Und los geht es. Zuerst wird das Objekt mittig in den unteren Teil der Kastenform gelegt und mit Talkum eingepinselt (damit es sich später besser herauslöst).
Die Form wird vollständig gefüllt und zum Schluss eben abgestrichen. Danach wird die Form umgedreht. Störende Sandkrümel werden entfernt und dann die gesamte Fläche mit Talkum gepudert.
Sah zunächst nicht schlecht aus, jedoch wurde eine Ecke nicht ganz ausgeformt (lange flache Dinge sind die Königsdisziplin. Kompakte Objekte sind leichter).
Also nochmal das gleiche von vorne. Diesmal setzte ich den Einguss minimal in Richtung der problematischen Stelle. Neuer Guss und siehe da, es klappt. Danach mit der Zange alles überflüssige entfernen und mit Schleifpapier abschleifen. Fertig.
danke für das Lob! Ja, den Kratzer sieht man auch, dafür wurde eine andere Stelle nicht richtig ausgeformt. Ist etwas Glückssache.
Das Giessen lohnt sich. Die Anschaffungskosten sind gering (<100€) und das Ganze ist wiederverwendbar. Laufende Kosten sind quasi nur das Zinn. Die Holzstäbchen sind übrigens von Sylvesterraketen. Ich hab dafür aber auch schon Essstäbchen verwendet.
Alternativ geht das Ganze auch mit Silikonform. Das macht es etwas teurer, aber dafür ist die Form wiederverwendbar. Lohnt eher wenn man sich eine Armee Zinnsoldaten gießen möchte.
danke für diese schöne Dokumentation, die mich als vormaligen notorischen Zinngießer sehr nostalgisch stimmt! (Wo habe ich nur die Formen und den Sand?)
Wobei man mit Formsand sogar Bronze gießen könnte. Dann aber besser nicht innerhalb der Wohnung.
Ein kleiner Tipp: nach dem Stampfholz können gut dosierte Hammerschläge für eine noch bessere Verdichtung sorgen.
Und einen Tiegel, der bei diesen Temperaturen mitspielt, bräuchte man auch noch.
Zugegeben, ich habe es selber noch nicht gemacht, aber je mehr home-made-Videos von Bronzegießern ich sehe, desto mehr reizt es mich, das einmal selber zu versuchen…