Studium neben dem Beruf

Hallo, ich hab bereits studiert und arbeite in meinem Beruf (Sozialpädagoge). Ich überlege nun schon länger, dass ich einfach aus Interesse und weniger weil ich mal wirklich mit diesem Beruf Geld verdienen möchte, Archäologie studieren sollte. Ist es möglich neben dem Beruf Archäologie zu studieren? Hat zufällig jemand in München studiert und kann man mich über den Zeitkonsum des Studiums aufklären, das Fach ist ja zumindest in der LMU als Vollzeitstudium angelegt. Von der University of Leicester gibt es ein Fernstudium (http://www2.le.ac.uk/departments/archaeology/dl/undergraduate) . Laut Foren im Internet sei vor allem die Praxiserfahrung entscheidend (die allerdings auch eine Rolle in diesem Fernstudium spielt). Irgendwelche Meinungen dazu? Vielen Dank für die hoffentlich zahlreichen Antworten :wink:

Was versprichst du dir von einem Studium? Das musst du dich fragen. Wenn du die Archäologie nicht als Beruf ergreifen willst, spricht doch auch nichts gegen den Laienstatus. Und ich kenne zwei Laien, die stecken auf ihrem Gebiet locker die meisten Archäologen in den Sack.

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Zum einen ist es halt ein Kindheitstraum von mir, dessen Verwirklichung ich immer noch nachhänge. Zum anderen ist es mühseliger sich das Wissen autodidaktisch anzueignen sowie der Aspekt der Grabungen und Fundbestimmung um einiges aufwändiger wird. Zu guter letzt, kann ich mir ja die Option offen halten, mich zumindest zeitweise auch beruflich mehr in dem Feld zu engagieren. Alternativ dazu wäre auch ein ehrenamtliches Engagement interessant, bloß bin ich da in München noch nicht wirklich fündig geworden.

Hallo doppelt, wende Dich mal an die Untere Denkmalschutzbehörde oder das Landesamt. Landratsamt München Untere Denkmalschutzbehörde Mariahilfplatz 17a 81541 München Telefon 089/62210 Fax 089/62212639 Landeshauptstadt München Untere Denkmalschutzbehörde Blumenstraße 19 80331 München Telefon 089/23323283 Fax 089/23324443 Hier findest Du die gesamte Liste: http://www.blfd.bayern.de/hinweis_denkmaleigentuemer/untere_denkmalschutzbehoerde/#M    

Danke für die Liste :slight_smile:
 

Ich kann nur astrofratz zustimmen. Auch ich bin ein Laie im Bereich Archäologie. 

Ich finde Archäologie extrem spannend, so habe ich mich entschlossen mich als ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie zu bewerben. So gern - wie ich schon mal geschrieben habe - möchte ich auch u. a. an Ausgrabungen teilnehmen.

lg Manyu:-)

 

 

Hallo doppelt,

vielleicht hilft dir auch eine Einschätzung eines fertig studierten Archäologen weiter :wink: Du solltest dich zumindest von dem Gedanken verabschieden, das nach deinem Studium ohne weiteres beruflich machen zu können. Man kann zwar ganz gut während des Studiums auf Ausgrabungen arbeiten und wird da auch ganz passabel bezahlt (8-12 Euro), allerdings sieht es mit Folgejobs da eher mau aus. Es gibt Volontariate, da arbeitest du 39 Stunden in der Woche und kriegst ein besseres Praktikantengehalt. Selbst die sind heiß begehrt. Feste Stellen gibt es quasi gar nicht, vor allem nicht, ohne promoviert zu haben. Dazu ist ein guter Teil bereits unter der Hand vergeben, leider siehst du das den öffentlichen Ausschreibungen natürlich nicht an :wink: Du kannst natürlich weiter auf Grabungen etc. arbeiten, aber das ist dann mehr Saisonarbeit, da im Winter viel weniger stattfindet. Da du als Sozialpädagoge Einkommenstechnisch vermutlich Leid geplagt bist, kommst du sicher irgendwie über die Runden. Aber wenn du eine möglicherweise noch unbefristete Stelle in deinem Beruf hast, würde ich sie an deiner Stelle auf gar keinen Fall aufgeben, sondern wirklich nebenbei Wissen aneignen. Du wirst feststellen, dass auch Studenten der Archäologie vor allem ihre Köpfe in Büchern haben. In sehr vielen Büchern. Du kannst dich auch einfach einschreiben und in deinem Tempo studieren, also 1-2 Vorlesungen und Seminare pro Semester belegen und/oder auf Lehrgrabungen fahren. Ohne Zeitdruck dürfte das meiner Meinung nach sehr gut möglich sein, auch neben dem Beruf.