Scherbe mit Henkel?

Feldfund bei Bautzen/Burk auf einer Anhöhe.
Zu welchem Gefäß und in welche Zeit könnte diese Scherbe gehören. An selber Stelle findet man immer auch viele andere kleine Scherben, fast immer geschwärzt. Wahrscheinlich Urnen oder mit dem Leichnam verbrannt.





Hallo JensB,
das sieht auf den ersten Blick vorgeschichtlich aus und dürfte zu einem Vorratsgefäß gehört haben. Das ist kein Henkel sodern eine Öse von denen es meist mehrere am Gefäß gab um es mit einer Schnur aufhängen zu können.
Wie hart ist die Keramik? Kannst du sie mit dem Fingernagel ritzen?
Viele Grüße
Oli

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Hallo,
da schließe ich mich Oli an und zur Ergänzung, wenn Du an der Fundstelle schon mehrere Keramikscherben gefunden hast, die Randstücke sind häufig der Wegweiser zur Findung der zeitl. Beurteilung bzw. Findung der Kulturstufe.

Beste Grüße Bucentaur

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Hallo,
ich lehne mich mal aus dem Fenster und stelle die Vermutung auf, dass es sich um Keramik der Lausitzer Kultur handelt. Form und Fundort legen das nahe. Hier mal zwei Beispiele dieser Keramiken mit ähnlichen Henkelösen:

Viele Grüße

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Ja, das würde räumlich schon passen :sweat_smile:
Ohne weitere Funde bleibe ich mal bei Vorgeschichtlich.
Liebe Grüße
Oli

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Danke für die Infos.

Hallo
Kleiner Wikipedia Hinweis zum Fundort
“” Neben Niederkaina befindet sich in Burk die Zweite im europäischen Maßstab bedeutende und in der Vorgeschichtsforschung sehr bekannte archäologische Fundstätte auf dem Stadtgebiet Bautzens. Beide Fundstätten der benachbarten Ortsteile lassen sich aber auch als Einheit betrachten. Hier wurden Funde aus allen Siedlungsperioden der sichergestellt. Die hat den Beinamen „Totenstadt Burk“ erhalten. Auf dem Basankwitzer Feldhügel ist ein bronzezeitlicher Schalenstein erhalten, in dem vermutlich Fruchtbarkeitsopfer erbracht wurden. Außerdem wurden 60.000 Feuersteinsplitter gefunden.“”

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