Nachguss Buntmetallfragment im Sandgussverfahren

Servus,

wie versprochen habe ich den Nachguss des Buntmetallfragments dokumentiert. Hier seht ihr die Bilder inklusive Beschreibung:

Material:

1 Holzstäbchen

2 Stampfholz

3 Gusskasten

4 Formsand Ölgebunden

5 Schleifpapier

6 Das Objekt der Begierde

7 Zange

8 Brenner

9 Talkum

10 Gusslöffel

11 Pinsel

12 Zinnbarren

Und los geht es. Zuerst wird das Objekt mittig in den unteren Teil der Kastenform gelegt und mit Talkum eingepinselt (damit es sich später besser herauslöst).

Im nächsten Schritt wird die Form mit dem Sand gefüllt und verfestigt.

Die Form wird vollständig gefüllt und zum Schluss eben abgestrichen. Danach wird die Form umgedreht. Störende Sandkrümel werden entfernt und dann die gesamte Fläche mit Talkum gepudert.

Als nächstes werden der Oberkasten aufgesetzt und die Hölzchen für Einguss und Steiger gesetzt. Dann wieder mit Formsand aufgefüllt und gestampft.

Und so sieht das dann fertig aus:

Im nächsten Schritt entferne ich die Hölzer und forme den Einguss etwas besser aus. Der Kasten wird geöffnet und das Objekt kommt raus.

Dann wird der Kasten wieder zusammen gesetzt und das Schmelzen geht los:

Dann ab schnell in den Einguss damit und fertig. Nur noch abkühlen lassen.

Nach dem Abkühlen wird die Form zerstört und das Ergebnis begutachtet:

Sah zunächst nicht schlecht aus, jedoch wurde eine Ecke nicht ganz ausgeformt (lange flache Dinge sind die Königsdisziplin. Kompakte Objekte sind leichter).

Also nochmal das gleiche von vorne. Diesmal setzte ich den Einguss minimal in Richtung der problematischen Stelle. Neuer Guss und siehe da, es klappt. Danach mit der Zange alles überflüssige entfernen und mit Schleifpapier abschleifen. Fertig. :blush:

Wer jetzt will kann das Stück noch in der passenden Farbe bemalen. Und das war es dann auch schon.

Viel Spaß beim selbst probieren. :wink:

Gruß Shard

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Moin Shard,

DANKESCHÖN. :+1::+1::+1:

Das ist hervorragend - sogar der Kratzer ist zum größten Teil mitgegossen worden.

Da muss ich doch mal sehen, ob ich so etwas auch mal in Angriff nehme.

Gruß

Jürgen

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Servus,

danke für das Lob! Ja, den Kratzer sieht man auch, dafür wurde eine andere Stelle nicht richtig ausgeformt. Ist etwas Glückssache.

Das Giessen lohnt sich. Die Anschaffungskosten sind gering (<100€) und das Ganze ist wiederverwendbar. Laufende Kosten sind quasi nur das Zinn. Die Holzstäbchen sind übrigens von Sylvesterraketen. Ich hab dafür aber auch schon Essstäbchen verwendet. :wink:

Alternativ geht das Ganze auch mit Silikonform. Das macht es etwas teurer, aber dafür ist die Form wiederverwendbar. Lohnt eher wenn man sich eine Armee Zinnsoldaten gießen möchte. :winking_face_with_tongue:

Gruß Shard

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Hallo Shard,

toll präsentiert und gut erklärt.

Dankeschön :star_struck: :+1:

Gruß

Oli

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Danke für das Lob und immer gerne. :smiley:

Gruß Shard

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Hallo @Shard ,

danke für diese schöne Dokumentation, die mich als vormaligen notorischen Zinngießer sehr nostalgisch stimmt! (Wo habe ich nur die Formen und den Sand?)

Wobei man mit Formsand sogar Bronze gießen könnte. Dann aber besser nicht innerhalb der Wohnung. :wink:

Ein kleiner Tipp: nach dem Stampfholz können gut dosierte Hammerschläge für eine noch bessere Verdichtung sorgen.

Gruß, Timo

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Servus,

Bronze hat aber auch einen deutlich höheren Schmelzpunkt. Da reicht mein kleiner Brenner auch nicht mehr aus. :sweat_smile:

Das mit dem Hammer werde ich mal probieren. :+1:

Gruß Shard

Und einen Tiegel, der bei diesen Temperaturen mitspielt, bräuchte man auch noch. :wink:

Zugegeben, ich habe es selber noch nicht gemacht, aber je mehr home-made-Videos von Bronzegießern ich sehe, desto mehr reizt es mich, das einmal selber zu versuchen…

Gruß, Timo

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Servus,

ja, Bronze Gießen wäre schon was feines, aber ich glaube damit beschäftige ich mich erst wenn ich mal ein Bronzearmreif/-fragment finde. :grin:

Gruß Shard

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