Nüschd nötig, ich schreib eh nichts mehr dazu, ist ja auch nicht so spannend!
Danke für Deine Hinweise, Jürgen! Ich möchte aber eine endgültige Bewertung all dieser sonderbaren Strukturen erst vornehmen, wenn ich meine Erkundungstouren zum Schweizerkopf als abgeschlossen erachte.
Es gibt allerdings in der Region noch einige weitere Besonderheiten, die Fragen aufwerfen, und die ihr vielleicht beantworten könnt: Wandert man von Bad Herrenalb Richtung Nordwesten, so erreicht man nach ungefähr 5 km den Mauzenberg. An dessen Hang, unterhalb des Gipfels, stößt man auf den sogenannten Mauzenstein, ein Felskoloss von ca. 5 m Länge Mauzenstein – Wikipedia. Auf diesem soll man eine ganz spezielle Variante der Schalensteine vorfinden, wie von Indiana-Stones aufgezeigt Mauzenstein Bad Herrenalb.
Inspiriert durch dessen Bericht machte ich mich am Sonntag 21.09.25 auf den Weg zum Mauzenstein und kann nur bestätigen, dieser Fels ist interessant:
Auf dem Foto Mauzenstein-1 kann man rechts unten bereits einige Schalen erkennen, die von einer wulstartigen Umrandung eingefasst werden und sich über die Schichtungen des Gesteins hinweg ziehen. Klettert man auf den Felsklotz so wird offenbar, daß sich auf dessen Oberfläche ca. ein halbes Dutzend dieser speziellen Schalen befindet, die man aber aufgrund der Laubbelags teilweise nur erahnen kann (Mauzenstein-2)
Auf den Fotos Mauzenstein-3 und 4 sieht man deutlich, wie sich die Schalen des Mauzensteins von denen des Schweizerkopfs unterscheiden:
Während die bisher von mir vorgefundenen Schalensteine am Schweizerkopf flach in eine Vertiefung übergehen, ist hier die wulstartige ca. 1-2 cm hohe Umrandung des Napfes unverkennbar.
Wie ist das zu erklären? Ist das auf Menschenwerk zurückzuführen oder hat es einen natürlichen Ursprung? Soweit ich es nachvollziehen kann, wird das kontrovers diskutiert. Was ist eure Meinung hierzu?
Euch allen eine frohe Weihnacht wünscht Boadicea12
Servus,
ich bin mir sicher auch dafür gibt es eine natürliche Erklärung. Jedenfalls erscheint es mir nicht sinnvoll den kompletten Stein abzutragen um chaotisch Näpfe stehen zu lassen. Da hätten Menschen ein sinnvolles Muster gewählt und vermutlich auch nicht den ganzen Stein abgetragen.
Frohe Weihnachten
Shard
Hallo Shard! Würde man die Schälchen auf dem Mauzenstein mit einem brennbaren Material versehen (z.B. Öl, Fett), so könnte ich zumindest dem von Dir erwähnten Chaos durchaus Sinn abgewinnen! Im Übrigen könnte die Anordnung der Schälchen eine Symbolik beinhalten, die in unserer Zeit längst in Vergessenheit geraten ist. Schönen Restfeiertag wünscht Boadicea12
Natürlich, da stimme ich dir voll und ganz zu. Aber würde man in tausend Jahren auf dem Rasen in meinem Vorgarten fünf Kerzen in den Ecken eines Pentagramms stellen, würde das auch eine gewisse Symbolik ergeben. Deswegen ist der Rasen in meinem Garten heute trotzdem keine Kultstätte.
Was wir nicht eindeutig beweisen können, ist eben nicht vorhanden. Ansonsten haben wir plötzlich überall Kultstätten, nur weil man sich das vorstellen kann.
Schöne Weihnachten und Grüße
Shard
Olala! Jetzt hast Du aber einen rausgehauen, Shard! Wo bin ich hier eigentlich? Doch wohl auf einer Plattform, auf der die unterschiedlichen Facetten archäologischer Fragestellungen aufgezeigt und diskutiert werden können? Oder herrscht hier eine Meinungsdiktatur, wo nur die gängige Lehrmeinung Gültigkeit besitzt und alles andere untergebügelt wird? Kannst Du denn mit absoluter Sicherheit sagen, daß die Schalen auf dem Mauzenstein natürlichen Ursprungs sind? Ich denke nicht! Wissenschaft bedeutet auch kontroverse Diskussionen über unterschiedliche Ansichten führen und aushalten zu müssen, mit dem nötigen Respekt vor der Meinung des anderen! Doch bevor ich mich noch in Rage schreibe, komme ich lieber auf das eigentliche Thema zurück:
Wenn ich mich so umschaue, sehe ich überall Kultstätten. Fast jedes noch so kleine Dorf hat eine solche: Die Kirche!
In der Vergangenheit haben sich die Menschen zu allen Zeiten an bestimmten Orten versammelt, um gemeinsam zu feiern oder Zeremonien abzuhalten. Doch von den wenigsten Lokalitäten haben sich die Spuren bis in unsere Zeit erhalten. Ob der Mauzenstein ein solcher Versammlungsort war, kann ich natürlich nicht beweisen. Aber die Art und Form der Schalen sind Indizien für eine solche Möglichkeit. Darauf beharren ich!
Meine Herangehensweise an solche Fragestellungen unterscheidet sich auch grundsätzlich von der Deinen: Solange keine klare Beweislage vorliegt, befinden sich für mich sämtliche Thesen, die zur Erklärung eines Phänomens herangezogen werden können gleichberechtigt in einer Art überlagertem Zustand, ähnlich der Superposition von Schrödingers Katze. Sollte sich die lndizienlage im Laufe der Zeit in die eine oder Richtung verdichten und zu einem Beweis werden, materialisiert sich die Katze plötzlich und ist entweder tot oder lebendig.
Euch allen einen guten Start ins Jahr 2026 wünscht Boadicea12
Servus,
es tut mir leid dass du es so auffasst das ich dir die Meinung verbieten möchte. Das ist auf keinen Fall in meinem Sinne. Und wenn du mein Post offensiv oder beleidigend empfunden hast, tut mir das leid.
Natürlich ist das Forum hier für Kontroverse Diskussionen. Und genau das habe ich gemacht. Ich habe meine Meinung kund getan.
Gruß Shard
Moin Boadicea12,
Du bist hier in einem “Archäologie-Forum”, was durchaus kontroverse Diskussionen und unterschiedliche Ansichten aushalten kann.
Aber auch Du musst die Meinungen / Ansichten anderer aushalten können.
Allein gegen ein ständiges “Könnte” / “Müsste” Deinerseits, kommt man nicht an.
Solange keine klare Beweislage vorliegt, kannst Du Dich an Schrödingers Katze krallen.
“Könnte” / “Müsste” sind jedoch keine Beweise.
Archäologie jedoch bevorzugt Fakten und klare Merkmale.
Für mich sind die besten Archäologen die, die auch mal sagen: “Ich weiß es nicht”.
Ich kenne einige.
Gruß
Jürgen
Angenommen Shard! Ich glaube wir verstehen uns jetzt besser!
Hallo,
beim letzten Foto sehe ich einen “fertigen” Napf, daneben nur eine Erhöhung, ist das korrekt? Das wäre für mich jetzt z. B. ein Hinweis darauf, dass es sich nicht um etwas Kultisches handelt. Sie werden es vermutlich ja nicht halbfertig stehenlassen haben. Sicher, es verleitet schon sehr dazu, darin etwas von Menschenhand Gemachtes zu sehen, und wir können sicher weder beweisen, dass es so ist, noch dass es nicht so ist. Kurios sehen sie in jedem Fall aus.
LG
Inez
Gute Beobachtung Inez! Könnte man tatsächlich als Indiz für einen natürlichen Ursprung interpretieren. Die Katze bleibt aber in Superposition!![]()
Gruß von Boadicea12
die Katze ist sicher langsam selbst neugierig, ob sie tot ist oder nicht …
Nicht nur die Katze selbst Inez, sondern auch alle “Katzenliebhaber” dürfte die Neugierde plagen
. Aber es gibt Hoffnung:
Wenn Du dem Link zu Indiana-Stones gefolgt bist, so erwähnt dieser ja diverse Lochsteine, auf die er beim Abstieg vom Mauzenstein gestoßen ist. Ich kann das insofern bestätigen, da ich etwa auf halber Strecke zwischen Bad Herrenalb und Mauzenstein an einem ca. 500m langen Areal mit Schalensteinen vorbeikam. Dabei ist ein Objekt, das spannend sein könnte. Also mal sehen, ob die Katze 2026 einen Trend in eine bestimmte Richtung aufzeigt…
Hallo,
ich möchte mich doch noch einmal zu Wort melden. Diese Gebilde am Mauzenstein sind doch wirklich bemerkungswert. Die Entstehung würde mich sehr interessieren. Ich halte auch diese für natürlich. Wobei ich mir die natürliche Bildung nicht vorstellen kann. Ob es da einen Geologen gibt, der das erklären kann?
Warum gibt es diese sowohl auf einer Schicht, als auch im Winkel dazu quer zur Schichtung. Es wirkt tatsächlich so, als wären diese Gebilde erst an der jetzigen Form entstanden oder geschaffen und nicht herausgewittert.
Ich kenne nichts vergleichbares.
Viele Grüße
Servus,
ich habe hierzu etwas gefunden:
Da steht, dass diese “Rock Donuts” durch Verwitterung von überwiegend Granit und Sandstein entstehen. In dem PDF geht es zwar überwiegend um größere Rock Donuts, aber das gilt wohl auch für die kleinen.
Das passt doch ganz gut zu den Gesteinen des Nordschwarzwalds.
Gruß Shard
@ Boadicea12,
was genau meinst Du?
Gruß
Jürgen
PS
Für SvenHorn.
Es gibt einige Entstehungsprozesse für Löcher / Mulden in Gestein - einen haue ich noch raus
Hier sind auch noch Löcher im Stein, aber etwas größer:
Moin und Danke Hugin,
wer kennt sie nicht, die vielen unglaublichen Felsgebilde, die durch Wasser- und Winderosion geformt wurden.
Gruß
Jürgen
Bei wiki finden sich übrigens bessere Bilder, da werden diese “Donuts” als Konkretionen bestimmt.
Viele Grüße
ah ja, das klingt für mich bis jetzt am überzeugendsten, danke für den Hinweis!
LG und guten Rutsch für alle
Inez



