@LAH Hallo LAH, na ja das Steuergeld wäre nicht so wichtig. Das ist, glaub ich, nicht sooo viel. Mich stört manchmal folgendes: Experten für z.B. römische Geschichte gefallen sich darin ihre Kenntnisse in immer wiederkehrenden Funden/Fundstellen nachzuweisen. Obwohl hier kein Erkenntnisgewinn herauskommt. Es ist nunmal so das Experten für römische Geschichte uns nichts Neues mitteilen können. Wir wissen alles wesentliche (und nicht nur das) über diesen Abschnitt der europäischen Geschichte. Es ist verschwendetes Know-how und personelle Man-Power hier weiter herumzueiern. Die Archäologen die wir haben, sollten, aufgrund der begrenzten Mittel die zur Verfügung stehen, gezielt und projekthaft Dinge angehen die uns signifikante Erkenntnisgewinne bringen. Besonders im Bereich der Früh- und Vorgeschichte. Und wir sollten uns nicht so sehr auf orientalische sondern auf europäische, also unsere ureigenste Vergangenheit, konzentrieren. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit orientalischer Geschichte ist zweifellos nützlich, erlaubt sie doch einen Kontext herzustellen und isolierte Betrachtungen zu vermeiden. Die “Sammelleidenschaft” mancher archäologisch Tätigen kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Gruß Kinifix
Mich würde eher die “Open Science”-Option reizen: Dass man mehr in die Selbstpräsentation investiert. Natürlich sollte zuerst mein Lieblingsthema “Steinbearbeitung” mit der Grundlagenforschung versorgt werden.
@LAH Hallo LAH, ja das denke ich auch. Die Selbstpräsentation ist heutzutage enorm wichtig. In allen Bereichen. Und es ist nicht hilfreich wenn in Museen 41 Faustkeile gezeigt werden oder 24 römische Vasen (aus Scherben zusammengesetzt). Was die Steinbearbeitung angeht…
- klar. Die experimentelle Archäologie scheint ein Stiefkind zu sein. Oder doch nicht? Man kann sich schon fragen was man mit einem Faustkeil (dem angeblich universellen Werkzeug) eigentlich anfangen kann, was eigentlich wertvoller war: Die Geschoßspitze oder der Pfeilschaft, wie man wohl zuerst auf die Kupferverhüttung kam u.s.w. u.s.f. Gruß Kinifix
Das ist nicht richtig. Was erwartest du? Nach über 100 Jahren Erforschung der Römer steht das dicke Gerüst gut da. Es kommen immer noch neue Sachen raus. Aber nur noch wenige REvolutionen. Das neue sind Details, die bestehendes Wissen ausbauen/vertiefen.(Militärlager östlich des Rheins haben in den letzten Jahre völlig neue Sichten der Geschichte geliefert…)
Das ist ganz schön leicht gesagt: Wo findest du denn diese DInge und wofür die signifikanten Erkenntnisgewinne? Die könntem man z.B. in Rumänien finden, dort gibts noch große Lücken. Aber dafür ist das lokale Bodendenkmalamt nicht zuständig. Solche Projekte gibt es, wenn auch nicht so viele. (Viele unter Dach der DFG)
Genau was du forderst: Das Bild der Geschichte verbessern, ungeklärte Fragen beantworten. Je stärker z.B. eine Region ausgegraben ist desto fundierter lassen sich Fragen zu ihr/ einer gestellten Frage beantworten. Es geht in der ARch. auch nicht immer um weltbewegende Fragen. Aber das Material ist dienlich, auch allein um Theorien statistisch zu untermauern
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Denke nicht dass es höher ist. War noch nicht dort.
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@Melchior Hallo Melchior, oh, das ist schon richtig. Es gibt keine Erkenntnisgewinne aus bereits bekannten Erkenntnissen. Es ist (außer für Archäologen oder Historiker) vollkommen unrelevant ob im Jahr 163 n.Chr. die 12. Legion hier oder dort präsent war. Es interessiert auch niemand ob die Ausrüstung der römischen Soldaten 66 v. Chr. andere Beinschienen beinhaltete als 123 n. Chr. u.s.w. u.s.f. Und mit “niemand” meine ich die Auftraggeber. Wichtig ist, die Struktur, die innere Stärke, die wirtschaftliche und politische sowie die Kulturelle Kraft des römischen Reiches zu erkennen und UNS nahezubringen. Und zwar in einem klar erkennbarem Kontext unserer eigenen Entwicklung. Dafür reichen die bisher gemachten Funde und bekannten historischen Dokumente vollkommen aus. Ich sage mal (volle Kanne provozierend): Die Forschungen an römischer Geschichte können (seitens BRD) gänzlich eingestellt werden. Weil wir alles wesentliche wissen. Steckt die Gelder lieber in unsere eigene Vergangenheit (also Vor- und Frühgeschichte), denn da hapert es noch. Gruß Kinifix
Leider können wir als Archäologen kaum Gelder irgendwo reinstecken. Was ausgegraben wird entscheidet meist die Anlage eines Neubaus, nicht das Forscherinteresse. Römer sind ebenfalls integraler Bestandteil unserer Gesschichte, das kann die VFG nicht für sich allein ve rbuchen.
@Kinifix Was versprichst du dir eigentlich von der Vor und Frühgeschichte dir noch unklar? Eigentlich reichen die bisher gemachten Funde und bekannten historischen Dokumente vollkommen aus. Da brauch man doch nicht mehr weiter forschen.
Ich denke da sieht er die größeren Lücken. So Sachen wie Nebra und so.
@astrofratz Hallo Astrofratz, eine saubere Retour-Kutsche:-D Natürlich hab ich übertrieben - aber eben die Sache auf den Punkt gebracht, so wie ich das empfinde. Ich weiss, dass die Archäologen wenig entscheiden können, wo die Gelder hingelenkt werden. Und ich denke auch wer sich eben in die römische Geschichte “verliebt” hat, der sollte auch in diesem Gebiet wirken dürfen/können. Natürlich. Ra7zz hat es gut getroffen, für mich sind da die interessanteren und größeren Lücken
Gruß Kinifix