Hallo,
ich stelle euch hier einmal einen Flohmarktfund vor. Mich interessiert das Stück, da ich öfter solche Steinklingen oder Fragmente davon bei meinen Acker-Begehungen auf bandkeramischen Fundflächen finde. Diese sind dann aber um die 7000 Jahre alt. Dieses Stück dürfte aus dem 20.Jahrhundert sein. Die Menschen in Papua-Neuguinea lebten wohl noch bis in diese Zeit in der Steinzeit, weshalb sie noch wussten, wie diese Geräte hergestellt werden. Diese Schäftung hier ist aber schon mit einem Stahlblech am Beginn der Wicklung versehen. Ich habe auch schon einmal einen Film gesehen, in dem gezeigt wurde, wie damit gearbeitet wurde. Ich weiß nur nicht mehr wo das war. Die Steinklinge ist ordentlich mit der Hand geschliffen, wie ich an den Schleifspuren erkennen kann. Das Gestein weist den gleichen schwachen Gesteinsmagnetismus auf, den ich an den meisten hier gefundenen Artefakten aus Aktinolith-Hornblendeschiefer feststellen konnte. Hier sind im Unterschied dazu aber kleine würfelige goldglänzende Kristalleinschlüsse vorhanden, das ist wohl Pyrit. Bemerkenswert finde ich die aufwendig angelegte Wicklung der Schäftung aus Bambusstreifen und geflochtener Schnur. Trotzdem hält die Klinge nicht wirklich gut, war zudem mit wohl einem natürlichen Kleber eingeklebt. Das war aber kein Pech.
Viele Grüße



