Alte Vermessungstechnik, Rechter Winkel, Pyramiden

Hallo an Alle, 
Bin neu hier und würde gerne mithelfen.
Bin gelernter Bootsbauer und beschäftige mich schon lange mit experimenteller Archeologie. 
Viele wundern sich, wie man mit einfachen Mitteln  genaue rechtwinklige Bauwerke und Vermessungen ohne neuste Technik erstellen konnte. 
Ich möchte mein Wissen weitergeben.
Wohne in Hamburg und würde es bei einem Freifeldversuch es Euch gerne zeigen.
Skeptiker mit moderneren Messintrumenten sind erwünscht.
Werde nur Schnur und Holz benutzen.
Grüße Chris Szkutnik 

Moin,

das ist ja mal eine perfekte Begrüßung - Willkommen hier.

Sicher ein interessantes Thema. Pyramiden habe ich noch nicht gebaut, auch keine Boote.

Bin auch kein gelernter Holzwurm, die Bearbeitung von und mit Holz macht mir aber Spaß.

Für den rechten Winkel in meinem Garten benötige ich selber auch nur ein Stück Holz und mache das “3-4-5-Dreieck” :slight_smile:

Für den Bau meines Gartenhauses kam auch die Schnur zum Einsatz, als Lot und

auch mal für ein großes “3-4-5-Dreieck”.

Gruß

Jürgen

Moin Chris…und willkommen hier…

für einen Besuch wohne ich leider zu weit weg… bin aber auch kein Skeptiker. :):smile:

Bei meinen Bauvorhaben regiert auch das Simple…

Den armen Altvorderen die Fähigkeiten abzusprechen, mit einfachen Mitteln phantastische Dinge zu bauen, versuchen hier leider immer wieder Leuts…

Wir hatte hier schon Plasmastrahlen, Antigraviheber und den gesammelten Pseudoquark…

Schön wenn Du den Nachweis für die Fähigeiten der vergangenen Kulturen bringst!

Gruß

Irminfried

Hi, danke Euch,
Habe Euch eine Skizze angefertigt, damit auch weiterwegwohnende es testen können.
Es ist ein 100% Verfahren. Die Maße sind nur zufällig gewählt.
Die 345 Methode funktioniert nur in kleineren Maßstäben. Und wird mit Schnur ungenau. Ist aber sehr gut.
Bei der Methode die ich Euch in der Skizze vorstelle wird die mittlere Schnur über den Daumennagel freigleitend von der oberen zur unteren Schnur geführt.
Es sollte einigermaßen Windstill sein.

Grüße Chris

rechterWinkelmitSchnur.pdf (2.31 M:sunglasses:

Hi,
Sollte die Datei sich nicht öffnen lassen, sende ich sie Euch gerne per Email zu.

@ Szkutnik

Sie läßt sich mit “Rechtsklick” öffnen als PDF oder im neuen TAB. Bei letzterem kann man sie im Uhrzeiger umdrehen und die Zeichnung horizontal lesen.
Ich versuche gerade Deine Gedanken nachzuempfinden ! :wink:

Gruß
Kurti

@ ;Szkutnik

Nachtrag:

Ich habe mal einen Screenshot gemacht. Ich erkenne allerdings den Witz an der Sache nicht ??? :sunglasses:

Hi kurti,
Danke Dir fürs drehen.
Was ist unverständlich?
Erkläre es gerne

Szkutnik 

Unverständlich ist da nichts. Nur mit einem Zirkelschlag geht es einfacher, denn dafür brauche ich keine parallelen Linien wie bei Deiner Methode !

Gruß
Kurti

3 im gleichen Abstand gespannte Schnüre, die obere hat Einteilungen. Die mittlere ist die Übertragungsschnur.
F ist Zugkraft , x ist Abstand der Schnüre.
Schnur oben ist mit gleichen Abständen vormarkiert und kann mit Schnur mitte identisch auf Schnur unten übertragen werden. Es ergeben sich 100% Rechtwinklige Winkel und somit eine Kopie von Schnur oben zur Schnur unten.
Grüße Chris 

Diese Technik wird heute immer noch im Bootsbau angewendet um Spanten rechtwinklig zur Mitschiffsline auszurichten und Maße von einer Bordseite zur anderen zu Übertragen.
Gruß Chris 

Zirkelschlag funktioniert nur in kleineren Maßstäben, 
Versuche es bei 20 Meter oder mehr.
Mit Schnur wird es nicht funktionieren, da diese einen gewisse Dehnung ähnlich eines Gummibandes hat.

Technisch gesehen bei einer Schnur wäre es F1~F2~F3~F4 für einen Zirkelschlag mit einer Schnur.
Somit für 20 Meter und weniger schon ungenau.

Die Methode die ich hier beschrieben habe ist ähnlich dem Zirkelschlag, der Unterschied liegt darin, daß durch die parallelen im gleichen Abstand immer die gleichen Zugkräfte entstehen,solange sie freigleitend (Fingernägel, Umlenkrolle ) ausgeführt werden.
F1=F1 F2=F2
F1+F2=F1+F2 wenn der gleiche Abstand zur Mittellinie eingehalten wird.
Dadurch ist a5 identisch zu a5 gespiegelt und bildet einen bei Verbindung von a5 mit a5 einen 100% 90° Winkel.

Grüße Chris 

@ Szkutnik

Hallo Chris,

ich glaube Dir ja, dass man so heute noch Boote vermißt. Für die gekrümmte Bordwand ist das auch von Vorteil.
Ansonsten fällt es mir schwer zu glauben, dass sich bei diesem System die Elastizität der Schnur (Seil) weniger auswirkt als beim Zirkelschlag wie ihn sich die meisten Wissenschaftler vorstellen. Es gibt aber noch ein anderes Problem.

@ Szkutnik schrieb:
…wenn der gleiche Abstand zur Mittellinie eingehalten wird.
Genau ! Ich glaube nicht, dass die Ägypter in der Lage waren auf eine solche Strecke zwei Seile gestrafft parallel zu installieren.
Die erste Schnur mußte gespannt werden und dann der Abstand für die parallel verlaufende abgemessen werden.
Halte ich den Maßstab nur etwas schräg dann ist die Genauigkeit vorbei. Eine Schnur läuft dann schräg zur anderen und die Schnittpunkte liegen nicht mehr genau gegenüber, um einen 90° Winkel zu bilden. Dazu bräuchte ich einen Winkel, um den Abstand der beiden Seile korrekt zu gewährleisten.
Sicher kann ich einen Holzwinkel von 2x2m über einen Kreis herstellen. Den Kreis kann ich genau mit Brett und Nägel in eine ebene Fläche ritzen. Mit diesem Brett könnte ich aber auch genau so akkurat einen Zirkelschlag von 2m machen, denn mehr geben Deine Seile ja als Richtlinie für eine Fluchtausrichtung der Basislänge mittels Peilstäben nicht her.
Machst Du den Abstand größer, dann wird das Problem mit der Parallelität noch eklatanter.

Wenn ich einen langen Balken nehme ( 5,6 oder 7 m lang) und haue vorne und hinten einen gespitzten Metallstift herein, dann kann ich auf den Platten des nivellierten Geländes damit den Zirkelschlag machen und habe eine bis zu 14 m lange Peilstrecke für den weitern Verlauf der ca.230m Basislänge.
Übrigens kann der Balken ruhig krumm sein, denn die Nägel sind maßgebend und sitzen immer im gleichen Abstand an der gleichen Stelle.
Ob mit Seil oder Balken, ich denke die vorhandenen Ritzungen im Plattenbelag des Plateaus lassen den Schluß einer Zirkelritzung zu.

Lies Dir mal diese und die folgenden Seiten zur Nivellierung und Markierung der Cheopspyramidedurch.
Auffällig ist dabei folgende Beobachtung an einer Mittellinie (Nord-Südachse) :

ZITAT:

http://www.benben.de/Architektur/Cheops/Cheops22.html

_ Unter dem östlichsten Verkleidungsblock befand sich eine Ritzung - sie ist heute nicht mehr zu sehen [6] - die über die Nordkante hinaus reichte. Nachmessungen hatten ergeben, daß es sich dabei um die in das Pflaster geritzte Nord-Süd-Achse der Pyramide handelte [7]! Die Ritzung befand sich 115,090 m von der Nordwestecke und 115,161 m von der Nordostecke entfernt [8]. _ ENDE

So ganz stimmt die Ortsangabe nicht ! Der _ “östliche” _ Verkleidungsblock kann so nicht stimmen ! ??? :sunglasses:

Diese herausragende Ritzung eignet sich hervorragend für die “Zirkelritzung”. Ob auch andere Seiten oder Ecken diese vorragenden Ritzungen hatten, ist mangels Pflastersteinen nicht mehr feststellbar.
Demnach wäre es denkbar, dass man ausgehend von der Mittellinie der Nordseite nach rechts und links den Zirkelschlag machte und so die erste Basisseite von der Mitte der Nordseite ( Ausnordung) aus konstruierte. Jetzt brauchte man nach rechts und links nur die halbe Basislänge abstecken und konnte dann von den Ecken aus die Ost-u.Westseite mittels Zirkelschluß weiterführen.
Für das Ausrichten mittels Peilpfählen sprechen z.Bsp. die Lochreihen im Felsuntergrund zur groben Ausrichtung, um die zu nivellierende Fläche um den Mittelfels abzustecken.

Fazit:
Wie auch in der Fachliteratur zu lesen, weiß keiner nichts genaues, aber das zu 100 % ! :grin:

Gruß
Kurti

Ok,
Wir reden bei einer Pyramide von 100m und mehr. Es funktioniert eine Zirkelschnur bei diesen Dimensionen nicht mehr. Ein Zirkelbrett wird bei diesen Dimensionen auch nur zur Entfernungsmessung gedient haben.
Nun erweitere ich wie man parallele Linien im großen Stil erstellen kann.
Mit dem Zirkelbrett. 
Einfach bei den Endpunkten der Schnur  einen Kreisschlag mit dem Zirkelbrett machen.  Die Position der nächsten Schur berührt nur diesen Kreis . 100% Paralell. 
Grüße Chris 

@ Szkutnik

@ Szkutnik
Wir reden bei einer Pyramide von 100m und mehr. Es funktioniert eine Zirkelschnur bei diesen Dimensionen nicht mehr.

Das Prinzip ist ja nicht als Zirkelschlag über die ganze Länge der Basis gedacht, sondern nur einige Meter nach vorne und nach hinten. Der Mittelpunkt ist die Ecke der Pyramide. In alle drei Punkte wird ein Peilstab mit Lot gestellt. Das ist dann die richtungsweisende Strecke, die dann durch weitere Peilungen verlängert wird. Wie willst Du sonst eine lange Gerade herstellen ?

Deine Zeichnung würde ja nur 2 m Peilstrecke hergeben ! Eine Vergrößerung erfordert einen Winkel für die Parallelmessung.

Dein neues Prinzip habe ich allerdings nicht kapiert. Wäre eine einfache Handskizze möglich ? Vielleicht hast Du ja wirklich eine geniale Lösung gefunden !!! :angel:

Gruß

Kurti

@kurti

Die Maße von 20m und 1m sind nur zufällig gewählt um das Verfahren zu erklären. Verändert ist es nicht, nur erweitert, wie man parallelen bilden kann.
Aber ich werde Euch eine weitere Skizze anfertigen.

Grüße Chris 

Hi an Alle
Hier ist meine neue Skizze.GrundrisskonstruktionQuadrat.pdf (2.82 M:sunglasses:

Das gleiche  als .jpg