ oder „Experten“ nicht ganz unwillkürlich Männer vor Augen?
Hallo Barbara,

richtig, Sprache ist gewachsen. Dein Beispiel zeigt ja was bei der Berufsbezeichnung die Kausalität war. Ist aber jetzt der “Plural” eine vernünftige Lösung ? Was ist mit dem Singular ? Oder gar das “* innen”. Wo bleiben bei “Autor* innen” die Männer ? :cry:
Oder " die busfahrende Person" ! Das ist grauenhaftes Beamtendeutsch. Da fehlt jetzt nur noch die juristische Zugabe nach Paragraph…!

Das sind m.E. keine vernünftigen Lösungen sondern komplizierte Verunzierungen einer Sprache und Ausländer die sie lernen müssen verzweifeln noch mehr als jetzt ! :zipper_mouth_face:
Wie ich oben schon erwähnte sind wir ja möglicherweise mit unserem “der,die,das” eher stehen geblieben als in die richtige, gendergerechte Richtung gewachsen ! ? :sunglasses:

Ergo lassen wir die Sprache wachsen, aber in die richtige Richtung und von einem Guss hin zum “the” oder “de”. Das Suffix “er” stört in der nächsten Generation keinen mehr wie heute schon bei Mutt-er, Schwest-er oder Tocht-er bei denen das semantische Merkmal ausschlaggebend ist.

Gruß
Kurti

P.S.
Ich habe gerade einen Artikel von Prof. Gabriele Diewald ( germanistische Linguistik ) gelesen.
Beim Sexus oder Genus bezüglich Tieren wird es m.E. ein Bisschen diffus ! ?

kurti schrieb:

Was hast Du gegen eine geschlechtergerechte und diverse deutsche Sprache?

Nichts, aber Kritik am " Wie " und ein “Gegenvorschlag” ist doch sicher gestattet !!??

Du hast aber eine niedrige Zornschwelle! Du solltest aber anderen Autoren nicht vorschreiben wollen, wie sie zu schreiben haben! Da ärgere ich mich! Die “Forschenden” und die “Forscher” sind beides deutsche Wörter und die “Forschenden” ein schönes Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten der deutschen Sprache.
Ich schreibe denen gar nichts vor, aber deshalb muß ich es nicht für eine gangbare Lösung halten und lehne es als “nichts Halbes und nichts Ganzes” ab.
Mache doch mal aus "die Forschenden " den Singular !? Eben, “der” Forschende.

Was unser “der, die, das” anbelangt so ist doch nicht einzusehen, warum wir unsere Sprache nicht zur englischen Version mit Direktiven “wachsen” lassen sollen? :angel: Deshalb schlage ich entgegen AvN ja auch einen Einheitsartikel vor und damit wäre das “der” vom Tisch !
Andererseits kann man aber auch z…Bsp. die Berufsbezeichnung als “der” Beruf, sprich “der” Schlosser, “der” Arzt usw. aus dem “Sexus” herausnehmen in in den “Genus” verschieben. Dazu bräuchte es aber in Deutschland immer eine Anmerkung ! :grin:

@ RandomHH

Sprache ist gewachsen. Sie spiegelt somit auch gesellschaftliche Zustände. So wurden z. B. erst 1899 Frauen zu einem Medizin- oder Pharmaziestudium zugelassen. Der „Arzt“ und der „Apotheker“ war da schon lange im Sprachgebrauch als männlich etabliert. Ebenso verhält es sich mit anderen Berufsbezeichnungen, die traditionell männliche Domänen waren. Sprache ist ganz tief in unseren Köpfen mit (Welt-)Bildern verbunden. Wer hat bei „Forschern“ oder „Experten“ nicht ganz unwillkürlich Männer vor Augen?
Hallo Barbara,

richtig, Sprache ist gewachsen. Dein Beispiel zeigt ja was bei der Berufsbezeichnung die Kausalität war. Ist aber jetzt der “Plural” eine vernünftige Lösung ? Was ist mit dem Singular ? Oder gar das “* innen”. Wo bleiben bei “Autor* innen” die Männer ? :cry:
Oder " die busfahrende Person" ! Das ist grauenhaftes Beamtendeutsch. Da fehlt jetzt nur noch die juristische Zugabe nach Paragraph…!

Das sind m.E. keine vernünftigen Lösungen sondern komplizierte Verunzierungen einer Sprache und Ausländer die sie lernen müssen verzweifeln noch mehr als jetzt ! :zipper_mouth_face:
Wie ich oben schon erwähnte sind wir ja möglicherweise mit unserem “der,die,das” eher stehen geblieben als in die richtige, gendergerechte Richtung gewachsen ! ? :sunglasses:

Sprache: Warum haben wir drei Artikel? - SZ Magazin

Ergo lassen wir die Sprache wachsen, aber in die richtige Richtung und von einem Guss hin zum “the” oder “de”. Das Suffix “er” stört in der nächsten Generation keinen mehr wie heute schon bei Mutt-er, Schwest-er oder Tocht-er bei denen das semantische Merkmal ausschlaggebend ist.

Gruß
Kurti

P.S.
Ich habe gerade einen Artikel von Prof. Gabriele Diewald ( germanistische Linguistik ) gelesen.
Beim Sexus oder Genus bezüglich Tieren wird es m.E. ein Bisschen diffus ! ?

Gendern: Genus und Sexus sind eng miteinander verbunden

Hallo Kuerit,

meine direkte Ansprache galt AvN und nicht Dir.

Das Hardcore Gendern nervt mich auch, aber ich denke, dass sich das von selbst regelt.

Dem AvN ging es nicht um das Gendern, über das man selbstverständlich diskutieren kann, sondern um seine braune Soße. Man muss aufpassen, dass, wenn man z.B. dem AvN in Sachen Gendern zustimmt, man ihm nicht gleichzeitig seinen anderen untergemischten braunen Aussagen zustimmt.

Ich glaube, dass zur Erreichung der Gleichberechtigung das Sprachgendern ein völlig undebeutender Nebenkriegsschauplatz ist!

Ich verstehe einerseits die verbohrte Fokussierung auf der einen Seite nicht, als auch die völlig überzogenen Reaktionen auf der anderen Seite nicht.

Ich glaube auch nicht, dass sich die Sprache mit solchen künstlichen Maßnahmen lenken lassen wird.

Ansonsten waren Amtssprache, Schriftsprache und gesprochene Sprache ja schon immer nicht deckungsgleich!

Gruß,

Hugin

@kurti

Sehr schöner Artikel von Prof. Gabriele Diewald!

Ich betreibe jetzt mal eine Art Sprach-Archäologie und gehe beim Thema Sexus und Genus bei Tieren (“semantisches Geschlecht”) noch einen Schritt weiter als Frau Diewald:

Welches biologische Geschlecht bestimmt unser „Bild“ einer Tierart – und hat vielleicht zu unserer umgangssprachlichen Bezeichnung und zum damit verwendeten Artikel geführt?

  • Nutztier: die KUH / der Stier
    Wir sehen Kühe auf der Weide und kennen Stiere allenfalls als Gegner in spanischen Arenen. Alles andere sind Ochsen.
  • Raubtier: der WOLF / die Wölfin
    Wir lesen vom wieder eingewanderten Wolf, der von Anwohnern als potentielle Gefahr gesehen wird. Ob es sich vielleicht aber um eine Wölfin handelt, die auf Beutezug für ihre Jungen geht, spielt dabei keine Rolle.
    Ganz subtil verbirgt sich hier auch eine Rollenzuweisung. Und fatalerweise deckt sich diese mit den Kopfwelten eines Herrn von Nahodyl: Die Frau im als „Nutztier“.

Was die „Wuchsrichtung“ unserer Sprache betrifft:

Mit den derzeitigen Versuchen in der mündlichen und schriftlichen Sprache bin ich absolut unglücklich, weil nicht konsequent durchdacht. Denn hier verschwindet tatsächlich schon mal das männliche Geschlecht: z. B. Expert*innen, Ärzt*innen. Das kann also keine Lösung sein.

Bei deinem Beispiel, den “Autor* innen” ist der Mann, der Autor nicht kastriert oder mit unpassendem Schmuck in Form von Tüttelchen versehen.
:stuck_out_tongue:

Für besser hielte ich es, man würde sich zwei Sekunden mehr Zeit beim Sprechen und Schreiben nehmen und ausformulieren: Ärzte und Ärztinnen.

Für andere Fälle hält unsere Sprache die Möglichkeit bereit, auf Adjektive oder Verben zurückzugreifen: wie z. B. „die Interessierten“. Oder „die Forschenden“, an denen sich unser Herr von Nahodyl aufgehängt hat. Denn ein Verb ist geschlechtsneutral, forschen können Männer und Frauen, sind dann ein Forscher oder eine Forscherin.

@Hugin

Auch ich denke, dass sich ein Hardcore-Gendern von selber regelt. Was davon ausreichende Akzeptanz erfährt, findet sich dann über kurz oder lang im Duden wieder – wie z. B. das Pronomen „frau“ neben „man“ (obwohl das ohne zweites „n“ geschrieben wird).

:sunglasses:

LG Barbara

1 Like