Zwei neue Fundplätze von Angehörigen der Federmesser-Gruppen bei Edewecht im Ammerland? Nicht gelöst

Ja Butmir,
Deine letzten Worte sorgen für Klarheit!
Ich stellte freundlich gestellte Fragen an Dich die Du nicht beantworten kannst.
Du windest Dich wie ein Aal in der Reuse. :grinning_face:

Vielleicht wäre es ihr/ihm auch deutlich lieber als Alleinunterhalter in diesem Forum aufzutreten denn dann kann er seine eigenen Pamphlete gleich selbst beantworten.

@Bucentaur

Weshalb endet die Bezeichnung Raspel in der Artefaktmorphologie so abrupt nach den 69-er Jahren, Neufunde sind in Fachkreisen auch nicht bekannt.

Tja Bucentaur,
ich würde sagen du hast ein Problem mit dem Begriff der Raspel und behauptest, dass dieser Begriff nicht mehr üblich sei ? Damit reflektierst du doch erneut lediglich deinen eigenen Kenntnisstand ! Ich gehe einfach ein Forum weiter und dort ist dieses zumeist aus Feuerstein gefertigte Werkzeug selbstverständlich bekannt und als solches in Anwendung und die Benutzung seines Terminus ein ganz gewöhnlicher Vorgang Elfenbein schnitzen ?! - Archaeoforum.de. Den Larry, den du hier dazu machst, würde man andernorts mit reichlich Erheiterung zur Kenntnis nehmen. :joy: Du hast in der Tat lediglich eine “Reuse” ausgelegt, doch sie ist wieder mal leer. Konstruktive Beiträge wären mir lieber.

Im übrigen wirst du den Floss lediglich seinem Inhaltsregister nach kennen oder ungelesen im Regal stehen haben, aber ich werde dir an dieser Stelle ganz sicher nicht aushelfen.

Und dann noch diese suggestive Diskreditierung der älteren, von mir angezogenen Quellen. Was glaubst du eigentlich, woher das Wissen für den Abgleich der von Wilde Möhre gemachten Funde herkommen soll, etwa aus den aktuellen Publikationen ? Die Beiträge von Hermann Schwabedissen, Wolfgang Taute, Bernhard Zeitz und anderen sind nun mal einen Tag älter, aber sie sind detailliert und zuverlässig. Ich werde daher nicht auf sie verzichten. Es gibt zum Thema natürlich auch diverse aktuelle Werke, wie etwa die von Baales, Street, Werninger und viele andere, aber diese bauen eben auf jene auf, ohne sie näher auszuführen.

Der Nordwesten ist zudem vergleichsweise schlecht erforscht und die Ergebnisse vorzüglicher Fleißarbeiten wie etwa die von Zoller finden oftmals noch nicht einmal Eingang in die aktuelle Literatur. Grundlegende Arbeiten wie die von Terberger, Fries, Schneider und Veil sind selten. Hier in diesem Forum ist der Wille zur Aufklärung der Sachverhalte und Adaption der bislang dazu publizierten Ergebnisse zudem durchaus begrenzt. Ziemlich mühsam das Ganze, selbst wenn es um die Thematisierung weit verbreiteter Werkzeuge, wie etwa der Raspel, geht. Im Grunde genommen geradezu eine Zeitverschwendung. Mir hier dann auch noch die Veröffentlichung von Schmähschriften zu unterstellen, wird meinen bisherigen Darstellungen wohl kaum gerecht.

Um etwaigen Konflikten aus dem Weg zu gehen, werde ich deine häufig kruden Postings in Zukunft im Falle eines Falles nicht mehr beantworten. Wenn du inzwischen ganze Werkzeugtypen verschwinden lässt, so schweigt man vermutlich besser, denn sonst läuft die Diskussion endgültig aus dem Ruder.

Gruß But

@ Butmir_58,

mal ganz entspannt,

Für Deine häufig :joy: kruden Postings :joy: muss man auch ein ganz schön dickes Fell haben.
Ich habe mir das im Laufe einiger Foren angeschafft - es klappt, wie man sieht.

Vielleicht schaust Du mal in andere Foren rein, da geht es nicht so gesittet zu wie hier.

Sanfte Grüße

Jürgen

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@Butmir_58

Ich fand deine Reaktion gegenüber Bucentaur auch ziemlich barsch. Dabei war die Frage durchaus berechtigt, da es tatsächlich nicht viel Literatur zu Raspeln gibt (wie du selbst bestätigt hast). Selbst in der Quelle die du angegeben hast, ist nur die Dorsal Seite gezeigt. Für mich reicht das auch nicht aus um ein vollständiges Bild einer Raspel zu bekommen.

Warum sträubst du dich so, deine Quellen zu teilen? Dann hätten wir mehr wissenschaftlichen Diskurs als Streitereien im Forum. Das wäre doch ein absoluter Gewinn für alle.

Gruß Shard

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Grüß Dich But,
die Diskussion lief dank deiner kruden Postings bereits völlig aus dem Ruder.
Mit dieser Meinung stehe ich übrigens nicht alleine da!
Das ganze Thema wurde von Dir völlig unnötig aufgepuscht da Du nicht in Lage bist einfachste Fragen offen zu beantworten. So gibt es ständig ein hin und her ohne für ein befriedigendes Ergebnis zu sorgen.
Vielleicht gehst Du einmal in Dich! :face_blowing_a_kiss:

Grüße
Bucentaur

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Lieber Bucentaur,

du hast wiederholt bestritten, dass es den im Endpaläolithikum weit verbreiteten Gerätetyp der Raspel überhaupt geben würde. Dies habe ich meines Erachtens nach völlig zu Recht mit Nachdruck kritisiert, denn das war schlichtweg Unfug und ich denke, dass außer dir hier niemand ernsthaft die Existenz des Werkzeugs der Raspel für diese Zeit bestreiten wird. :joy: Von seiner Funktionalität her dürfte die Raspel mit Zeitz sicherlich zwischen dem Gerätetyp des Messers und jenem der Säge einzuordnen sein.

Gruß But

@ Butnir_58,

das solltest Du aber bitte mittels Zitate von Bucentaur darlegen.

Gruß

Jürgen

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Abschnitt 6: Über das Herkommen der Federmesser Gruppen und ihren zentralen Gerätetyp.

Schon im Magdalénien IV (ca. 14.300 v. Chr.) begannen die auf der Nordseite der Pyrenäen ansässigen Menschen mit der Warmzeit des Bölling in den Sommermonaten den nordwärts ziehenden Herden der Rentiere zu folgen. An manchen Fundstellen machte das Ren bis zu 99 % aller gefundenen Tierknochen aus. Mit dem Verschwinden des Ren verringerte sich die Stärke der sozialen Einheiten des Magdalénien von bislang durchschnittlich ca. 70–80 Plätzen auf ca. 20–30 Plätze. Die in Südwestfrankreich gelegenen Sitze waren um 9.500 v. Chr. merklich dünner besiedelt und zahlreiche der inzwischen als Federmesser-Gruppen bekannt gewordenen Gemeinschaften waren im Magdalénien VI den Rentieren in nordöstlicher Richtung gefolgt und dauerhaft abgezogen. Zugleich breiteten sich diese Federmesser-Gruppen auch räumlich aus und lassen sich für die Zeit des Azilien in allen Teilen des heutigen Frankreich und Belgien nachweisen. (1)(2)

(3)

CC BY-NC-SA 4.0

Hartwig Löhr bemerkt dazu : Die späte Altsteinzeit – das Endpaläolithikum – ist besonders durch rückengestumpfte Geräte gekennzeichnet. Innerhalb dieser Gerätegruppe lassen sich die sog. Rückenmesser identifizieren, welche mit Pflanzen-Teer (Birkenpech) als seitliche Schneideeinsätze in beinerne und hölzerne Geschoßspitzen eingesetzt, oder auch als Schneidewerkzeuge verwendet wurden. (4) Tatsächlich konnten diese häufig rückengestumpften Federmesser nicht nur in der Umgebung von Trier (1987), sondern auch in Étigny-Le Brassot (2004), Marsangy sur l’Yonne (1992), Le Closeau (1998) und diversen anderen Orten nachgewiesen werden.

(5)

(6) Das hier gezeigte Bild wurde auf Wunsch des Autoren Pierre Bodu aus dem Abschnitt entfernt.

Sonja Grimm und Ludovic Mevel präsentierten 2015 eine Typologie der im Gebiet von Frankreich in der Zeit der Jüngeren Dryas und des Azilien aufgetretenen Federmesser und arbeiteten deren flintformlich markanten Charakteristika schematisch heraus:

(7)

Unter den von Wilde Möhre in Edewecht Godensholt und Karlshof Ollenbäke gemachten Funden befinden sich meines Erachtens eine ganze Reihe von diesen sog. rückengestumpften Federmessern. Dies ist schon allein unter anthropologischen Gesichtspunkten sehr bemerkenswert, denn trotz einzelner Vorstöße ins Neuwieder Becken und bis nach Hessen war ganz Nordeuropa während der letzten Eiszeit menschenleer. Erst im Zuge der beginnenden Warmzeit des Bölling (ca. 12.800–11.800 v. Chr.) breiteten sich erstmals kleinere Jäger-Sammler Gruppen der Hamburger und Swidérien Kultur zunehmend im nun eisfreien mittleren Nordeuropa aus. Besonders mit dem etwa 11.700 v. Chr. einsetzenden Alleröd-Interstadial konsolidierten sich dann auch die endpaläolitischen Stammesgesellschaften des Magdalénien und etablierten im Gebiet des Rhein und der Maas ihre Anwesenheit. Die archäologische Signatur dieser hoch mobilen, nordostwärts drängenden Menschen zeichnet sich insbesondere durch die sogenannten Federmesser aus: schlanke, auf der einen Seite häufig rückengestumpfte Klingen, die entlang der anderen Seite zur Schneide hin oft bogenförmig retuschiert sind und so in ihrer Spitze auslaufen. (8) Grimm und Mevel legten 2015 hierzu eine Karte vor, welche die mutmaßliche Ausbreitung der Federmesser-Gruppen bis ca. 11.000 v. Chr. zeigen.

(9)

Gegen Ende des Alleröd kam es zu dem einschneidenden Ereignis des Ausbruchs des Laacher-See-Vulkans mit einem Auswurf von ca. 5 Kubikkilometern Bimsgestein. Schwabedissen zufolge ist zu Beginn des Präboreals um ca. 9.500 v. Chr. zweifelsohne ein neuerlicher Vorstoß des Magdalénien erfolgt, der dann in der Folge bis in den Norden nach Schleswig-Holstein vorgetragen wurde, zumal die Industrie aus dem Borneck-Zelt der Wehlener Gruppe nach Mitteilung von Francois Bordes annähernd dem Magdalénien VI b Frankreichs entspricht. Das die eingewanderten Federmesser-Gruppen ihre Wurzeln im Südwesten Frankreichs gehabt haben, zeigen auch die im Neuwieder-Becken am Rhein gemachten Funde an mediterranen Mollusken. (10)

Quellenangaben:

(1) Emil Hoffmann: Lexikon der Steinzeit, München 1. Auflage 1999, S. 34–35 (Artikel Azilien) u. S. 244–246 (Artikel Magdalénien) Lexikon der Steinzeit - Emil Hoffmann - Google Books 2. erweiterte Auflage mit geänderten Seitenzahlen.
(2) Sonja B. Grimm, Ludovic Mevel: Federmesser-Gruppen – found in transition. In: 100 years of Bonn-Oberkassel double burial. New research on the Federmesser Gruppen/Azilian, Bonn 2015.
(3) Ludovic Mevel: Les premières sociétés aziliennes. Nouvelle lecture de la genèse du phénomène d’azilianisation dans les Alpes du Nord à patir des deux niveaux d’occupation de l’abri de La Fru (Saint-Christophe-la-Grotte, Savoie). In: Bulletin de la Société préhistorique francaise, Tome 110, numéro 4, Paris 2013, S. 657–689, insb. S. 680, Fig. 15 Les premières sociétés aziliennes : nouvelle lecture de la genèse du phénomène d’azilianisation dans les Alpes du Nord à partir des deux niveaux d’occupation de l’abri de La Fru (Saint-Christophe-la-Grotte, Savoie) - Persée.
(4) Hartwig Löhr: Einige kennzeichnende Werkzeuge der späten Altsteinzeit aus dem Trierer Land. In: Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier, Band 19, Trier 1987, S. 4.
(5) Béatrice Schmider, Pierre Bodu: Marsangy: un campement des derniers chasseurs magdaléniens sur les bords de l’Yonne, Liége 1992, Fig. 106–111, MaN 19-B bis 19-E. In: Sonja B. Grimm, Ludovic Mevel: Ebenda.
(6) Pierre Bodu: Le Closeau. Deux années de fouille sur un grisement azilien et belloisien en bord de Seine. Rueil-Malmaison (Hauts-de-Seine). Document final de synthèse de sauvetage urgent, AFAN, unpublished excavation reports, CNRS Paris 1998, Fig. 418.
Siehe dazu : Ludovic Mevel, Pierre Bodu: Le Closeau revisité. Actualités et perspectives autour des occupations de l’Azilien récent du Closeau (Rueil-Malmaison, Hauts-de-Seine, France). In: Aline Averbouth, Peggy Bonnet-Jacquement, Jean-Jacques Cleyet-Merle: L’Aquitaine à la fin des temps glaciaires – Aquitaine at the End of the Ice Age, Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil 2018, S. 203–218, Figure 2–3 https://hal.science/hal-04320205/document.
(7) Sonja B. Grimm, Ludovic Mevel: Federmesser-Gruppen – found in transition. In: Ebenda, Bonn 2015 https://www.researchgate.net/publication/285236278_Federmesser-Gruppen_-_found_in_transition
(8) Felix Riede: Tephrachronologische Nachuntersuchungen am endpaläolithischen Fundplatz Rothenkirchen, Kreis Fulda. Führte der Ausbruch des Laacher-See Vulkans (10.966 v. Chr.) zu einer anhaltenden Siedlungslücke in Hessen ? In: Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde, Band 133, Wiesbaden 2012, 47–68. https://www.researchgate.net/publication/262379731_Tephrochronologische_Nachuntersuchungen_am_endpalaolithischen_Fundplatz_Rothenkirchen_Kreis_Fulda_Fuhrte_der_Ausbruch_des_Laacher_See-Vulkans_10966_v_Chr_zu_einer_anhaltenden_Siedlungslucke_in_Hessen
(9) Sonja B. Grimm, Ludovic Mevel: Federmesser-Gruppen – found in transition. In: Ebenda, Bonn 2015.
Siehe dazu auch: Resilience and reorganisation of social systems during the Weichselian Lateglacial in North-West Europe: an evaluation of the archaeological, climatic and environmental record, Mainz 2019. Seite 54, Fig. 23 mit freundlicher Genehmigung Resilience and Reorganisation of Social Systems during the Weichselian Lateglacial in North-West Europe: An Evaluation of the Archaeological, Climatic, and Environmental Record | Propylaeum.
(10) Hermann Schwabedissen: Die Federmesser-Gruppen des nordwesteuropäischen Flachlandes. Zur Ausbreitung des Spät-Magdalénien. Offa Bücher, Band 9, Neumünster 1954. Die Rezension durch Charles Brian Montagu McBurney DIE FEDERMESSER-GRUPPEN DES NORDWESTEUROPAISCHEN FLACH-LANDES. By Hermann Schwabedissen. Neumünster: Karl Wachholtz Verlag. 1954. pp. vii + 104. 106 figures (including 6 maps). DM. 23 | Antiquity | Cambridge Core

Hallo But,

gut gemeinter Rat von mir: Du darfst nicht einfach Abbildungen ohne Erlaubnis des Bildrechteinhabers (das sind in der Regel die veröffentlichenden Verlage) veröffentlichen, das kann so richtig teuer werden. Es genügt nicht, die Quelle dazu anzugeben (außer, etwas ist open access). So etwas muss ordentlich angefragt werden, und sehr oft ist die Erlaubnis zur Veröffentlichung (sofern man sie bekommt) nicht kostenfrei.

Viele Grüße
Inez

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Ähm, wie kommst Du auf die Idee, dass ich die Autoren nicht angefragt und um Erlaubnis gebeten habe ?

Weil Leute, die sonst nicht mit Bildrechten zu tun haben, so etwas normalerweise nicht wissen. Und die meisten Autoren wissen auch nicht, dass nicht sie die Bildrechte an Abb. in ihren Büchern/Aussätzen haben, sondern die in normalerweise bei den veröffentlichenden Verlagen liegen, wie ich schon geschrieben habe. Es nutzt dir also herzlich wenig, wenn der Autor einverstanden ist, er aber gar nicht die Rechte an den Abb. hat.
Wenn du die Erlaubnis hast, umso besser. Dann solltest du es aber auch dazuschreiben. Und natürlich die schriftliche Einverständniserklärung aufbewahren. Wie gesagt, kann teuer werden.

Bildrechtemanagement ist mein täglich Brot, du kannst mir glauben, dass das alles extrem komplex geregelt ist.

Ich muss nochmal ergänzen: Bei dem ersten Bild steht gar keine Quelle, bei den nächsten beiden, Schmieder und Bodu, ist gar keine vernünftige Quelle angegeben (abgesehen davon, dass die beiden Aufsätze, nehme ich an, schon ziemlich alt sind. ich bezweifle, du hast da auf die Schnelle anfragen und eine Erlaubnis bekommen können). Du möchtest ja wohl wissenschaftlich arbeiten, aber das gehört halt auch zum Handwerk.

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Hallo,
@Inez, damit hast Du völlig Recht!

Mit dem letzten Post hat But verschiedene Berichte mit Bildern schön in und zu einem Aufsatz zusammenkopiert.
Allerdings ist es so, dass bislang kein einziger Nachweis in Form eines Artefakts vorliegt der real bestätigen könnte, dass es sich um einen wie der Threadtitel suggerieren möchte um einen Fundplatz der Federmesser-Gruppen handelt. Wo sind die Federmesser und rückengestumpfte Artefakte ?

Grüße Bucentaur :slightly_smiling_face:

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Moin,

weil …
insbesondere bei Bildern ist es das mindeste, dies auch bei der Veröffentlichung kund zu tun.
Bei mir ist es Usus, wie es auch sonst Usus ist, Quellenangabe und Genehmigung für Bilder hinzuzufügen.

Gruß

Jürgen

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nochmal ganz konkret an alle Mitglieder: Es reicht nicht, beim Autor um Erlaubnis zu bitten. Wie bereits erklärt, liegen die Bildrechte sehr oft NICHT beim Autor (außer, die Bildrechte wurden eindeutig an ihn übertragen bzw. hat er sie eindeutig behalten, oder es handelt sich um Selbstverlag), sondern beim Verlag, der das Buch/den Artikel veröffentlicht hat!

Liebe Grüße
Inez

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Liebe Emma,

die im Abschnitt 6 dieses Fadens genannten Autoren Schmider, Grimm, Mevel und Bodu sind intensiv darum bemüht ihre Inhalte und Ergebnisse im Open Edition Format Licence OpenEdition Books zu veröffentlichen und versehen ihre Fachbeiträge oftmals gleich direkt mit einer Creative Commons Lizenz About CC Licenses - Creative Commons. Damit zeigen sie an, unter welchen Bedingungen sie ihre Inhalte freigeben. In Bezug auf die von Pierre Bodu, Ludovic Mevel und Philippe Alix untersuchte Fundstelle Le Closeau (Hauts-de-Seine) wurden die von ihnen publizierten Ergebnisse ebenfalls mit einer solchen Lizenz freigegeben, aber nur zur nicht kommerziellen Nutzung Less simple than expected. New technological and functional insights on the Late Azilian site of Le Closeau (France) | Quartär – Internationales Jahrbuch zur Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit. Diese Einschränkung habe ich hinsichtlich der von mir verwendeten Materialien im Rahmen der Angaben zur Lizenz so auch entsprechend kenntlich gemacht : CC_BY-NC-SA_4.0.

Mit einer Lizenzvergabe ist viel gewonnen, denn nun können sich die Informationen und das damit verbundene Wissen viel leichter verbreiten und die Autoren werden nicht länger mit den Bitten anderer Autoren um die Gewährung einer Abbild- oder Abdruckerlaubnis überhäuft. Die Bedingungen zur Wiederverwendung erstellter Materialien werden also nicht immer aufs Neue, sondern einmalig geregelt, das spart sehr viel Zeit. Wir sehen diese Entwicklung überall, die Bibliothek Heidelberg fügt ihren digitalisierten Beständen grundsätzlich eine solche Lizenz hinzu, die Internet Archive, sowie die Staatliche Museen Berlin (SMB), der Louvre, das British Museum, oder das Metropolitan Museum of Art (MET), sie alle versehen ihre online präsentierten Materialien zumeist mit der Lizenz CC_BY-NC-SA_4.0 oder geben sie gleich in Public Domain. Anders sind diese Sachverhalte in einer digitalisierten Welt nicht handhabbar.

In Bezug auf die von mir in Abschnitt 6 gezeigten Materialien ist dies nicht anders und ich bin irritiert, dass du hier nun die Position der Verlagsseite vertrittst und den Autoren als Urhebern das Recht auf eine Vergabe von Lizenzen absprichst. Inzwischen wurde ich dazu von Herrn Pierre Bodu angeschrieben. Er teilte mir in seinem Schreiben wörtlich mit, dass er seine Inhalte “nicht in eurem Forum” veröffentlicht sehen möchte. Ich werde seiner Bitte daher also folge leisten und die in Abschnitt 6, Bodu 1998, Le Closeau, Fig. 418 gezeigte Abbildung nun entfernen. Es ist eine sehr seltene Darstellung, denn der dazugehörige Grabungsbericht blieb bislang unveröffentlicht. Dies ist auch der Grund, warum ich ihn zunächst nicht finden konnte. Nun habe ich ihn wie beabsichtigt ermittelt und in das Publikationsverzeichnis eingefügt. Es konnten von mir zudem zwei weitere Arbeiten zu diesem bedeutenden Federmesser Fundplatz recherchiert werden. Ich bedaure die von Herrn Bodu veröffentlichte Abbildung der in der Lagerstätte Le Closeau geborgenen Federmesser nunmehr trotz entsprechender Kennzeichnung entfernen zu müssen und bemühe mich die dort gezeigten Fundstücke später anhand einer anderen Veröffentlichung hier über Open Edition erneut einstellen zu dürfen. Die hier vertretene, im Grunde doch wohl eher urheberfeindliche Verlagslinie lässt mich dabei aber wenig erfreut in die Zukunft blicken, denn die Autoren sehen ja auch, welcher Standpunkt hier dazu artikuliert wird. Ich für meinen Teil distanziere mich davon und vertrete stattdessen ganz klar die im Rahmen der Creative Commons etablierte Vorgehensweise.

Gruß

But :smiley:

@Bucentaur

Wo sind die Federmesser und rückengestumpfte Artefakte ?

In Anbetracht deiner bisherigen Argumentationsweise, immerhin bestreitest du die Existenz ganzer Gerätetypen, schien es mir sehr ratsam, zunächst einmal das typische Federmesser genauer zu beschreiben und bildlich vorzustellen. Nun kann keiner mehr sagen, er habe keine Vorstellung davon, was ein Federmesser denn nun genau sei und wie es optisch aussehe. Selbst du nicht :joy: Ich sage das nicht etwa deshalb, weil ich glauben würde, dass du das Federmesser seiner Gestalt nach nicht erkennen würdest, sondern deshalb, weil ich bei dir annehme, dass du die Möglichkeit zur Bestimmung eines solchen selbst dann bestreiten würdest, wenn hier eines vor dir liegen würde. :joy: So kann ich im weiteren nun aber kurzerhand auf die oben genannten Publikationen verweisen und dann wäre es in einem nächsten Schritt nämlich an dir, das von dir dazu behauptete dann deinerseits zu belegen.

Wir werden es im nächsten Abschnitt sehen und ich denke dass es hier nicht nur um dich geht, sondern auch um ein überschaubares, aber interessiertes Publikum, das durchaus verstehen möchte, worauf hier denn inhaltlich eigentlich abgehoben wird. Daher bitte ich dich um Rücksichtnahme, zumal das Federmesser als Projektil namensgebend für die Federmesser-Gruppen wurde. Es macht also durchaus Sinn, an dieser Stelle etwas genauer auf diesen für uns im weiteren durchaus zentralen Gerätetyp einzugehen und eine kurze Darstellung zum Herkommen der Federmesser-Gruppen selbst mag für dich vielleicht ebenfalls unangebracht erscheinen, aber auch in diesem Punkt sprichst du sicherlich nur für dich allein. Ich jedenfalls möchte die in Edewecht Godensholt und Karlshof Ollenbäke gemachten Funde in ihrem historischen und wissenschaftlichen Kontext darstellen und ich denke, das ist vom Ansatz her nicht nur üblich, sondern auch überaus wichtig und ratsam.

Gruß But :slightly_smiling_face:

Lieber But,

du verstehst hier ganz klar sehr viel nicht.

  1. Ein Autor kann nicht einfach selbst entscheiden, ob ein Bild oder Artikel unter Creative Commons steht.
    In wissenschaftlichen Publikationen ist es üblich, dass die Nutzungsrechte – insbesondere an Abbildungen – beim Verlag liegen, sobald das Werk veröffentlicht wurde.
    Das bedeutet: Nur wenn der Verlag ausdrücklich eine Creative-Commons-Lizenz vergibt, darf das Material entsprechend weiterverwendet werden. Selbst wenn ein Autor grundsätzlich zur Freigabe bereit wäre, kann er das rechtlich nicht tun, wenn er die Rechte zuvor an den Verlag abgetreten hat – was bei nahezu allen Fachpublikationen der Fall ist.

  2. Creative Commons gilt für Texte und Abbildungen – aber nur, wenn das ausdrücklich und für jedes Element separat gekennzeichnet ist.
    Ein Open-Access-Artikel ist oft frei lesbar, aber das heißt nicht automatisch, dass man Inhalte daraus beliebig weiterverwenden darf.
    Viele Artikel stehen unter einer CC-Lizenz, aber diese bezieht sich häufig nur auf den Text, während für Abbildungen, Tabellen oder Karten gesonderte Rechte gelten. Deshalb muss jede einzelne Abbildung auf ihre Lizenz hin geprüft werden.

Dass Herr Bodu dir nun ausdrücklich mitgeteilt hat, dass er keine Veröffentlichung der Abbildung im Forum wünscht, zeigt mir: Es lag kein Recht zur Veröffentlichung vor.

Die Annahme, dass CC-Lizenzen irgendetwas überflüssig macht (die nervigen Verlage vielleicht?) oder unnötige Bürokratie verhindern, verkennt die Realität. Jeder Open-Access-Artikel verursacht hohe Kosten – für Lektorat, Peer Review, Satz, Datenhaltung, DOI-Registrierung, Archivierung, u. v. m. Diese Arbeit wird nicht „von alleine“ erledigt. Die meisten Verlage bieten Open Access nur gegen Zahlung sogenannter APCs (Article Processing Charges) an – oft im vierstelligen Bereich. Wenn man nun erwartet, dass alle Inhalte ohne Rücksicht auf Rechte, Lizenzmodelle oder wirtschaftliche Grundlagen frei zirkulieren, untergräbt das genau die Strukturen, die wissenschaftliche Qualität und Verlässlichkeit erst ermöglichen. Ohne finanzierbare Modelle gäbe es viele fundierte, qualitätsgeprüfte Inhalte bald gar nicht mehr – oder nur noch in schlecht gepflegten Eigenpublikationen.

Die Beispiele, die du nennst – Internet Archive, MET, British Museum etc.– betreffen in der Regel eigene, von ihnen digitalisierte Bestände, deren Rechte sie selbst halten. In solchen Fällen können sie rechtssicher CC-Lizenzen oder Public-Domain-Freigaben vergeben. Das ist aber nicht auf wissenschaftliche Veröffentlichungen übertragbar, bei denen komplexe Rechteketten bestehen – etwa wenn Autoren, Fotografen, Zeichner und Verlage beteiligt sind. Eine pauschale CC-Vergabe ist hier rechtlich gar nicht möglich, es sei denn, alle Beteiligten stimmen dem zu. Und genau das ist aufwendig und oft nicht realisierbar.

Wir alle wünschen uns, dass wissenschaftliche Inhalte zugänglich sind – aber bitte auf rechtskonformem Weg. Wenn sich Verlage die wirtschaftliche Basis wegnehmen lassen, weil Inhalte wahllos verbreitet werden, wird am Ende niemand mehr in hochwertige Forschungspublikationen investieren – und das schadet gerade denen, die du mit deiner Arbeit eigentlich unterstützen willst.

Viele Grüße

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Hallo,
für jemand, der in keiner Weise befähigt ist, ein Artefakt von einem Geofakt zu unterscheiden riskierst Du hier in diesem Forum einiges.
Das grenzt schon an Fahrlässigkeit, bei völligem Nichtwissen laufend “Expertisen” zu diversen Themen abzugeben.
Texte und Bilder abzukupfern kann jeder.
Anbei ein Link zu einem guten Thread in dem Du Deine wahren Kenntnisse zur Artefaktmorphologie einem breiten Publikum zugänglich machst.

Meine Empfehlung, gehe in Dich und überlege ernsthaft ob Du hier weiter so unqualifiziert Referieren möchtest.

(Beweis hier:

Beste Grüße :face_blowing_a_kiss:

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@Bucentaur

Hallo,
für jemand, der in keiner Weise befähigt ist, ein Artefakt von einem Geofakt zu unterscheiden riskierst Du hier in diesem Forum einiges.
Das grenzt schon an Fahrlässigkeit, bei völligem Nichtwissen laufend “Expertisen” zu diversen Themen abzugeben.
Texte und Bilder abzukupfern kann jeder.

Das hast du aber wieder sehr schön gesagt :joy:

Ich weiß zwar nicht, was dieser Beitrag deinerseits hier soll, aber vielleicht stellst du dann auch meine dort Faustkeil oder einfach nur ein Feuerstein? - #26 von Butmir_58 dazu gemachte Einschätzung ein, dass dieses Werkstück nämlich halbfertig aufgegeben worden sein wird, weil es bei der Bearbeitung Schaden genommen hat. Der bei der Bearbeitung entstandene Schaden ist auf dem von dir hier dazu gezeigten Bild sogar sehr deutlich zu erkennen. Demnach hätten wir es bei dem von dir gezeigten Stück also mit Ausschuss Fehlproduktion – Wikipedia zu tun, also einer Fehlproduktion wie sie an zahlreichen paläolithischen Werkplätzen signifikant nachgewiesen werden konnte. Ansonsten liest sich alternativ dazu aber auch der Folgende Aufsatz von Jürgen Weiner als mögliche Erklärung wirklich sehr gut : (PDF) Schlaggeräte aus Stein. In: Steinartefakte vom Altpaläolithikum bis in die Neuzeit (Tübingen 2012) 141-146..

Wie gesagt, ich würde deine Beurteilung und die Art wie du sie vertrittst auch in Hinblick auf das hier von dir gezeigte Objekt nicht teilen wollen und dafür gibt es gute Gründe. Im übrigen belege ich meine Aussagen gerne und greife dabei auf einschlägige Quellen zurück. Ich denke, dass würde deiner Argumentation auch gut tun, denn daran mangelt es dir entscheidend. Wenn du dich im weiteren also bitte auf das hier zugrunde liegende Thema beschränken und lediglich Fundstücke aus dessen Kontext einführen würdest wäre ich dir sehr verbunden.

Küsschen küsschen
But

@EmmaPeach

Creative Commons gilt für Texte und Abbildungen – aber nur, wenn das ausdrücklich und für jedes Element separat gekennzeichnet ist.
Ein Open-Access-Artikel ist oft frei lesbar, aber das heißt nicht automatisch, dass man Inhalte daraus beliebig weiterverwenden darf.
Viele Artikel stehen unter einer CC-Lizenz, aber diese bezieht sich häufig nur auf den Text, während für Abbildungen, Tabellen oder Karten gesonderte Rechte gelten. Deshalb muss jede einzelne Abbildung auf ihre Lizenz hin geprüft werden.

Soweit mir bekannt ist, gilt die für das Werk gewählte CC-Lizenz für alle Bereiche, mit Ausnahme derer, welche durch ein eigenes Copyright ausgewiesen und dadurch davon ausgenommen sind. Ich würde dich daher bitten diese von dir gemachten Aussagen zu belegen und folgendes zur Kenntnis zu nehmen :slight_smile:

Die Universität Heidelberg ist im Laufe des Jahres 2023 dem bundesweiten Vertrag mit Elsevier beigetreten, wodurch alle Autoren, welche ihr als Mitglied angehören, ihre Fachartikel im Rahmen des Vertrages kostenfrei Open Access publizieren können. Ihre Artikel werden dabei unter einer offenen Lizenz veröffentlicht, vorzugsweise einer CC-BY Lizenz: Übersicht Rabatte Open Access-Publikationen - Universität Heidelberg

Diesem Modell für digitalisierte Medien sind verschiedene Verlage beigetreten und haben im Zuge dessen zugleich auch ihre eigenen, teils älteren, mitunter aber auch neueren digitalisierten Ausgaben unter Bedingungen urheberechtsfrei gestellt. So teilt das Archäologische Korrespondenzblatt des Leiza Verlags beispielsweise im Rahmen seiner Open-Access-Richtlinie mit : “Die Beiträge des AK unterliegen der CC BY-SA 4.0 Lizenz. Den Autoren wird ein [entsprechendes] Formular zur Unterschrift vorgelegt.” Über die Zeitschrift | Archäologisches Korrespondenzblatt. Ganz ähnlich sind inzwischen auch die Bestimmungen beim Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz geregelt Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. Diese Verlage generieren ihre Einnahmen also über die gedruckte Printausgabe. Sobald es zu einer Onlinestellung kommt, wird das digitalisierte Format dann über eine CC BY-SA Lizenz in Open Access gegeben. Viele Verlage machen bei digitalisierten Ausgaben lediglich ein Copyright auf das von ihnen gefertigte Layout geltend. Diese Regelung wurde in gegenseitigem Einvernehmen getroffen und gilt für alle Beteiligten zunächst mit einer Laufzeit bis 31.12.2028.

Gruß But