Diese “Soldatenfibel” Ende 1. Jh. habe ich nach Rücksprache mit der Archäologie restauriert.
Grund dieser Zusage meines Vorschlages ist, dass es von dieser Massenware grundsätzlich allerorten viele Funde gibt, wie es auch in diesem Fundareal gegeben war.
War! Denn jetzt ist das Areal ein Hafenbecken und von Industriebetrieben bebaut.
Für die Restaurierung habe ich eine Originalnadel (vom selben Fundplatz) mittels des Fertigungsverfahrens Hartlöten, an die vorhandene Spirale angebracht.
Die Nadelrast habe ich ebenfalls vervollständigt.
Die Nadel ist absolut elastisch, die Fibel ist funktionstüchtig, gebrauchsfähig.
Die Nadel (Fund vom selben Fundplatz) an der Fibel Almgren Typ 16 mit dem Ornament auf dem
Rücken, ist lediglich mit Weichlot angebracht, könnte also rückstandslos entfernt werden.
Was das Gießen angeht, kann ich mir vorstellen, dass dass Armband gut zu gießen geht. Da könnte sich tatsächlich Messing auch lohnen.
Die Fibeln gehen eher nicht, wegen der Hinterschneidungen. Aber die sind ja ursprünglich auch Hingebogen worden. Vielleicht mit mehrmaligen Guß, offen und dann hinbiegen.
Aber das wäre ja auch etwas für Messing und Fortgeschrittene.
Für filigrane Abdrücke von Fibeln, Siegelringen etc. habe ich gute Erfahrungen mit Silikon (mittelhart) machen können. Der Abguss erfolgt dann mit Epoxidharz (2 Komponenten, härtet nach 3min komplett aus). Etwas kniffelig ist das erstmalige öffnen der Silikonform. Dort muss man sich am besten mit einem Skalpell rantasten, so das möglichst auch die ausgefüllten Hohlräume nach Entnahme des Originals stehen bleiben.
Die Abgüsse werden dann genau wie beim Zinnmodel abgeschliffen und bemalt. Die Haptik ist natürlich nicht ganz so toll wie bei einer Replik aus Metall, aber zum anschauen allemal ausreichend LG Luci