@Allemiteinander
Sorry für den zweitägigen Hiatus — Tastatur war defekt, und den Klapprechner habe ich über die Ferien verliehen.
RandomHH schrieb:
@Geognost
Kannst du bitte deine Theorie für alle hier Mitlesenden neu und unmissverständlich formulieren?!
Auf Basis der bisherigen Befunde lautet die Hypothese, dass es in julianisch-augusteischer Zeit eine umfangreiche Vermessung zunächst der linksrheinischen Gebiete (Gallien, Ober- und Untergermanien) sowie Rätiens gegeben hätte. Dabei hätte man zuerst ein Grundgerüst (‘Triangulation erster Ordnung’) erstellt, das wo immer möglich zunächst auf natürlichen Vermessungspunkten wie Bergen basiert hätte.
Darauf aufbauend hätte man zukünftige Stützpunkte nach strategischen wie auch geometrischen Gesichtspunkten geplant.
— Der bekannterweise aus dem Griechischen (der Wissenschaftssprache der Römer zur Zeitenwende) stammende Begriff Geometrie bedeutet schließlich Erdmaße, Erdmessung oder auch Landmessung [1] — nicht Linienziehen in einem muffigen Klassenzimmer.
AngelaW schrieb:
Ohne mich noch an Mathe in der 6. Klasse genau zu erinnern: Es gibt wohl unendlich viele rechtwinklige Dreiecke im Thaleskreis, oder? Gucke ich mir nun die Adaption für Winkelabweichungen an (die “Sicheln”), dann bleibt für Absicht kaum eine Wahrscheinlichkeit. Oder?
Sieh es einmal andersherum: die griechisch-römische Antike kannte den Thaleskreis.
Hugin schrieb:
Hallo Geognost,
hier sprichst Du die größte Schwäche Deiner Theorie an:
Ich glaube, dass geodätische Gesichtspunkte für die Römer im Verhältnis zu anderen Gesichtspunkten praktisch irrelevant waren und deshalb die Römer auch niemals den erforderlichen Aufwand in die Vermessung gesteckt hätten, um geodätische Gesichtspunkte (=schöne rechtwinklige Dreiecke auf einer Karte) zu befriedigen
Der Glaube sei Dir unbenommen — aber wir sind doch hier nicht in einem geistlichen Forum. 
Hugin schrieb:
Außerdem wird Deine Theorie nicht wahrscheinlicher, wenn Du mehr Dreicke identifizierst.
Zumindest in den Naturwissenschaften wird eine auf empirischen Befunden basierende Hypothese dadurch gestärkt, wenn sie durch weitere empirische Befunde untermauert wird.
Hugin schrieb:
Deine Theorie benötigt einen unabhängigen Beweis (z.B. Schriftstücke, alte Karten´, Erlebnisberichte etc.)
Wer weiß, vielleicht liegt der Beweis schon längst im Keller eines Museums, und niemand hat bisher verstanden, was die seltsamen Dreiecke zu bedeuten haben — wobei hier weniger an kaum erhaltene Paryri zu denken wäre als vielmehr etwa an Kritzungen in Metall.