Römischer (Zier)-nagel

Hallo zusammen,
der zweite Anlauf, beim ersten Mal hat es nicht so geklappt.
Also, ich bin neu hier und muss sagen dieses Forum finde ich sehr interessant und hilfreich. Ich bräuchte auch Hilfe bei einer Bestimmung, ich bin Hobbysondler und habe beim sondeln auf einem Acker ein Nagel gefunden, vermutlich ein Ziernagel und wahrscheinlich aus Bronze, da nicht magnetisch.
Gewicht ca. 6 Gramm, Länge ca. 30 mm.
Fundort auf einem Acker am westlichen Bergausläufer des Teutoburger Waldes.
Zur Info was das sondeln angeht:
Ich bin offiziell bei der oberen Denkmalbehörde und beim LwL in Münster gemeldet.
Sollte es sich um ein meldepflichtiges Fundstück handeln wird dies selbstverständlich gemeldet.
Gruß
Huesi

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Moin Huesi,

Nägel gibt es seit über 5000 Jahren.
Nägel aus Bronze wurden im alten Ägypten etwa 3400 v. Chr. hergestellt, daher sind Nägel äußerst schwierig zu bestimmen, wenn weder Befunde noch Beifunde eine Datierung ermöglichen.

Sind denn dort bereits ähnliche Funde nachgewiesen, oder hast Du gar selber welche? Die Form Deines Nagels ist durchaus im römischen Inventar vertreten.

Hier im Forum ist auch ein römischer Ziernagel, der ist aus römisch / fränkischem Befund, mit vielen römischen Funden, die durch eigene Münzfunde, zeitlich gesichert sind.

Gruß

Jürgen

Nachtrag,
auf die Schnelle habe ich hier Nägel gefunden.
https://artefacts.mom.fr/de/results_v2.php?pagenum=1&affmode=vign&find=Nägel >Seite 1 + 2
Artefacts - Suchergebnisse

Und hier kannst Du selber suchen - ist nicht sonderlich anwenderfreundlich. - Versuch lohnt sich.

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Hallo Huesi,

wie StoneMan schrieb, ist eine Bestimmung ohne Vergleichsfunde aus der Gegend schwierig. Es könnte sich villeicht auch um einen römischen Möbelknopf handeln. Verbreitetere Formen auf dieser großartigen privaten Webseite:

LG Barbara

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Moin, danke schön euch beiden für die hilfreichen Informationen.
Ich bin auf diesem Acker erst seit ein paar Tagen am sondeln.
Mehr von diesen Nägeln hab ich leider noch nicht gefunden. Zum besseren Verständnis:
Da ca. 200 m entfernt für ein Schleusenneubau einige Ackerflächen dran glauben mussten, konnte ich die aus zeitlichen Gründen nur grob absuchen.
Auf den Bildern noch ein paar Fundstücke die ich in der Umgebung gemacht habe in der letzten Zeit.
Hier kommen verschiedene Materialien zum Vorschein, Blei, Kupfer und Bronze.
Ich bin dabei die Fundstücke leicht zu reinigen und dann zum zuständigen Archäologen zu schicken.
Gruß Jörg




Moin Jörg,

bitte belasse das Reinigen wirklich beim “leicht”. Mehr als Wasser und Wurzelbürste sollte das nicht sein.

Drahtbürsten, selbst Messingbürsten schrotten Artefakte im Nu - das konnte ich leider schon oft in den Foren sehen.

Gruß

Jürgen

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N’abend Jürgen,
mehr kommt an die Fundstücke auch nicht dran. Die Erfahrung mit Draht-, oder Messingbürste musste ich in meinen Anfängen selber machen.
Waren zum Glück keine alten Fundstücke.
Gruß
Jörg

Hallo zusammen,
hier noch ein paar Fundstücke die ich schon vor längerer Zeit in der Umgebung des Knopfes gefunden habe.
Meine Vermutung: Nägel, Geschossspitzen, Werkzeug und ein Kettenknebel.
Lässt sich das Alter ungefähr einordnen oder würde sich das Alter mit dem oben genannten Knopf decken?
Es könnte römisch sein, aber auch Mittelalter, nach meiner Meinung.
Gruß Jörg





Hallo Huesi,

Angaben zum Alter sind bei solchen Funden schwierig, wie die anderen ja auch schon bemerkt haben. Mittelalter, römisch, neuzeitlich - ist alles möglich. Aber vielleicht können ja die LWL-Archäologen vor Ort mehr dazu sagen.

Hältst Du uns auf dem Laufenden, wenn Du eine Rückmeldung vom Amt bekommen hast?

Viele Grüße
Andreas