Sonnenradknopf? Sondelfund bitte um Hilfe

Hallo allerseits, ich bin mit einer Sondel auf einem Feld seit 3 Tagen auf suche gegangen. Ich habe die Zustimmung des Eigentümers und genug Abstand zu Denkmal Böden eingehalten! Ich habe in Bayern gesondelt und alles ist im legalen Rahmen geschehen.

Dann habe ich einen Knopf gefunden, welcher einem Sonnenradknopf ähnelte und habe daraufhin den Kontakt zur Denkmalpflege Regensburg gesucht, welche mich an E-Mail weitergeleitet haben. Ich warte bereits 3 tage auf eine Antwort, doch keine Reaktion. Bei Versuch, die Telefonnummer anzurufen, geht niemand ans Telefon und deswegen bin ich jetzt hier, da ich sehr interessiert bin, welche Funde ich hier tatsächlich gemacht habe und ob diese einmal genauer von einem Archäologen begutachtet werden sollten.

Ich bitte um Feedback :slight_smile:

Beide Funde wurden im Landkreis Schwandorf gemacht.

Ich hoffe, Sondler werden hier nicht so verpönt. Ich Sondle wirklich nur, wo es erlaub ist und gebe mein bestes verdächtige Funde zu melden. Ich bin fasziniert von meinen Funden und hoffe, jemand kann mir sagen, um was es sich handelt :slight_smile:

MfG

Moin,

Regeln für die Sektion »Funde« - Vor Anfragen bitte lesen!

Bitte lies das durch. Hättest du es zuvor gelesen, wüsstest Du, dass genaue Fundortangaben (Koordinaten) unerwünscht sind. Du weißt nicht, warum (?) - dann frag nach.

Allein die Genehmigung des Grundstückbesitzers erlaubt Dir nicht, etwaige Bodendenkmäler auszubuddeln.

Zitat:

> Bodendenkmäler sind danach im Boden oder auch in einem Gewässer verborgene bewegliche oder unbewegliche Sachen, bei denen es sich um Zeugnisse, Überreste oder Spuren menschlichen […] Lebens handelt . Ausgrabungen, Befunde und Funde sind Hauptquellen der wissenschaftlichen Erkenntnis zu diesen Denkmälern.

Hier gehts zum Bayern.Recht

Sieh das bitte als Hilfestellung an, eine ordentliche Zusammenarbeit mit der Archäologie anzustreben.

Gruß

Jürgen

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Danke für die Antwort :slight_smile:

Ich habe die Regeln gelesen aber es ist mein erster Post da können mal Fehler passieren.

Hier findet man alle Bodendenkmal gebiete in Bayern: DenkmalAtlas 2.0

Mein Fundort war weit über 150 Meter weit vom nächsten Bodendenkmal entfernt also sehe ich nicht, wie ich etwas verbotenes gemacht habe.

In Bayern ist das Sondeln doch erlaubt mit 150 Meter Abstand zum nächsten Bodendenkmal und Einwilligung des Eigentümers oder irre ich mich?

LG

Hier noch ein Artikel aus dem Deutschlandrundfunkkultur.

“Nur in Bayern ist es generell erlaubt: Sondengeher müssen sich hier lediglich von sogenannten Bodendenkmälern fernhalten, also Gebieten, von denen bekannt ist, dass dort bedeutsame archäologische Funde, zum Beispiel Siedlungsreste, im Boden schlummern.”

Moin,

klar können / dürfen Fehler passieren - ich habe ja auch nicht gemeckert.

Auch habe ich nicht geschrieben, dass das Sondeln in Bayern verboten ist, aber das Ausgraben ist verboten - auch in Bayern.

Der Abstand zu bekannten Bodendenkmälern ist nicht das Kriterium, dass man Buddeln darf, denn nicht alle Bodendenkmäler sind bekannt.

Nur das noch einmal, weil das viele nicht wissen. Auch ein kleines Bronzeteil ist ein “Bodendenkmal”, nur eben nicht in Form eine Mauer oder Fundament, sondern ein “Bewegliches Bodendenkmal”.

Wenn also ein Signal ertönt und Du fängst zu Graben an, ist das nicht mehr mit dem Bayerischen Denkmalschutz vereinbar. Der Grund ist, es würde ein noch nicht bekanntes Bodendenkmal zerstört. Der Schaden ist mitunter sehr hoch, die Informationen für die Archäologie sind unwiederbringlich verloren, wenn unsachgemäß gebuddelt wird.

Wenn Du etwas für die Archäologie leisten möchtest, hole Dir die Informationen direkt beim BLFD und weder aus der Presse noch aus Sondler-Foren.

Gruß

Jürgen

Ich habe nochmal mit der Denkmalpflege telefoniert. Sie haben Recht, ich werde nicht weiter Grabungen durchführen und mich nach einer Genehmigung umschauen, wenn es für mich überhaupt möglich ist eine solche zu erhalten.

Vielen Dank und liebe Grüße! :slight_smile:

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Nachdem die Funde ja quasi gemeldet wurden, hier zur bayerischen Sonderform des Scheibenknopfes eine Info:

BILD

Zu der nackten Frau mit zwei Pflanzen in Händen kann ich leider nichts sagen.

Vielen dank :slight_smile: Hat sehr geholfen! Am Montag spreche ich mit einem Archäologen, bin schon gespannt was es mit der Frau auf sich hat…

Zu deinem Knopf noch ein PDF, zu dem ich den Link erst wiederfinden musste:

Bericht Bodendenkmalpflege Nürnberg 2017

Bitte halte uns informiert!

@ AngelaW

Hallo Barbara,
ein sehr interessantes PDF ! :+1:

Zu dieser Göttin ( ? ) ist mir der Gedanke an Mutter Erde gekommen. Im Mittelalter und bis heute flammten immer wieder heidnische Götterkulte auf. Der kugelige Bauch könnte also auf die fruchtbare Mutter Erde hindeuten, die Bäume in den Händen hält. Die beiden Bäume könnten eine Anlehnung an die Irminsul ( Weltenbaum ? ) sein. So stellt man ihn sich jedenfalls vor, wie er wirklich aussah weiß keiner.

Erdmutter Mittelalter

Irminsul


Neuzeitliche Esoterik

Es könnte auch einfach die Personikikation der Mutter Natur darstellen.

Gruß
Kurti

Folgendes zum Fund.

Ihre Meldung nach Art. 8 Abs. 1 BayDSchG wurde unter dem Aktenzeichen […] erfasst. Eine Vorlage der Funde ist nicht notwendig. Bitte achten Sie in Zukunft auf einen großräumigen Abstand („mehrere hundert Meter“) zu den ausgewiesenen Bodendenkmälern.

Also sitze ich jetzt auf den Funden, würde aber gerne mehr darüber wissen.

Und zum Sondeln mit der Sonde wurde mir folgendes mitgeteilt:

Außerhalb von derzeit bekannten Bodendenkmälern und außerhalb des
Nähebereichs ist die Suche mit einer Metallsonde nach den Vorgaben des
Denkmalschutzgesetzes nicht erlaubnispflichtig. Alle neu aufgefundenen
Bodendenkmäler unterliegen jedoch der Meldepflicht, unabhängig davon ob es
sich um bewegliche („Funde“) oder unbewegliche Objekte („Befunde“) handelt
(Art. 8 Abs. 1 BayDSchG). Die Prüfung, ob es sich bei einem Fundobjekt um ein
Bodendenkmal nach Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 4 BayDSchG handelt, erfolgt durch das BLfD. Sollten Sie bei der Suche auf ein noch nicht bekanntes
Bodendenkmal mit ungestörten Fundzusammenhang stoßen (z.B.
Siedlungsgrube, Hort, Grab), so sind die georteten Objekte unverändert im
Boden zu belassen (Art. 8 Abs. 2 BayDSchG) und unverzüglich (d. h. möglichst
am gleichen Tag) bei der für Ihr Gebiet zuständigen Dienststelle des
Landesamtes zu melden.

Fortsetzung der Diskussion von Sonnenradknopf? Sondelfund bitte um Hilfe:

Moin,

und Danke für den Nachtrag und die Bestätigung für das, was ich zu Beginn geschrieben hatte. Kein Wunder, denn ich hatte die Information ja aus diesem Link.

Ich wünsche Dir eine gute Zusammenarbeit mit der Archäologie.

Gruß

Jürgen

Nachtrag zu Kurtis Mutter Erde. Gaia kannte ich zwar von vielen Darstellungen, aber nicht diese, die deiner sehr nahe kommt:

Gaia

@ SondelBob

Hallo SondelBob,

ich denke, das Sonnenrad dürfte doch geklärt sein !!???

Wenn Du dir mal meine Links zu deinem zweiten Fundstück durchliest, dann dürfte es auch hier klar sein, dass es sich um eine okkultische Darstellung von Mutter Erde, Fruchtbarkeitsgöttin usw. handelt. Wenn ich mich nicht täusche, ist unterhalb des Bauches eine Mondsichel zu sehen (?). Auch das wäre typisch für Mutter Erde und die drei Mondphasen.
Obwohl im Mittelalter solche Kulte gepflegt wurden, gibt es nur wenig Zeugnisse davon, denn das war ja ein “Hexenkult” und dafür hatten die “Vertreter Gottes” auf Erden nur wenig Sympathie !
Die ganzen alten Götter wurden dann auch als Dämonen bezeichnet.
So richtig aufgeblüht sind diese esoterischen Kulte wieder im 19.Jhdt. und blühen und blühen und blühen…!
Das Aussehen solcher Göttinnen beruht auf alten Mythen und viel eigener Phantasie. Zu einer Mutter und Fruchtbarkeit gehören nun mal große Brüste, ein Schwangerschaftsbauch und je nach eigenem Milieu Pflanzen, Wurzeln, Getreide, Obst oder säugendes Vieh ! Als Dämonin wurden ihr oft auch Schlangen, Wölfe und sonstige bösen Tiere beigesellt !

Erdmutter, Mittelalter

Erdmutter im heitigen Okkultismus

Nerthus, nach Tacitus „Mutter Erde“.

Ich fürchte, dass du ansonsten kaum Näheres erfahren wirst.

Gruß
Kurti

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