Danke für eure zusätzlichen Erläuterungen zur Gesteinsart und die Warnung vor den Tücken der KI, Shard, Sven und Jürgen! Durchaus möglich, daß ihr mit euren Einschätzungen der Wahrheit näher kommt als ich. Dennoch, ich bin nicht überzeugt! Es gibt ein Punkt, der bisher keine Erwähnung fand, den ich jetzt aber andiskutieren möchte: Die Fotos Schweizerkopf-10 und 11 belegen, daß der Felsblock in 2 Teile zerfallen ist, durch einen Riss getrennt. Für mich sieht es so aus, als würde die Risslinie durch eine der Vertiefungen laufen (rechts oben), so daß sich sofort die Frage ergibt: Ist die Vertiefung die Ursache für die Spaltung in 2 Teile? Eine Auswaschung könnte eine solche Zweiteilung nicht bewirken, da würde lediglich ein Loch entstehen. Aber mechanische Gewalt könnte das! Was ist eure Erklärung?
bevor ich KI bemühte, war es mir bereits klar, da ich mich im Laufe der letzten 40 Jahre auch immer wieder mit Witterungseinflüssen, wie kryostatischem Druck (J. Hahn, Artefaktmorphologie), der Frostsprengungen verursacht, beschäftigt habe.
Frage durch StoneMan an KI:
Ist eine Frostsprengung mechanische Kraft?
Übersicht mit KI:
Ja, eine Frostsprengung ist eine Form der mechanischen Kraft, die durch die Ausdehnung von Wasser beim Gefrieren entsteht. Wenn Wasser in Gesteinsspalten eindringt und gefriert, dehnt es sich aus und übt dadurch eine Sprengkraft aus, die das Gestein spalten kann. Dieser Prozess ist eine Art der physikalischen oder mechanischen Verwitterung.
dazu möchte ich kurz etwas sagen: KI lernt nicht, weil du ihm etwas erklärst. Ich habe das auch immer gedacht und bin auch erst seit Kurzem schlauer, aber wenn du ihm z. B. einen Begriff erklärst, kann er ihn im Rahmen des aktuellen Chats zwar aufgreifen und kontextuell verwenden, nach der Session ist der Begriff wieder weg. KI lernt nur aufgrund seines Trainingsmodels und dessen Updates, niemals aufgrund dessen, was ein Nutzer mit ihm bespricht. Es kann zwar bestimmte einfache Informationen in der Memory abspeichern, aber das heißt nicht, dass es etwas begreift. Das muss man sich immer vergegenwärtigen.
Aktuell ist ChatGPT wohl mit Daten bis 06/2024 gefüttert, wenn man neuere Fakten abfragen will, muss man ihm explizit auftragen, im Netz zu recherchieren.
mein Begriff war “gefüttert”, nicht “gelernt” und die Anführungszeichen sprechen auch für sich.
Verstehe es bitte nicht als Polemik.
In späteren Sessions (nach Wochen) hatte KI es immer noch “drauf”, natürlich nicht gelernt, nicht “begriffen”, aber inklusiv des Kontexts offensichtlich gespeichert.
Wenngleich man (?), ich auf jeden Fall (heute, nach erneuter Prüfung) merke, dass da kein Verstand hinter steckt. Dafür ist das Thema wohl etwas zu speziell.
Du hast recht, KI lernt nicht. Dennoch erspart KI stundenlange Suche.
ich habe auch mal gelesen, dass die KI versucht dir zu gefallen, deshalb sollten depressive Menschen sich nicht mit der KI unterhalten. Da würde schon mehr als einer in den Selbstmord getrieben.
Ich könnte mir vorstellen, dass die KI dann versucht die Ergebnisse für einen möglichst positiv zu gestalten. Wie auch immer, man sollte die Ergebnisse der KI immer mit Vorsicht betrachten.
Ich nutze die KI auch ganz gerne Mal, allerdings eher um Ansätze für weitere Recherchen zu finden.
Hallo Jürgen und Co., nach all der von euch geäußerten Skepsis gegenüber der KI bringst Du mich in ein Dilemma! Wem soll ich trauen? Der von Dir befragten KI, Dir, euch beiden oder doch besser dem eigenen Verstand?
Ja, es könnte der Frost gewesen sein, der die Sprengung des Felsens verursachte. Aber auch die mechanische Einwirkung von menschlichen Werkzeugen sind meiner Meinung nach durchaus denkbar. Diese Frage können wir hier in den Diskussionsrunden nicht lösen. Weitere Exkursionen zum Schweizerkopf sind in dieser Jahreszeit nicht empfehlenswert. Erst im Frühjahr, nach der Schneeschmelze lohnen sich wieder Besuche, um zusätzliche Informationen zu gewinnen.
Der Berg hat etwas Magisches! Nicht nur für mich. Die Andersartigkeit, bedingt durch die vielen Schalensteine - egal ob menschengemacht oder Laune der Natur - übte sicher eine starke Anziehungskraft auf unsere Vorfahren aus. Geradezu ideal um den Göttern zu huldigen und zu opfern oder gar eine Kultstätte zu errichten. Kann durchaus sein, daß der Schweizerkopf noch gar manche Überraschung bereithält.
Du musst Deine Herangehensweise den Gegebenheiten anpassen.
Für die Bestimmung einer menschlichen Einwirkung benötigen wir zwingend entsprechend sichere Merkmale, wenn diese nicht vorhanden sind, ist es eben kein Artefakt.
Der Berg ist spannend, Jürgen! “Das kesselt”, um Dich zu zitieren. Warten wir doch mal ab, was er noch zu bieten hat. Ich bin recht optimistisch, daß das noch nicht alles war.
also das mit den Selbstmorden hört sich jetzt schon recht wüst an, weiß nicht, ob da was dran ist, aber ansonsten hast du recht, KI passt sich dem Nutzer an. Für Recherchen sind Googe & Co. doch noch die bessere Wahl.
nein, ich hatte auch nicht gesagt, dass du dir das ausgedacht hast. Ich hatte das aber anders verstanden, weil du von suizidgefährdeten Menschen gesprochen hast. Das ist ja nochmal eine andere Wendung, wie sie der Artikel beschreibt, aber genauso irre. Ich sag ja, total bekloppte Welt.
exakt so ist es, Jürgen. Aber vermutlich ist das mittel- oder auch kurzfristig das geringste unserer Probleme mit KI. Mal schauen. Wie gesagt, 50% meines Tätigkeitsfelds sind schon tot, und die andere Hälfte wird es in den nächsten5-10 Jahren (optimistisch geschätzt) sein.
Du meinst damit Autoren und im weiteren Sinne Protagonisten?
Das Problem mit KI wird m. E. in naher Zukunft erst einmal ein größeres Problem im Allgemeinen. Damit meine ich nicht KI selber, sondern die unzulängliche Anwendung in sensiblen Bereichen.
Wenn ich in diversen Foren Fragen von Studierenden zu ihrem Lernbereich lese, sträuben sich mir, als Nicht-Studierter, mitunter die Haare.
Ja, da stimme ich zu. Nicht die KI ist das Problem, sondern wie sie angewendet wird. Also aktuell kann man immer noch deutliche Unterschiede zwischen KI-Werken und menschlichen Werken sehen. Ich bin mir auch nicht sicher ob die KI jemals ein Werk erschaffen kann wie ein Mensch. Aktuell sind die Werke noch absolut seelenlos.
Gruß Shard
Edit: @a.brunn kannst du bitte die KI Diskussion vom Thread abtrennen?
nein, mit den ersten 50% meinte ich den Übersetzungsbereich. Mit Covid ging’s los, erst wurden die Preise immer schlechter (das war schon immer ein Problem, weil es viele Leute gibt, die meinen, ihr Schulenglisch/-deutsch-/französisch etc. reicht, um übersetzen zu können. Die sind billig und das zählt für viele Kunden.), dann blieben die Aufträge komplett aus. Die anderen 50%, also Redaktion und Lektorat, sind aktuell noch nicht so arg betroffen, weil KI das einfach noch nicht wie ein Mensch kann, aber ich denke, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Ich überlege also schon immer mehr, wohin ich mich noch orientieren könnte, damit ich in ein paar Jahren noch was zum Beißen habe.
Und was die Studis betrifft: Ich war ein paar Jahre Lehrbeauftragte für Deutsch als Fremdsprache an meiner alten Uni, und ich war schockiert, wie die Studenten hofiert werden, damit sie an die Uni kommen. Es gibt eigentlich so gut wie keine Anwesenheitspflicht mehr, man wirft ihnen die Noten hinterher, und am Ende des Semesters muss man sich als Dozent dann noch bewerten lassen, von Leuten, die sich vielleicht ein- oder zweimal während des gesamten Semesters blicken lassen haben. Eine Kollegin aus einem anderen Fachbereich wurde dafür kritisiert, dass sie zu viele Fremdwörter benutzt. Es geht nur noch um Zahlen. Weiß nicht, das hat nicht mehr viel mit dem zu tun, wie ich das damals als Studentin erlebt habe.
So, jetzt ist der Thread endgültig OT geworden - ich entschuldige mich in aller Form!
Da muss ich dir zustimmen. Die Übersetzer waren ohne KI zuletzt schon nicht schlecht (wenn man es mit den Anfängen vergleicht), aber mit KI ist das natürlich das aus für viele Übersetzer.
Schuld an dem Preisverfall waren übrigens nicht nur die Amateur Übersetzer, sondern auch die Übersetzerfirmen (wie zum Beispiel In lingua oder Kern), welche die Preise übelst gedrückt haben.