Ornamente (die Palmetten)

Hallo, ich hab wieder probleme mit einem Text. Diesmal sind das thema die Palmetten (es handelt sich immer um Darstellungen auf Vasen). “War die Palmette schon Lebensbild am Todesmal, so bieten nun die frei werdenden vegetabilischen Kraefte intensivere Ausdrucksmoeglichkeiten.” …" Was bedeutet, dass die vegetalischen Kraefte FREI WERDEN? Spaeter steht im Text, der Maler umkehrt den Akanthuskelch in frei lebhaft geschwungen haengenden Blaetter… Vielen Dank Jetzt gehe ich zum Bierfest hier in Italien… Ein Prosit, ein Prosit der Gemuetlichkeit… Bis Bald…

Hallo Repley, ich hoffe Du hast Dich auf dem italienischen [i][b]>Oktoberfestfrei werdenden vegetabilischen Kraefteder Maler umkehrt den Akanthuskelch in frei, lebhaft, geschwungen, haengenden Blaettern… <… es werden mehr und z.bsp. auch rankenornamente eingesetzt. die pflanzen entfalten also ihr nat wachstum ihre lebenskraft auf den bildern skulpturen. gru kurti vase05.jpg></…>

Servus Kurti, auf dem Fest (es dauert zwei Wochen!!) trinkt man kein Bierchen, sondern Liter Bier in den Kruegen… Ich wollte meine Texte:-O mit mir auf dem Fest bringen, aber meine deutschen Freunde, meine Clique und ich sind mit der Tanzerei von Volksmusik und mit Trinkerei(???) so beschaeftigt, dass ich nicht so sicher bin, dass meine Texte so deutlich verstanden werden. Ausserdem sprechen sie alle nach ein paar Mass Bier nur Dialekt… Martin, einer der Musiker, hat mir gesagt, er wird mir gern helfen; aber ich weiss nicht, ob dieses Unternehmen gelingen wird. Martin ist ein Freund (unser Bierfest wird seit vielen Jahren von unserer Partnerstadt Ingolstadt organisiert und deswegen kenne ich fast alle, die hierher kommen), aber ich zweifle daran, dass er irgendwas von Vasenmalerei und Saulen und so weiter und so fort weiss. (ich selber weiss nichts davon, aber muss eine Freundin von mir helfen…); ausserdem wird er mir nach dem Spielen, also um Mitternacht, helfen. Also sich in der Nacht ueber Ornamenten,Lekythen zu unterhalten, das ist :-O!!! Desshalb bin ich so froh, dass du, und vielleicht andere Leute in diesem Forum mir eine Hilfe geben. Meine Freundin Ele moechte die Texte fuer ihre Abschlussarbeit verwenden, und ich darf keine Interpretationsfehler begehen. Ich danke dir nochmal; ich hoffe, dass du darauf Lust hast, auf meine Beitraege zu antworten. Bis bald Rip:-)

Hallo Repley, von Dir hört man ja schöne Sachen. Ich glaube Dir unbesehen, daß ihr literweise Bier aus Masskrügen trinkt, wenn Du Freunde aus Ingolstadt da hast. (Des san scho die richtigen Bazi’s.) Aber, daß sich Martin in lauschiger, italienischer Sommernacht mit Dir über die Ornamentik der Lekythen unterhält glaube ich nun weniger. B-) Ich vermute mal, daß Du wohl oder übel weiter im Forum nachfragen mußt. :stuck_out_tongue_winking_eye: Soweit ich Dir antworten kann, mache ich das natürlich gerne. Bis dann, oans, zwoa g’suffa ! Grüße Kurti P.S. In meinem letzten Posting müßte es statt:…von der stilistischen, symmetrischen Form…richtig: von der stilisierten, symmetrischen Form…, heißen. Das ist aber für die nachfolgende Aussage ohne Belang.

Hallo, Kurti! Ich danke Dir fuer deine Hilfsbereitschaft (auch deshalb weil, zwei von meinen Beitraegen sind ohne Antwort geblieben, -Vasenmalerei und Vasenmalerei2 -und so hoffe ich, dass Du bald mir auch damit helfen wirst. die Tatsache, dass ich einige von meinen Beitraegen mit Zahlen in dem Titel versehe, zeigt, dass meine “Probleme” gar nicht zu Ende sind…[pirate] Gestern abend war ich auf dem Fest, aber ich hatte die Texte mit mir nicht gebracht; heute Abend schon und ich hoffe, dass meine Zweifel weniger werden. Natuerlich liegt mir die Meinung von Experten wie Du am Herzen; deswegen werde ich sowieso um Hilfe im Forum bitten und danke Dir und allen schon im voraus. Rip (Samu)

Hallo Ripley, ich habe die Fragen zu Vase 1 und Vase 2 mal herausgesucht. zu Vase 1 : Was ist “ein Sitz im freiem Gelaende”? (ist der Sitz vielleicht nur skizziert und nicht dargestellt???) Warum wird damit die Geborgenheit im Leben des Hauses zerstoert? Hat jemand eine Ahnung, was der Autor mit diesen Worten meinte? Der Maler deutet die Sitzgelegenheit, ob Hocker oder Stuhl, nicht an, sondern gibt mit knappen Strichen zu erkennen, daß die Frau auf einer Bodenerhebung, einem Felsstein oder sonstwo in der freien Natur sitzt. Es kommt dem Maler darauf an, eindeutung darzustellen, daß die Frau sich außerhalb des Hauses aufhält. Das ist mit dem Tugendkanon der damaligen Zeit nicht vereinbar. Dazu gehörte nämlich, daß die Frau dem Haushalt vorstand. Gegenüber dem Mann war sie gesellschaftlich isoliert und ihr bevorzugter Aufenthalt war in den Frauengemächern. Ihr Äußeres war gekennzeichnet durch ihre weiße Haut, welche bezeugte, daß sie sich in der Geborgenheit des Hauses aufhielt und eine züchtige, brave Hausfrau war. So kann man z.Bsp. bei Plutarch lesen, daß anständige Frauen nur in Begleitung ihres Mannes gesehen werden sollen und sich sonst im Haus aufhalten müssen. Oder bei Aristophanes ( Thesm.): Zwar schimpfen jetzt alle auf das Frauengeschlecht und setzen es schmählich herunter: Wir seien, so lügt man, der Fluch der Welt und der Urquell alles Verderbens. Wir gebären nur Hass, Zank, Kummer und Not und Empörung und Krieg. Wenn ein Fluch wir sind, warum freit ihr uns denn? Warum, wenn wir wirklich ein Fluch sind? Was verbietet ihr uns, auf die Straße zu gehen, ja, nur aus dem Fenster zu gucken? Was bemüht ihr euch denn mit so ängstlichem Fleiß, zu hüten den Fluch ( die Frau) und zu halten? Eine Frau, die sich ohne ihren Mann, außerhalb des Hauses in der Öffentlichkeit aufhielt brachte Schande über das Haus und ihren Mann und zerstörte damit den Frieden und die Geborgenheit des häuslichen Lebens. :-|Ein solches Verhalten war ein Scheidungsgrund. Warum der Maler einen solchen Verstoß gegen alle Tugenden der Frau darstellt müßte eigentlich aus dem weiteren Text hervorgehen. [inline “Frau auf Stuhl.jpg”] So ist es richtig. Der Mann geht aufs Bierfest und die Frau hütet Haus und Kinder. Bei Zeus, waren das noch herrliche Zeiten.:smirk: zu Vasen 2: Im Text steht " die weibliche Figur haelt den rund zu denkenden Grabgabenkorb sicher wie ueblich flach auf der heute nicht mehr kenntlichen linken Hand." - was bedeutet “zu denkenden” ? Man kennt aus anderen Darstellungen den runden Gabenkorb und vermutet, daß er auch hier ursprünglich gemalt war. " wie üblich flach."? Auch hier kennt man die flache Haltung aus anderen Bildern. Deine Interpretation war also völlig richtig. (Kluges Mädchen) " Wohl die Kuppe eines ausgestreckten Fingers der rechten Hand ist nahe dem Astragalsack, unterhalb seiner groessten Ausdehnung erhalten" Gemeint ist hier mit größter Ausdehnung nicht der Finger, sondern der Astragalsack. Der Begriff Astragal -sack ist mir nicht bekannt. Ich vermute mal, daß hier die Sack -oder Eiform des Astragalus (Fersenknochen) gemeint ist. Im Fries oder am Kapitell, in einem Band aufgereiht dargestellt, nennt man ihn ja auch Eierstab. Ob Sack oder Ei ist bei der Sinnbedeutung von Ausdehnung egal. Die größte Ausdehnung bedeutet hier die Stelle an der der Astragalsack am weitesten in das Bild hineinragt bzw. am dicksten ist. Ich hoffe, daß ich mit meinen Erläuterungen jetzt nicht alle Klarheiten beseitigt habe.:stuck_out_tongue_winking_eye: Gruß Kurti [left] [/left] attachment_584.jpg