Wie entstanden die altägyptischen Monumente

Wie experimentell und teilweise auch von Misserfolgen durchwirkt das ganze war, zeigen einige Einstürze und Rissbildungen an nahmhaften Kathedralen und zum Beispiel die Erfindung der “Fiale” als typischem Bauelement.

 Das gilt im gleichen Maße für die Pyramiden. Solche Bauwerke können selbstverständlich nicht “aus dem Stand” gebaut werden. Umfasngreichs Know Ho in Statik, Architketur, Logistik und handwerklichentechnien ist Voraussetzung. Der Weg zu einer solchen Meisterschaft ist steinig und auch von Rückschlägen und Korrekturen geprägt (-> Stufenpyramide!)

Bei einem Würfel im Volumen einer Pyramide hätte man ebenfalls enorme Kräft die zur Seite wirken. Durch die Pyrmidenform werden diese Seitenkräfte durch die jeweils breitere Basis abgeleitet.

Oder stark vereinfacht:

Eine gotische Kathedrale ist eine filigrane Pyramide.

Viele Grüße,

Hugin

@Hugin

Eine gotische Kathedrale ist eine filigrane Pyramide.

Das ist durchaus richtig ! Mein Veto richtete sich ja nur gegen das abschließende Gewölbe, denn dadurch wird die Notwendigkeit einer seitlichen Abstützung (Bauerweiterung nach unten ) erhöht.

Damit hier kein Mißverständnis entsteht, durch das Anwenden von Bögen und Tonnengewölben kann ich natürlich höher bauen. Siehe Viadukt und insbesonder die aufeinandergesetzten. Der sich aufbauende Seitendruck wird dann durch Berghang, Uferböschung oder Auf-u.Abfahrrampen aufgefangen. Die Drucklast nach unten verringert sich durch weniger Material. Siehe auch Kolosseum. Hier bewährt sich dann wiederum der Rundbau.

Bei einem Würfel im Volumen einer Pyramide hätte man ebenfalls enorme Kräft die zur Seite wirken. 

Bei einem mit Quadern gefüllten Bau könnte man das Pyramidenprinzip umkehren indem man die Quader zur Mitte hin absenkt wie man das bei der Verkleidung bereits gemacht hat. Ein solcher Würfelklotz würde aber bauästhetisch wohl nicht optimal sein, aber in Form einer Stufenpyramide wieder Sinn machen.

Ich sehe es schon kommen, dass wir in der nächsten Dynastie den Pyramidenbau übernehmen ! :-D

Gut Stein,

Kurti

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So siehts aus! Allerdings müssen wir uns dann noch drum kloppen, wer was macht. Also ich schleife jedenfalls nix. Vielleicht hüte ich auch einfach nur die ägyptischen Urhunde und schreibe alles auf, gemütlich im Schneidersitz auf meiner warmen Matte sitzend, Datteln essend und kühles Wüstenbrunnenwasser mit lieblichem Geschmack die verstaubte Kehle herabrinnen lassend. :db:

Das ist jetzt aber romantisierend! 

Ich sehe es schon kommen, dass wir in der nächsten Dynastie den Pyramidenbau übernehmen ! :-D

Kann man da noch etwas besser machen? Die Anlage kurz nach ihrer Fertigstellung dürfte den erwünschten Eindruck von Göttlichkeit durchaus gemacht haben.

Noch etwas anderes:

Ich meine mich erinnern zu können, gelesen zu haben, dass die Ecksäulen in den griechischen Tempeln leicht geneigt waren, um ebenfalls den Seitendruck zu kompensieren. Stimmt das?

Viele Grüße,

Hugin

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@Hugin

Ich meine mich erinnern zu können, gelesen zu haben, dass die Ecksäulen in den griechischen Tempeln leicht geneigt waren, um ebenfalls den Seitendruck zu kompensieren. Stimmt das?

Du hast recht, dem ist tatsächlich so. Allerdings soll das m.E. die perspektivische Verzerrung optisch ausgleichen!? So sind z.Bsp. auch die Treppenstufen gewölbt.

Parthenon

ZITAT:

Die Außensäulen haben einen Durchmesser von 1,90 Meter und sind 10,43 Meter hoch, die Ecksäulen wurden um 4,3 Zentimeter stärker entworfen.   ENDE

Griechische Architektur.

ZITAT:
_Am Parthenon auf der Akropolis von Athen durchzieht die Kurvatur alle horizontalen Bauglieder bis zum Gesims, selbst die Cellawände greifen in voller Höhe die Kurvatur auf. Die Inklination der mit Entasis versehenen Säulen setzt sich in Architrav und Triglyphenfries fort. Die Außenseiten der Cellawände wiederholen die Inklination der Säulen. Kein Stein des Baus, kein Architrav, kein Friesteil konnte als einfacher rechteckiger Quader zugehauen werden. Alle Bauglieder wiesen leichte und für jedes Glied individuell ermittelte Abweichungen von rechten Winkeln auf: Eine ungeheure Steigerung des betriebenen Aufwandes für jedes einzelne Bauglied, das somit nicht mehr „am Fließband“ produziert und hergerichtet werden konnte.   _ ENDE

Gruß

Kurti

Nachtrag:

Es scheint tatsächlich nur der Optik wegen zu sein !?  Jedenfalls lese ich das aus folgendem Text:

Seite 4, Die Entasis
http://www.ltgprien.de/unterricht//cms-data/depot/fs-ku-umat-o-12-1/01_griechischer_tempel.pdf

ZITAT:
Kennzeichen sind die Mischung dorischer und ionischer Ordnung, die leichte Wölbung von Stylobat und Architrav, um ein Höchstmaß an Spannung zu erreichen. Dies beruht auf der Beobachtung, daß alle geraden Linien aus der Entfernung wahrgenommen, in der Mitte leicht konkav gewölbt wirken. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Linien horizontal oder vertikal verlaufen. Die griechischen Bildhauer glichen dies durch entsprechende Wölbung der Bauformen aus. Dies betraf auch die Wände der Cella und die Säulen. Das Prinzip wird auch als “Entasis” (griech. Schwellung) bezeichnet. Damit wurde der Eindruck erweckt, als spanne sich die Säule gegen den Druck der aufliegenden Last. Die Linie eines Säulengebälks von 60 Metern Länge mußte in der Mitte ca. 10 cm gewölbt werden, um gerade zu erscheinen. Horizontale und Vertikale sind leicht gewölbt (optisch gerade), die Säulen sind leicht nach innen geneigt, die Ecksäulen sind etwas dicker.   ENDE

Das kann man natürlich auch der Statik wegen verstehen !? Oder sahen sie perspektivisch bedingt sonst nach “außen” geneigt aus ? =:-O

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Dann schauen wir doch mal in den schlauen Büchern nach ! :-D
Hier steht, dass es wegen der Optik gemacht wurde:

…und hier soll das Gefühl eines Gegenschubs optisch gegeben werden:

 
 …und hier auch wegen der optischen Korrektur:

http://www.elkage.de/src/public/showterms.php?id=1126

Damit erkläre ich das hiermit zum "Dogma" ! K:-)

 

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Da können nur Samson oder Herkules helfen und die Säulen zusammenhalten ! :-D

 

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Dann hilft nur noch, dass Du Deinem Steinmetzgesellen einen Lehrgang spendierst ! K:-)

Noch ein Tipp:“Nimm ihm den 45° Winkel ab, denn der macht damit nur Unsinn” ! :-D

Kleiner Nachtrag:

Die Streben im Kühlergrill des Rolls Royce sind ebenfalls ausgebeult…

Gruß.

Hugin

@Hugin

Kein Wunder, wer fährt denn auch so ein Armeleuteauto ? :-P

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Okay, Vinzenz _“der Siegende” _Du bist eingestellt als Pyramidensteinklopferhauptoberaufseher mit Pensionsberechtigung und Mastaba auf dem Gizeh-Plateau und kostenloser Überfahrt in der Sonnenbarke des Pharao Re-Kurti I. O:-)

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