Moin Timo,
da ich nicht einmal ein kleiner Experte bin, sehe ich der Expertise des LVRs entspannt entgegen.
Salve
Jürgen
Moin Timo,
da ich nicht einmal ein kleiner Experte bin, sehe ich der Expertise des LVRs entspannt entgegen.
Salve
Jürgen
Hallo zusammen,
zu den Analysedaten der Fassung habe ich einmal Metallurgen nach ihrer Meinung gefragt. Die gehen auf Grund der mutmaßlich verwendeten Methode (XRF) davon aus, dass es sich um eine Art von Messing handelt, das nur vergoldet wurde — also das Gold nicht Teil der Legierung ist. Der Bleianteil hätte dabei für eine besonders glatte Oberfläche gesorgt.
Gruß, Timo
Moin,
wenn es Messing ist, fällt Römisch aus.
Der geringe Zinnanteil spricht gegen Bronze.
Gruß
Jürgen
Hallo
Die Römer haben zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert n. Chr. auch schon Messing in den besetzten Gebieten Germaniens hergestellt.
Donnerstag habe in Xanten Fundeinreichung. Mal sehen was die dazu sagen.
Die untere Denkmalbehörde Duisburg hat mir auch schon eine Einladung geschickt (für Oktober). Wenn Xanten die Gemme vorläufig zwecks Untersuchung einbehält haben die Duisburger Pech gehabt.
Gruß Thomas
Hallo Jürgen,
die Niedergermanischen Römer hatten tatsächlich schon eine “Messingindustrie” !
Das Pdf kannst du ja deiner digitalen Bibliothek beifügen ! ![]()
DIE RÖMISCHE MESSING-INDUSTRIE
IN NIEDER-GERMANIEN,
IHRE FABRIKATE UND IHR AUSFUHRGEBIETl
http://www.rhm.uni-koeln.de/062/Willers.pdf
Seite 144
ZITAT:
Die provincialen Gegenstücke zeigen dagegen neben 77. 1/ 2 % Kupfer und 5 % Zinn durchweg 17. 1/ 2% Zink, ihre Farbe ist also nicht sattbraun wie die der Bronze, sondern goldgelb wie die des Messings. DIe Herstellung dieser Messingeimer bekundet eine GeschickIichkeit, die die modernen Fachleute in Erstaunen setzt. ENDE
Gruß
Heinz
Hallo miteinander,
dazu fand ich gerade diesen sehr informativen etwas neueren Artikel, in dem ausführlich auf die römische Messigherstellung eingegangen wird:
Dort liest man etwa, dass Messing in der frühen Kaiserzeit noch hauptsächlich aus Kupfer und Zink bestand, dann aber im Laufe der Zeit, vermutlich durch Recycling, der Anteil von Blei und Eisen höher wurde.
Gruß, Timo
Hallo Timo,
jetzt können wir ja unsere Dissertation über römischer Metallurgie schreiben ! ![]()
Gruß
Heinz
Hallo Heinz,
du lachst, aber es hätte durchaus passieren können dass ich diesen Weg gegangen wäre, nachdem ich damals bei einer geologischen Kartierung die römische Schlackenhalde gefunden hatte. ![]()
Gruß, Timo
Ja, so viel Zeit hätte dann schon sein sollen. ![]()
Noch. Eine künftige Ehrendoktorwürde ist ja nicht auszuschließen.
Gruß, Timo
Moin,
und Danke an die Dres.-Ing. (Metallurgie). ![]()
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Bleiben wir entspannt.
Salve
Jürgen
Update
Xanten hat die Gemme, zwecks weitere Untersuchungen, einbehalten. Wird zur Zeit als römisch eingestuft. Nicht auf Grund der Fassung sondern wegen dem Stein/Glas.
Gruß Thomas
Nicht Eisen, Eisen(II&III oxyd) macht das Glas Waldgrün
Bei vergoldetem Messing habe ich irgendwie das Gefühl dass das Fundstück mit dem ungewöhnlich rotem Glas nicht römisch ist. Das ist aber Tatsächlich nur ein Gefühl. Auch die verwendung von Bleikristall spricht gegen eine römische Herkunft (Bleikristall stammt aus der Böhmischen und Bayrischen Region)
Zwar war die galvanische Beschichtung schon durch die baktischen Batterien möglich aber die stammen aus der Türkei.
Ich denke dass die Gemme zwar alz ist aber nicht römisch.
Eisen (III)-oxid sollte das Glas eher braun färben, oder täusche ich mich da? (Glas ist nicht meine Baustelle.) Und wenn es um die Rotfärbung geht, sollte man auch die “Spurenelemente” nicht außer acht lassen, insbesondere die 0.26 % Mangan.
Bei dem für solche römischen Gemmen besonders beliebten Schmuckstein Karneol ist es jedenfalls das Oxid des dreiwertigen Eisens (Fe2O3), das für die Rotfärbung sorgt, ebenso beim Jaspis.
Galvanik ist doch gar nicht nötig:
Gruß, Timo
Denkt man aber Eisenoxid färbt Glas grün. Für braunes Glas benötigt man “Braunstein” Mangan (IV)oxyd. Der musste früher Beispielsweise aus Russland importiert werden daher gab es zu beginn in Deutschland nur grüne Flaschen da man auch noch nicht fähig war das Eisenoxid aus dem Rohstoff zu entfernen.
Liebe Grüße Lara
Also dann — was würdest du dem Glas beimischen, um den Rotton dieser Gemme zu erzielen, d.h. einen Karneol oder Jaspis nachzuahmen? ![]()
Gruß, Timo
Eine KI-Antwort — echt jetzt?! Das kann ich auch:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Glas rot zu färben. Eine Möglichkeit ist, das Glas mit einem Metalloxid zu färben, das eine rote Farbe erzeugt. Dazu gehören Eisenoxid, Kupferoxid und Gold.
https://g.co/bard/share/9b7cdf2f26e9
Gruß, Timo