Mit 26 noch Archäologie studieren?

Hallo und schönen guten Tag! Ich bin 23 und absolviere eine Ausbildung zum Fachinformatiker. Danach werde ich mein Abitur in der Abendschule oder per Fernunterricht nachholen. Dann werde ich ca 26 jahre alt sein. Meine Fragen an Euch studierende oder arbeitende im Bereich Archäologie: - haltet Ihr es für kompletten Schwachsinn, in dem Alter mit dem Studium zu beginnen? - wenn ihr zu der obigen Frage nein sagt, wie kann ich mich am besten auf daß Studium vorbereiten? Danke im Vorraus!!! Mit freundlichen Grüßen, Jug

Hallo,

Kompletter Schwachsinn ist es nicht. :wink: Zumal Du ja dann eine Zusatzqualifikation als Informatiker hast. Das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt bei der Jobsuche. Die allerdings ist insgesamt schwierig, in der heutigen Zeit ganz besonders. Wie ich schon in meiner Antwort auf die Anfrage von Anne geschrieben habe, ist das Alter auch nicht das allein ausschlaggebende Kriterium bei Einstellungen. Klar: je jünger desto bessser, aber Erfahrung, Renomme (sich einen Namen machen), Kontakte und Zusatzqualifikationen sind ebenso wichtig. Wie man sich am besten vorbereitet: Sich informieren, auf dem Laufenden bleiben - also: lesen, Ausstellungen besuchen und vielleicht noch die eine oder andere Sprache lernen (welche, hängt von der genauen Fachrichtung ab, die man studieren will). Das sind jedenfalls die Punkte, die mir auf Anhieb einfallen. Wenn jemand mehr weiß: melden! :slight_smile: Mit freundlichen Grüßen,   Andreas Brunn

Ich hab auch erst mit 27 angefangen und es bisher nicht bereut. Viele an unserem Institut haben erst etwas anderes gemacht und wollen jetzt ihren Traum von der Archäologie verwirklichen. Hau rein

Ok, danke für die Antworten! Vielleicht kann ich mich ja dann auf den Bereich “Archäologische Software” spezialisieren. Da gibt es ja einen breiten Markt… Gruß jug

Hallo jug, wenn du dann noch Archäologie studieren möchtest ist das sehr schön und zu alt bist du dann auch nicht. Einige fangen damit sogat noch mit 41 Jahren an. Und außerdem glaube ich hast du gute Chancen. Du kannst dann nämlich in die technische Richtung gehen. Ich habe nämlich in einem Film gesehen, dass die Archäologie technisch vorangetrieben wird. Dabei wurde zum Beispiel einee gesamte antike Stadt wie bei einem Computerspiel, nur viel viel besser und realistischer, dargestellt. Weiterhin entdeckte man in der Cheopspyramide eine Kammer. Und was dahinter war konnte man mit einem kleinen Roboter herausfinden. Vielleicht hast du davon schon gehört. Auf jeden Fall gibt es noch sehr viele andere Beispiele. Also ich kann dazu nur noch sagen: wenn DU es willst mach es einfach. Mehr als schief gehen kann es ja nicht. Ich würde mich auf eine Antwort freuen. Amaunet

Das ist ohne weiteres möglich. In Österreich gibt es in den Altertumswissenschaften relativ viele Studenten, die schon älter sind. Zudem werden die Studienanfänger, die deutlich älter als 20 sind, sowieso immer weniger. Bei den Altertumswissenschaftlern studieren viele, die sich nach mehreren Jahren Berufstätigkeit ihren eigentlichen Ausbildungswunsch erfüllen wollen.

Guten Morgen, vielen Dank für diese durchweg optimistischen Antworten. Ganz unabhängig davon, was andere sagen, sollte man zwar immer seinen Weg gehen. Aber besser ist es schon, wenn es Menschen gibt die einem Mut machen. Noch eine Frage, glaubt ihr, daß man neben dem Studium noch die Zeit und Kraft findet, ein kleines Fernstudium an einer der vielen Akademien zu machen, zum Beispiel was Technischens um höhere Berufschancen zu haben? Gruß, jug

Das Thema interessiert mich auch sehr, da ich nach meinem Ingenieur für Umwelttechnik und Arbeit in dieser Branche auch nochmal mit 28 in die Archäologie einsteigen möchte. Vorraussetzungen hab ich insofern, dass mein Diplomthema die Geophysik in der Umwelttechnik und Archäologie war. Mich interessiert natürlich nun besonders die Umwelt- bzw. Ökoarchäologie. Ich habe von diesem Spezialgebiet schon einmal gehört und wollte mal fragen, wie sich diese wohl relativ neue Richtung mittlerweile entwickelt hat. Könnte man ein Archäologiestudium evtl. sozusagen als “Aufbau”-Studium zur Umwelttechnik durchkriegen? Ich hatte diesbezüglich schon einmal mit der Uni Leipzig Kontakt und dort wurde mir das recht positiv beantwortet. Hat hier im Forum vielleicht einer persönliche Erfahrungen mit so etwas? Thx

Hi alle, ich habe mit 36 angefangen Archäologie zu studieren und bin jetzt im 3. Semester. Nach 15 Jahren in einem geliebten Beruf wollte ich mir meinen zweiten Traum erfüllen. Ob ich in der praktischen Archäologie arbeiten werde, steht auf einem anderen Blatt. Ob ich so gut werde, daß Arbeitgeber über mein Alter hinwegsehen wird sich zeigen, dennoch laße ich mir das Studium nicht vermiesen durch solche Nebensächlichkeiten.:stuck_out_tongue_winking_eye: Der Sinn einer Reise ist nicht die Rückkehr. Salaam Saladin

:slight_smile: Ich danke euch allen! Bin jetzt sehr optimistisch… Gruß, Jug