Kann mir jemand sagen um es es sich hier handelt ?Ein Loch oben und unten




Hallo,

das ist schwierig zu sagen ohne nähere Informationen. Genaue Größe mit Maßband, Gewicht, Beschreibung des Materials, Fundort, Fundumstände,… wären hilfreich.

Gruß
Shard

Gewicht:3,5 kg
Durchmesser 10cm
Gefunden im Fluss in einem Dorf in dem es um 17 hundert rum eine schlacht gab.
Ist gusseisern

Vielleicht so ein Pinökel, der hinten an einer Kanone zu finden ist:
http://www.bildwoerterbuch.com/gesellschaft/waffen/kanone-und-moerser-aus-dem-17-jahrhundert/vorderlade-geschuetz.php

Hier jemand, den man fragen könnte:
https://historicalartillery.ch/index.html

Das ist eine Handgranate — die zu einer Schlacht um 1700 sehr gut passen würde.

Ab dem 17. Jahrhundert wurden keramische und gläserne Granaten zunehmend von Modellen aus Gusseisen oder Bronze abgelöst, auch weil diese stabiler waren.

https://museum-alteszeughaus.so.ch/museum/museum-fuer-daheim/depotperlen/handgranate/

Edit: Das ‘Loch unten’ könnte auf eine Fehlfunktion aufgrund schlampigen Gusses zurückzuführen sein — oder das Exemplar wurde von vornherein als Ausschuss erkannt und ist deshalb intakt erhalten.

1 Like

@Liam.wsl
Würdest du Anhand des Gewichts sagen, dass es nur eine Bohrung ist? Oder ist es innen ausgeholt? Vielleicht kannst du es auch erkennenden wenn du etwas die Erde heraus wäscht. Schau auch ob evtl. Gewindereste oder ähnliches zu erkennen sind.

Gruß Shard

Moin,

mein lieber Shard, bei dem Verdacht* einer Handgranate darf man doch nicht anregen darin zu prockeln…^^

*… liegen lassen bis ein Fachmann sichergestellt hat, dass das Ding harmlos ist.

Bleib gesund

Jürgen

Moin Jürgen,

deshalb schrieb ich von auswaschen. Zur damaligen Zeit wurde nur Schwarzpulver benutzt und das ist im Zusammenhang mit Nässe ungefährlich.
Eine neuzeitliche Handgranate kann ich ausschließen. Da bin ich sachkundig.

Gruß Shard

Moin,

Liam.wsl aber nicht…

Meine Anmerkung betrifft ja nicht allein diesen konkreten Fall, sondern ganz allgemein bei einem so einem Verdacht.

Gruß

Jürgen

Da hast du allerdings Recht. Allgemein sollte man da wohl etwas vorsichtiger sein…
Ich zweifle übrigens sowohl an der Theorie Handgranate, als auch am Pinokel. Für eine Handgranate ist die Form sehr ungewöhnlich, wobei ich das nicht zu hundert Prozent ausschließen kann. Die Menschen sind bei Kriegstechnik sehr kreativ und wer weiß was es alles vor den Weltkriegen gab…
Beim Pinokel bin ich mir sehr sicher, dass die am Rohr in einem Guß waren und nicht irgendwie nachträglich befestigt würden

Gruß Shard

Vor 300 Jahren war die Form keineswegs ungewöhnlich:

http://www.vikingsword.com/vb/attachment.php?attachmentid=118454&stc=1&d=1395399137

Abbildung 297 (18. Jh., Italien) sieht fast identisch aus.

Gruß, Timo

Moin Timo,

diese Form habe ich bisher nur bei Handgranaten aus Glas oder Ton gesehen. Für Eisenguss habe ich nur Kugelförmige gesehen. Ist das auf der Abbildung ein Eisenguss?
Wie gesagt, in der Kriegstechnik gibt es nichts was es nicht gibt… Deshalb will ich es auch nicht ausschließen, aber ich bin noch nicht überzeugt.

Gruß Shard

Mal in eine andere Richtung gedacht:

Quelle:
http://m.sifangequipment.com/grinding-balls/casing-grinding-ball/chrome-alloy-casting-ball.html

Einige der Kugeln gehen stark in die Richtung des Fundes. Vielleicht ein älteres Exemplar aus einem der besagten Industriezweige?

Gruß Shard

Hallo Shard,

Da kann ich nicht bestätigen, es sieht von der Textur jedoch ganz danach aus — wie auch bei dem Exemplar von @Liam.wsl.

Nach Chromstahl sieht es jedenfalls jeweils nicht aus.

Gruß, Timo

Messer sind heute auch nicht mehr aus simplen Eisen, obwohl sie es einmal waren und im Aussehen haben sie sich nicht wesentlich geändert.

Was heute Chromstahl ist, war vor hundert Jahren vielleicht Eisenguss.

Gruß Shard