Für mich sind das so lange keine »Blut-Zeichnungen«, wie nicht durch eine wissenschaftliche Analyse zweifelsfrei nachgewiesen wird, dass Blut bei der Entstehung dieser Linien tatsächlich eine Rolle spielte. Und für Zeichnungen halte ich das, was da zu sehen ist, auch nicht. Ich finde, da wird sehr phantasievoll ruminterpretiert, was mich stark an den Rorschach-Test erinnert. Es ist übrigens erstaunlich, wie sich diese Blut-Spuren so lange in so großer Zahl über einen Zeitraum von einigen Tausend Jahren erhalten haben sollen. Von den Lascaux-Bildern & Co. ist ja auch nur etwas erhalten, weil dafür so gute Bedingungen in den Höhlen herrschten (gleichbleibende Temperatur & Klimabedingungen etc.). Dass sich organische Substanzen wie Blut über einen so langen Zeitraum in der Erde so zahlreich erhalten haben sollen, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
[quote=“LAH”] Vier Fragen bleiben noch offen: wer hat was, wann und warum gezeichnet. Die vielen Funde deuten auf eine verbreitete Kultur hin.
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Eigentlich sind es fünf Fragen. Die fünfte Frage (genau genommen müsste es die erste sein) lautet: Handelt es sich tatsächlich um Artefakte, also um von Menschen angefertigte Zeichnungen, oder nicht? Nur wenn man diese Frage eindeutig und nachweisbar mit ja beantworten kann, macht es Sinn, die anderen Fragen zu stellen. Ansonsten bleibt alles nur ein nettes Gedankenspiel: Wenn es Zeichnungen wären, wer hätte dann was, wann und warum gezeichnet?
Jemand muss sie aber wissenschaftlich überprüft haben. Wer hätte aber die Zeit und die Möglichkeit dafür? Welche Uni würde sich bereit erklären? Eine einzige würde schon reichen. Das ist auch kein riesiger Aufwand festzustellen, ob es sich um Blut handelt. Man hätte dann wenigstens die Gewissheit oder endlich Ruhe. MfG
Naja ein einfaches Institut für Geologie könnte eventuell Auskunft geben darüber was für Steine das sind und ob diese Spuren eventuell Normal sind bei den Fundumständen. Blutspuren müsste selbst ein Laie unter einem Mikroskop von Rost oder Dreck unterscheiden können. Zumal wielange bleibt Blut rot, besonders, wenn es der Sonne ausgesetzt ist? Blutflecken in Kleidung legt man ja nicht umsonnst an die Sonne und die werden dann Gelb und verschwinden dann fast ganz. Im Endeffekt ist es so bei Kieselsteinen, dass sie durch das ständige aneinanderreiben und der Lage in einem Gewässer extremen Bedingungen unterliegen daher sind sie ja so rundgelutscht, dass heißt aber im Umkehrschluss, wenn diese Steine in einem Kiesbett gefunden wurden, dann können dass nur Kratzspuren der anderen Steine sein, denn alles andere hätte sich innerhalb von einigen Jahren abgerieben.
… was nur dann der Fall wäre, wenn sie alle relativ schnell relativ tief unter die Erde gekommen wären (wo die Bodenbildungsprozesse das »Blut« nicht zersetzen würden). Ziemlich unwahrscheinlich, oder?
Eu Eu die Eutschen… Mir fällt auf das hier manche Menschen wegen ihres “schlechten” Eutsch dumm angemacht werden. Das gefällt mir aber gar nicht. Schon vergessen das man als Eutscher im Grunde froh sein kann, dass Eutsch überhaupt als “lebende” Sprache noch existiert und nicht genau wie Latein eine tote Sprache ist(2.Weltkrieg) Antwortet erstmal auf Miguels Spanisch Text… das könnt ihr nicht ??? OHHHHH… Ihr könnt ja gar nix. Villeicht auf Serbisch,?? Kroatisch?Somali? könnt ihr sonst was ausser Eutsch sein. Was soll man bloss mit euch tun. RE Ps. Diese Steine sind -eindeutig- von Menschen gemachte Ritzzeichnungen, wer was anderes sagt ist Doof… Es wird sich sicher noch Rausstellen was diese Steine zu Bedeuten haben.
Es gibt verschiedene Konservierungsmöglichkeiten… Wir wissen aber nichts Näheres. Es wäre für alle gut, wenn jemand dem verzweifelten Mann unter die Arme greifen würde. Vielleicht kann man nen Unibesuch ausmachen. Miguelaiza müßte nur verraten, welche Uni er beauftragen möchte. Jetzt liegt es an ihm. MfG
Se la piedras de tu cabeza Was ich nicht ganz verstehe ist, warum Miguelaiza sich mit der deutschen Sprache quält schließlich gibt es in Spanien so hervorragende Archäologen. Hab mal selber überlegt nach Spanien auszuwandern, da verdienen die Archäologen wenigstens noch was.
Es ist mir neu, dass es eine dumme Anmache ist, wenn man sagt, dass man Schwierigkeiten hat zu verstehen, was jemand anderes mit seinem Text zum Ausdruck bringen will.
[quote=“ReInka13”] Antwortet erstmal auf Miguels Spanisch Text… das könnt ihr nicht ??? OHHHHH…
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Das habe ich ja gemacht. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. >:) Ach ja, es war ja falsch auf Deutsch zu antworten. Ich hätte wohl besser auf Somali geantwortet. Dann hätte ReInka es auch verstanden, gell?
[quote=“ReInka13”] Ps. Diese Steine sind -eindeutig- von Menschen gemachte Ritzzeichnungen, wer was anderes sagt ist Doof…
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Na klar. Ich liebe solche qualifizierten Kommentare. Interessant, dass es jetzt Ritzzeichnungen sein sollen. Bisher war immer von Blutzeichnungen die Rede.
Hallo zusammen, könnte es sich nicht doch um natürliche Muster handeln ? Auf nachfolgenden Bildern sind [i]>Werkzeugerundgeschliffenmiguelaiza`s Buchseiten<. auf den ersten blick k man denken dass die rotf>nachträglich</.>
Hm sieht wirklich so aus wie die von Miguelazela. Aber mal was anderes. Hab ich seinerzeit in der Uni nicht aufgepasst oder hat der Webseitenbetreiber nen Haschmich das als Neandertalerwerkzeuge usw zu bezeichnen? Ich meine war der Neandertaler wirklich soviel schlechter als der Homo habilis? Der konnte ja schon sowas:
Hallo astrofratz, bei den Dingern handelt es sich ja durchwegs um Stichel, Bohrer, Schaber usw. Auf Schönheit kam es den >Bastlern< wohl nicht an, Hauptsache es erfüllte den Zweck. Bei den Rekonstruktionen ist aber auch eine schöngeformte Speerspitze dabei. In der Regel sahen die Dinger aber so aus. Die schönen Blattspitzen gab es aber erst so ab dem Jungpaläolithikum. Ein Beispiel für die Handwerkskunst der Neandertaler. (ca. 40 000 Jahre) Die normalen Alltagswerkzeuge waren aber in der Regel auch nicht viel kunstvoller als die der >GeröllheimersDüsseldorfer- Neandertaler< durchaus dem [i]>Kölner-Homosapiens
Ich wollte damit ja auch nur anmerken, dass die meisten da gezeigten Steine wieder Quetscholithen sind, also Zufallsprodukte. Feuerstein platzt nunmal auch durch zufall in diese Richtungen ab. Erst wenn man Bearbeitungsspuren erkennen kann, dann kann man auch davon sprechen, dass das gebrautcht wurde. Meist hebt man bei Ausgrabungen ja auch Teile auf, die so aussehen, aber nur weil die mit “guten” Artefakten vergesellschaftet waren. Es ist ja zu überlegen, wenn ich mir schon die Mühe mache einen Stein zu bearbeiten, dann auch so, dass es Sinn macht, sonnst könnte ich den Stein ja so lassen wie er eh am Anfang war. Übrigens nicht gut zugearbeitete Silexwerkzeuge stellen ein unkonrtolierbares Risiko da, sie zu scharf zum benutzen sind oder ungeplant platzen können. Ich glaub auf sowas haben die Neandertaler schon geachtet, wenn sie ihr Werkzeug ausgesucht haben.
Also hier gilt wieder mal nur zu sagen wer lesen kann ist klar im Vorteil. Weder Feuerstein (Abbildung zeigt Quarzit) noch homo habilis (für Deutschland) einfach nur lesen anstatt Bilder gucken… Zu den Rotfärbungen: Entsteht diese erst nach der Entstehung (durch Rost vom Pflug oder durch Abtropfen eisenoxydhaltigen Wassers an den Kanten) bilden sich diese Spuren an artifziellen als auch an natürlichen Bruchflächen. Zur Typologie der Artefakte siehe generell die Links der Seite www.preart.de . Da Thema das Thema Geröllgeräte mit Erforschung zu tun hat sind Fehler unvermeidlich aber eben bearbeitungsfähig und -würdig.
Naja das Problem bleibt aber bestehen. Laien rennen über die Äcker und sammeln Geröll auf und glauben dahinter Artefakte. Durch solche Seiten wird das Ganze auch noch bestärkt. Ich bin mir bewusst, dass es bei den Geröllen (wir nannten die in der Uni und in meiner Kindheit Quetscholithen) eine sehr hohe Fehleranfälligkeit gibt, weswegen man bei einer Feldbegehung doch nur die Teile werten kann, die eindeutig sind. Steine die vielleicht so aussehen »als ob« kann man da doch gar nicht verwerten, diese können nur in einem geschlossenen Fund ausgewertet werden. Sonnst kann man wirklich jeden Stein der irgendwie komisch geformt ist aufheben.
Eben!!! Es gibt bezüglich der Quetscholithen ja auch Merkmale die auf menschliche Einwirkung zurückzuführen sein könnten und teilweise auch sind. Durch Vorlage tatsächlicher Quetschos bei Fachleuten ist das Thema arg belastet und verhunzt. Wenn jedoch die altacheuléenzeitlichen Leitartefakte (Chopper, Chopping-tools, Diskoide, Polyeder, Protobiface usw…) auf engstem Raum vorliegen wird die Sache spannend. Wenn wir Oldowan-Typologieen auf Deutschland proizieren würde dies abgelehnt werden, in Frankreich oder Spanien wird es anderst behandelt und bleibt zwar strittig aber beachtenswert. Ein Einzelfund kann nur (wenn nicht wirklich flächig bearbeitet) kritisch betrachtet werden. Tausende auf 100 x 100 m stellen andere Fragen zumahl diese über die Auffindungsgrenze hinweg ausblieben, Naturgerölle aber weiterhin auffindbar bleiben. Archäologisch wurden auch diese Lesefunde bereits aufgenommen (Münzenberg in Oberhessen usw…) und typologisiert (Siehe Links auf www.preart.de mit Typentabellen etc.). Beste Grüße