Habe gerade diesen kleinen Würfel (ca. 7mm Kantenlänge) auf dem Flohmarkt gefunden. Könnte er antik sein? Die Zahlen sind irgendwie falsch angeordnet und die Kanten nur teilweise entgratet.
Ist bei mir schon lange her, da hatte ich mich aufgrund eines eigenen Fundes (blauer Glaswürfel), informiert und meine, dass die Anordnung / Orientierung der “Augen” nicht immer einheitlich war, aber auch keine zeitliche Einstufung erlaubt.
Danke für die Rückmeldungen und Erläuterungen! Ja, es ist schade, dass nichts näheres über die Herkunft bekannt ist. Der Verkäufer sagte, er hätte ihn irgendwann bei einem Antikhändler in Bayern gekauft. Kann man irgendwie feststellen, ob er antik ist? Ein recht vernünftiges Auflichtmikroskop habe ich da. Darunter sieht es schon so aus, als könnten es authentische Alterungsspuren sein. Die Bearbeitungslinien verlaufen ziemlich parallel. Zumindest teilweise. Bei Holz ist das, wenn es Sägespuren sind, ein Zeichen für modernen Schnitt. Aber bei so kleinen Beinobjekten?
Ich hänge mal zwei Aufnahmen an. Was mir noch auffällt: in den Löchern ist keine Fundmatrix (Erde, Lehm o.ä.) zu erkennen
ich halte den Würfel für echt. Die Verfärbungen in den Ringen könnten auf die Bohrungen zurückzuführen sein, die entstehen, wenn man mit einem Bohrer einen Knochen anbohrt. Maße und Gewicht stimmen auch. Auch andere Verfärbungen sind mit Fundstücken vergleichbar. Die Ungleichmäßigkeit ebenfalls. Auch zeitgemäße Beschädigungen sind vorhanden. Also für mich passt alles, was ich zuvor auch in Museen gesehen habe. Am wirkungsvoll wäre eine mikroskopische Untersuchung und eine C14 -Datierung.
Ich habe mal genau nachgemessen: Die Kantenlänge variiert zwischen 4,5 und 5,5mm. Doch nicht 7mm, wie ich ursprünglich geschätzt habe.
Eine C14 Analyse dürfte, befürchte ich, in keinem Verhältnis zum historischen und monetären Wert des Stückes stehen. Aber vielleicht gibt es ja noch irgendeine mikroskopische Möglichkeit?
C14 wäre in der Tat die beste Möglichkeit, um das Alter festzustellen. In der Tat steht das natürlich in keinem Verhältnis zum Wert des Würfels. Das war auch eher eine hypothetische Überlegung.
Eine der gängigsten Methoden ist die morphologische Analyse, also der Vergleich von Knochenformen mit bekannten Arten. Ergänzend kann man DNA-Analyse einsetzen, wenn noch genetisches Material vorhanden ist. Auch Isotopenanalysen sind möglich, zum Beispiel, um die geografische Herkunft eines Tiers zu bestimmen. Damit kriegt man dann ein ziemlich gutes Bild, zu welchem Lebewesen der Knochen gehört. Aber auch das Verfahren ist eher hypothetisch.