Ein rätselhafte Beil

Hallo alle zusammen!

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand etwas über mein Beil (Axt?) sagen könnte, wenn auch in etwa. Alter, Herkunftsland, Zivil oder Militär? Und vor allem würde mich die Verzierung interessieren.
In der Hoffnung, dass ich sie richtig erkenne, habe ich sie nachgezeichnet (2. Bild)

Das Beil ist ca. 15 cm lang und wiegt etwa 800-900 gr.
Fundort: etwa zwischen Berlin und Brandenburg.

Ich bedanke mich bei Ihnen im Voraus!

Liebe Grüße
Tihon




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Hallo @Tihon,

du solltest umgehend hier nachfragen — schon um dich nicht strafbar zu machen:

poststelle@bldam-brandenburg.de

Gruß, Geognost

Hallo @Geognost ,

vielen Dank für deine Nachricht!
Meinst du, dass dieses Beil Wert haben könnte?
Sind die auf einer Deponie gefundenen Objekte meldepflichtig?

Vielen Dank im Voraus!

Gruß, Tihon

Hallo @Tihon,

der Materialwert liegt bei etwa 20 Cent. Der eigentliche Wert besteht darin, mehr über die Vergangenheit zu erfahren.

Ja.

Das Land Brandenburg sieht vor, dass jeder Sucher mit einem Metalldetektor eine Erlaubnis nach BbgDSchG § 10 braucht und seine Funde melden muss. Dies geschieht dann in Zusammenarbeit mit dem “BLDAM” (Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum).

Sondeln in Brandenburg – Anleitung & Genehmigung.

Hallo @Geognost,
danke schön!
Was das Beil kostet - interessiert mich nicht :slight_smile: Ich wollte nur verstehen, was das eigentlich ist. Mit meiner Frage wollte ich genau das klären: Ob es geschichtlich wertvoll wäre.
Ich bin kein Sucher und besitze keinen Metalldetektor. Das Beil lag an der Oberfläche, ich habe ihn beim vorbeigehen gesehen.
Ich werde das BLDAM kontaktieren.

Hallo Tihon,

wäre schön wenn du dann die Antwort vom Amt hier Posten könntest. Für uns ist es immer schön zu erfahren was das denn nun wirklich war.
Übrigens ein sehr schönes Stück, das du da gefunden hast. Bin gespannt was dabei rauskommt.

Gruß Shard

Hallo Shard,

das mache ich gerne.
Ich hoffe so sehr, dass das BLDAM mir eine Auskunft geben kann!

Gruß
Tihon

Hallo Tihon,

Du hast das Beil schön gesäubert und aufbereitet.
Wie hast Du das gemacht?

Gruß,
Hugin

Hallo Hugin,

das Beil war kaum rostig gewesen. Ich vermute, ihn hat jemand neulich entsorgt. Ich habe den Rost mit einem Stein gleich vor Ort ein wenig abgeklopft. Zuhause habe ich das Beil ins Wasser über Nacht gelegt, um ihn zu säubern. Dann kam die Drahtbürste, jedoch auch nicht intensiv. Schließlich habe ich das Beil mit dem Feinmechanikeröl und einem Tuch poliert. Sein Zustand war ziemlich gut, ich habe kaum mehr als 20 Minuten investiert.

Gruß, Tihon

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Hallo Tihon,

Im 19. Jahrhundert scheinen die Schmiede ihre Erzeugnisse gerne mit Verzierungen versehen zu haben. Ob das eine noch ältere Tradition war, weiß ich leider nicht.

LG Barbara

Hallo Barbara,

vielen Dank!

Ich habe diese Bilder auch gesehen.
Ich habe gelesen, dass diese Tradition wahrscheinlich älter ist.

Liebe Grüße
Tinoh

Hallo Tihon,

ich habe auch den Eindruck , dass es sich bei den Vertiefungen um Reste von Tauschierungen handeln könnte., also von Einlegearbeiten in andersfarbigem Metall. Die Technik wird seit der Bronzezeit benutzt, ich habe Schwerter, Messer, Lanzenspitzen oder Beile mit solchen Verzierungen gesehen, habe aber auf die Schnelle kaum Belege dafür gefunden.

Daniel Berger, Schwarz auf gelb – Untersuchungen zur künstlichen Korrosion prähistorischer Metallgegenstände am Beispiel eines spätbronzezeitlichen Lappenbeils in der Sammlung des Berliner Museums für Vor und Frühgeschichte (Aufsatz im Netz zu finden)

Vielleicht kannst Du mit einem Mikroskop Reste der Einlagen in den Vertiefungen finden.
viel Spaß

Uwe

Hallo Uwe,

ich bedanke mich bei Dir! Sehr interessant!
Jedoch wurde mir schon zwei Mal gesagt, dass mein Beil eher neuzeitlich sei. Ich war auch irritiert, dass das Beil kaum rostig war.
Leider besitze ich keinen Mikroskop und mit bloßem Auge erkenne ich keine Reste der Einlagen. Ich vermute, es gibt auch keine…

Nochmals vielen Dank für die tollen Links!

Liebe Grüße
Tihon

Hallo habe einen ähnlichen gefunden, jedoch war meiner komplett verrostet und ich musste lange daran arbeiten um ihn so hinzubekommen wie er ist.

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Was waren denn die Fundumstände? Auf dem Acker gefunden? Im Nachlass gefunden?

Gruß Shard

In Bayern im Wald unweit von einem alten hohlweg . Lg