Uschebtis

Hallo zusammen, ich bin seit 2 Minuten Mitglied hier und habe eine Frage an alle Sachkundigen: Ich habe die auf dem Bild sichtbaren 2 Uschebtis, 9 und 10cm groß, Metall (!), vor Jahren mal bei einer Haushaltsauflösung erworben. Trotz Nachforschungen habe ich aber immer noch keinen blassen Schmmer, woher sie kommen / wie alt sie sein könnten. WER weiss Rat ?

Vielen Dank für Eure Antworten !

Christian

Hallo,
ich bin zwar kein Fachmann auf diesem Gebiet, aber nach ägyptischen Uschebtis sehen mir die beiden nicht aus. Der Begriff “Uschebti” wird - meines Wissens nach - auch nur für die ägyptischen “Totenfiguren” benutzt und heißt übersetzt “Antwortende”, diese waren oft aus Holz, Terrakotta oder Stein, seltener aus Bronze.

Dem Aussehen nach, gehören die beiden hier eher in das Gebiet “Vorderer Orient” verortet - vllt. auch Griechenland - zur Zeitstellung kann ich leider nichts sagen. Weibliche und männliche Figur erwecken irgendwie den Eindruck, es könnte sich hier um geweihte Personen (Priester) handeln - ist aber nur 'ne Mutmassung.

VG

 

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Das sind gegossene Figuren, wahrscheinlich aus Zinn. Die Gussnaht zeigt auch eine Serienanfertigung. an. Vielleicht gehörten die mal zu einem Schachspiel?

Sie sehen tatsächlich etwas altorientalisch aus, aber ich vermute, dass sie neueren Datums sind.

Hallo Astrofatz!

Nun Repliken sind seit Jahrhunderten eine nette Einnahmequelle.

Selbst die ptolemäischen “Uschebtis” sehen den Statuetten nicht sehr ähnlich. Ich könnte mir denken, daß diese Statuetten eher Repliken vorderasiatischer Vorbilder sind, die aus dem “fruchtbaren Halbmond”, oder dem schwarzen Merr-Raum stammen könnten. Aussehen, Tracht und ggf. auch der Zweck durch die Größe bestimmt, bringen mich auf den Gedanken. Man müßte auch mal eine Analyse der anhaftenden Erdbestnadteile unter dem Mikrokop machen. Da würde sicher ein einfaches Durchlichtmikroskop reichen, denke ich.

Als Schachspieler sind mir diese Art der Figuren so noch nicht erinnerlich. Ich würde es eher als eine Art Idole ansehen. Warum und wozu … Da müßte man mal in der Google-Datenkraken-Datenbank recherchieren.

Schöne Grüße vom Uschebti  ;o)

 

Man müßte auch mal eine Analyse der anhaftenden Erdbestnadteile unter dem Mikrokop machen. Da würde sicher ein einfaches Durchlichtmikroskop reichen, denke ich.

Warum?

Man müßte auch mal eine Analyse der anhaftenden Erdbestandteile unter dem Mikrokop machen. Da würde sicher ein einfaches Durchlichtmikroskop reichen, denke ich.

Warum?

Hallo KaBiAn!

Nun ich denke, daß sich aus der Beschaffenheit der Anhaftungen schon mal eine gewisse Herkunftsanalyse aufbauen läßt. Es kann natürlich auch aus Nachbars Garten sein, aber einen Versuch wäre es wehrt. Wer natürlich Zugang zu mehr als einem Lichtmikroskop hat, sollte das auch nutzen.

Ich habe leider nur ein Zeiss Binokular und noch ein Auflichtmikroskop. Damit sind bei solchen Aktivitäten die Möglichkeiten sehr begrenzt.

Eine angenehme Woche Euch allen. Ich hoffe heute hat die Tastatur nicht zu viele Dreher verursacht …

:o)

Die Herkunftsanalyse so alla CSI? Das funktioniert nur im Fernsehen. Bzw, wenn man mögliche Örte hat, mit dem man das vergleichen kann. Selbst bei der Scheibe von Nebra war das Verfahren umstritten, aber da wusste man aus welchem Loch die Scheibe wahrscheinlich kam.

@uschebti63@web.de

Eine Herkunftsanalyse macht leider keinen Sinn. Zuerst muss du erst einmal den Ausgräber befragen wo er den Gegenstand gefunden hat und danach kannst du den anhaftenden Dreck analysieren, denn die Böden gibt es meistens in größeren Gebieten. Nur in Ausnahmefällen kann man ein bestimmten Ort zuordnen.

Dazu macht es speziell in diesem Fall überhaupt keinen Sinn weil dein Fund bedeutungslos ist. Aber du kannst ja trotzdem weiter nachforschen. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß dabei. :+1: