Ist das slawisch?

Ist das eine slawische Scherbe? Lesefund, Dresden-Pillnitz, Wallburg auf dem Kanapee. Bronzezeitlicher Siedlungsplatz und slawische Nutzung.
Noch nicht gemeldet. Ich schicke meine Funde aber ans Landesamt für Archäologie.

Hallo Jens,

Keramik ist ein schwieriges Gebiet. Du solltest mindestens noch ein Bild der Rückseite und der Bruchkante zeigen.

Dazu noch ein paar Fragen:
Kannst du die Scherben mit dem Fingernagel ritzen?
Kannst du in der Keramik kleine Steinchen o.ä. erkennen? Wenn ja, wie groß sind sie und wie häufig?
Kannst du glitzernde Partikel erkennen? Wenn ja, wie häufig?

Und dann kannst hoffen, dass @Schottesatze @Munigis oder @Burgenjunkie etwas dazu sagen können.

Gruß Shard

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Hallo JensB,

zwar haben die Slawen gern mit einem Kamm verziert, diese rötliche Farbe vom oxidierenden Brand passt aber eher in die Bronzezeit. Da gab es solche Verzierung auch schon.

Viele Grüße

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Hallo JensB,

ausgehend von dieser einen Aufnahme würde ich hier aufgrund der Verzierung, der Oberfläche und den erkennbaren Magerungspartikeln
an frühslawische Keramik denken. Wie @shard bereits angemerkt hat,
mehrere Ansichten wären hilfreich.

Viele Grüße
Oli

PS: sehr gut das du deine Funde meldest. Weiterhin viel Erfolg

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Hallo jensb
Es ist wohl handgemachte, gob gemagerte und weich gebrannte Keramik, also im bäuerlichen Hauswerk entstanden.
Zeitlich ist das nur grob vor um 1200 einzugrenzen.
Wenn man die Verzierung als Wellenband ergänzt, gelangt man zu einer spätslawischen Datierung. Bei einem zick-zack Band läge man eher in der Bronzezeit, es könnte auch von einem eisenzeitlichem Kammstrichdekor stammen.
Ðie mangelnde Glättung der Gefässwandung fände ich bei bronzezeitlicher Keramik auffallend, die Farbe beii eisenzeitlicher Ware.

Du solltest das Stück mit besser datierten Scherben vergleichen, es gibt immer auch regionale Trends.
Viel Spaß und viel Erfolg

Uwe

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