Könnte dies ein verworfenes, unfertiges Artefakt aus Feuerstein (Flint) sein? Das Stück weist folgende Maße auf:
Länge: ca. 6 cm (längste Kante)
Breite: ca. 5 cm (am breiteren Ende)
Dicke:ca. 2 cm (am höchsten Punkt in der Mitte)
Merkmale:
Das Stück ist scheinbar auf einer Seite flächig modifiziert, auf dem Rücken ist ein rötlicher, mineralischer Einschluss, der mit einem durchgehenden Riss verläuft. Ein klassischer Bulbus oder ein erhaltener Schlagflächenrest sind nicht erkennbar. Fundort Ammerland.
Anbei die Übersicht und die Detailaufnahmen der Kanten und Oberflächenmerkmale. Vielen Dank für eure Einschätzungen!
Der Blick von oben drauf, mit Nummerierungender folgenden 3 Ansichten:
es ist ein sehr widersprüchliches Stück. Vielleicht hat die Steinschlägerin einen Wutausbruch erlitten, nachdem sie den durchgehenden Riss bemerkt hat und einfach nur noch darauf eingeschlagen
Nein, tatsächlich wollte ich fragen, ob das Schlagspuren sind, die auf Bild 2 an der Unterseite nebeneinander liegen. Von der unteren Kante aus nach oben zeigend.
Eine vergleichbare, aber kleinere Stelle, ist auf Bild 8 und 9. Dort sind sie Schläge wie ein kleiner Halbkreis ausgerichtet.
Meine Frage dazu lautet also:
Gibt’s eine Schlagtechnik, die diese Spuren am Stück hinterlassen würde?
Der Rest ist dann von Wut überlagert.
Es wäre ja auch ärgerlich weil es ein sehr schönes, durchsichtiges und hochglänzendes Material ist.
Hurra! Habe einen Experten gefunden, der so freundlich ist, sich dieses und ein paar andere Stücke persönlich anzusehen.
Sobald es eine Rückmeldung gibt, schließe ich diesen Beitrag damit ab.
Danke, dass ich hier in letzter Zeit sooo viele Fragen stellen durfte!
Ich werde in diesem Leben wohl keine richtige Artefaktsammlerin - doch ein wirklich (!) sehr (!!) eindeutiges (!!!) Artefakt würde ich auf unseren Feldern inzwischen nicht mehr einfach übersehen. Danke für eure Hilfe.