Kleiner Würfel aus Bein

Hallo Zusammen,

Habe gerade diesen kleinen Würfel (ca. 7mm Kantenlänge) auf dem Flohmarkt gefunden. Könnte er antik sein? Die Zahlen sind irgendwie falsch angeordnet und die Kanten nur teilweise entgratet.

Würde mich über Infos sehr freuen.

Viele Grüße

Andreas

Hallo @Tschip ,

vom Augenschein her ist es ein römischer (Knochen-)Würfel.

20_Dadi-da-gioco-in-osso.jpg (600×399)

Ob er wirklich echt ist, ist schwer zu sagen, da moderne Nachbildungen dieser Würfel für wenige Euro erhältlich sind.

Gruß, Timo

Moin,

schöner Fund, der leider keinen Fundort hat.

Nicht falsch, nur anders.

Ist bei mir schon lange her, da hatte ich mich aufgrund eines eigenen Fundes (blauer Glaswürfel), informiert und meine, dass die Anordnung / Orientierung der “Augen” nicht immer einheitlich war, aber auch keine zeitliche Einstufung erlaubt.

Ohne Gewähr.

Gruß

Jürgen

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Danke für die Rückmeldungen und Erläuterungen! Ja, es ist schade, dass nichts näheres über die Herkunft bekannt ist. Der Verkäufer sagte, er hätte ihn irgendwann bei einem Antikhändler in Bayern gekauft. Kann man irgendwie feststellen, ob er antik ist? Ein recht vernünftiges Auflichtmikroskop habe ich da. Darunter sieht es schon so aus, als könnten es authentische Alterungsspuren sein. Die Bearbeitungslinien verlaufen ziemlich parallel. Zumindest teilweise. Bei Holz ist das, wenn es Sägespuren sind, ein Zeichen für modernen Schnitt. Aber bei so kleinen Beinobjekten?

Ich hänge mal zwei Aufnahmen an. Was mir noch auffällt: in den Löchern ist keine Fundmatrix (Erde, Lehm o.ä.) zu erkennen

Viele Grüße

Andreas

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Hallo Tschip,

könntest du bitte den Würfel mal wiegen?

Grüße

Wulfrich

Hallo Wulfrich,

er wiegt 1,84g

VG

Andreas

Hallo Tschip,

ich halte den Würfel für echt. Die Verfärbungen in den Ringen könnten auf die Bohrungen zurückzuführen sein, die entstehen, wenn man mit einem Bohrer einen Knochen anbohrt. Maße und Gewicht stimmen auch. Auch andere Verfärbungen sind mit Fundstücken vergleichbar. Die Ungleichmäßigkeit ebenfalls. Auch zeitgemäße Beschädigungen sind vorhanden. Also für mich passt alles, was ich zuvor auch in Museen gesehen habe. Am wirkungsvoll wäre eine mikroskopische Untersuchung und eine C14 -Datierung.

Grüße

Wulfrich

Siehe auch: Zechen und Zocken in Pompejis Tavernen: »Kämpft draußen!« - DER SPIEGEL

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Na das wäre natürlich toll.

Ich habe mal genau nachgemessen: Die Kantenlänge variiert zwischen 4,5 und 5,5mm. Doch nicht 7mm, wie ich ursprünglich geschätzt habe.

Eine C14 Analyse dürfte, befürchte ich, in keinem Verhältnis zum historischen und monetären Wert des Stückes stehen. Aber vielleicht gibt es ja noch irgendeine mikroskopische Möglichkeit?

Viele Grüße

Andreas

Hallo Tschip,

C14 wäre in der Tat die beste Möglichkeit, um das Alter festzustellen. In der Tat steht das natürlich in keinem Verhältnis zum Wert des Würfels. Das war auch eher eine hypothetische Überlegung.

Eine der gängigsten Methoden ist die morphologische Analyse, also der Vergleich von Knochenformen mit bekannten Arten. Ergänzend kann man DNA-Analyse einsetzen, wenn noch genetisches Material vorhanden ist. Auch Isotopenanalysen sind möglich, zum Beispiel, um die geografische Herkunft eines Tiers zu bestimmen. Damit kriegt man dann ein ziemlich gutes Bild, zu welchem Lebewesen der Knochen gehört. Aber auch das Verfahren ist eher hypothetisch.

Grüße

Wulfrich