Zwei neue Fundplätze von Angehörigen der Federmesser-Gruppen bei Edewecht im Ammerland? Nicht gelöst

Hallo But,
Deine Themenwechsel in diesem einen Thread sind extrem sprunghaft.
Anfangs stellst Du “Feuerstein” ein mit dem Hinweis es sei Helgoländer Feuerstein mit Artefaktcharakter ohne jedoch in der Folge direkt auf daraus resultierende Fragen einzugehen, geschweige denn diese zu beantworten. Du wechselst dann stets kurzerhand wieder das Thema und zitierst seitenlang irgendwelche Publikationen zu Themen. Das ist keine qualifizierte Forendiskussion mit Beteiligung aller. Du hast hier quasi eine ONE MEN SHOW veranstaltet.
Lieber But, Dein größtes Manko ist, einen Feuerstein selbst qualifiziert zu beurteilen, Artefakt ja oder nein und dazu eine adäquate Ansprache abzugeben. Dazu fehlen Dir noch gewisse Basics. Für Einsteiger empfehle ich immer noch das Werk von Joachim Hahn Artefaktmorphologie und dazu den neuen Floss “Steinartefakte”. Solltest Du selbst Artefakte aufgelesen haben kannst Du versuchen anhand der Fachliteratur diese selbst zu bestimmen. Die Bestätigung einer korrekten Bestimmung kannst Du Dir dann beim Amt einholen. Das ist ein längerer Lernprozess der nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen ist. Ich brauchte auch mehrere Jahre um in der Artefaktansprache sattelfest zu sein.
In diesem Sinne Butmir, weiter fleißig üben und sich bei fragwürdigen Stücken nicht so sehr weit aus dem offenen Fenster lehnen.

Grüße Bucentaur

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Hallo Butmir,

jetzt muss ich mich doch direkt in die Diskussion einschalten …

Ich habe Deinen letzten Beitrag genau und interessiert gelesen und hätte dazu ein paar inhaltliche Fragen:

  1. Von welchem Pfeilschaft vom Stellmoor sprichst Du genau?
  1. Was verstehst Du unter
    “längsschneidiger Pfeilschaft”?

  2. Wie kommst Du darauf, dass die Spitze oben und die Sehnenkerbe unten ist?

  1. Was ist unter “Dies ist der ursprüngliche Pfeiltyp.” zu verstehen?

  2. Welchen unmittelbaren Zusammenhang siehst Du denn zwischen den in der Blätterhöhle entdecken Federmessern und den Pfeilen vom Stellmoor?

Liebe Grüße
Anime

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Hallo,
es sieht ganz danach aus als hätte sich Butmir mit einem ganzen Paket offener Fragen einfach aus dem Staub gemacht.
Das ist die am wenigsten aufwendige Möglichkeit vielen berechtigten Fragen aus dem Weg zu gehen. Am Ende ist halt ein abrupter Themenwechsel im Thread nicht mehr ausreichend, vor allem wenn ein derart unbeantworteter Fragenstau aufläuft.

Bucentaur

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Moin,

seid nicht so ungeduldig.

Wenn man Fragen nicht aus eigener Erfahrung beantworten kann und sowieso nicht
in der Materie drinsteckt, dann dauert die Recherche mitunter sehr lange.

Ihr seid auch noch lange nicht an der Reihe, mit den Nachfragen. :wink:

Auf meine mehrfache Nachfrage zum Begriff “Raspel”, hatte Butmir_58 erst gar nicht
geantwortet und später vertröstet - vielleicht steht ja tatsächlich der Begriff im Floss,
Recherche kann Butmir_58 ja und macht ihm Spaß:

Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon lange die Antwort von Harald Floss in meinem Postfach,
einige Mitglieder können das bestätigen:

Zitat Harald Floss:
Lieber Jürgen, danke Dir herzlich für die Anfrage …
[…]
Beste Grüße aus Tübingen
Harald

Das zitierte […] können interessierte Mitlesende auf Anfrage bei mir per PM erhalten.

Gruß

Jürgen

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also, gestern beim Feuersteinbearbeitungskurs war auch kein einziges Mal von “Raspel” die Rede, nur so am Rande. Ich habe durchaus überlegt, ob ich danach fragen soll. :wink:

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Hallo Butmir,

sehr schade, dass Du auf meine Fragen nicht antwortest!

Ich wollte Dir Gelegenheit geben, Deine Ausführungen genauer zu erläutern. Aus meiner Sicht sind sie nämlich ungenau und häufig äußerst fragwürdig.

Deshalb möchte ich hier meine Probleme mit Deinen Ausführungen kurz darstellen:

  1. Alfred Rust hat in Stellmoor über 100 Reste von Pfeilschäften gefunden. Leider gehören sie zu den Verlusten des 2. Weltkriegs. Mehrere Holzfragmente, zu denen auch (wahrscheinlich) Fragment(e) von Pfeilschäften gehören, wurde 2013 zufällig in Rusts Nachlass entdeckt.

Nebenbei bemerkt: Rusts Ausgrabungen in Stellmoor fanden von 1934 bis 1936 statt. 1943 ist das Jahr, in dem sein Werk “Die alt- und mittelsteinzeitlichen Funde von Stellmoor” erschienen ist.

  1. Nur PfeilSPITZEN können quer- oder längsschneidig sein. Bei einem “Schaft” wären schneidende Kanten kontraproduktiv.
  1. In den Erläuterungen zu den Abbildungen auf Tafel 91 in seinem Werk “Die alt- und mittelsteinzeitlichen Funde von Stellmoor” sieht Rust die Sehnenkerbe oben. Dass es sich um einen Schaft mit Steckverbindung handelt, wurde erst später erkannt. Dies müsste ich noch genauer recherchieren, dazu brauche ich aber die Unibibliothek …

  2. Ich habe tatsächlich keine Ahnung, was in diesem Zusammenhang unter “Dies ist der ursprüngliche Pfeiltyp.” zu verstehen ist. Ursprünglich im Vergleich zu was? Und was ist an dem Pfeiltyp ursprünglich? Und woher weiß man, was ursprünglich ist?

  3. Hier bin ich auch komplett “lost”.
    Ich kann mir höchstens vorstellen, dass der Zusammenhang darin bestehen soll, dass Federmesser möglicherweise als Pfeilbewehrung dienten. Nachgewiesen ist das übrigens nicht - die bisher ältesten Pfeile stammen ja von der Ahrensburger Kultur!
    Allerdings sind - ganz abgesehen von evtl. zeitlichen und räumlichen Unterschieden der Kulturen - für die Ahrensburger Kultur Stielspitzen typisch, die sogar als Leitformen gelten. Davon wurden jede Menge gefunden, auch abgebrochene Spitzen in Pfeilschäften.

Rust erwähnt in seinem o.g. Werk in Bezug auf die Ahrensburger Schicht kein einziges Federmesser. Der Begriff müsste ihm 1943 bekannt gewesen sein. Ich selbst kenne mich nicht gut genug aus, um unter den Fotos und Zeichnungen der Artefakte etwas zu identifizieren, das als Federmesser durchgehen könnte.

Lieber Butmir, ich bin beim Lesen Deiner Beiträge auf unzählige Ungenauigkeiten und Unstimmigkeiten gestoßen! Die Pfeile aus Stellmoor sind hier nur ein kleines Beispiel - zudem ich zugebenermaßen etwas Vorwissen habe.

Ein gut gemeinter Rat: Falls Du weiterhin wissenschaftliche und schriftstellerische Ambitionen hast, würde ich mich zunächst auf ein (kleines) Gebiet beschränken und das ausführlich recherchieren.
Es reicht aus meiner Sicht nicht, nur einzelne Teile aus der Literatur herauszugreifen und nach eigenem Gutdünken zusammenzusetzen. Das ergibt zwar eine beeindruckende Literaturliste, aber wenn man sich einzelne Dinge genauer anschaut, stößt man schnell auf Probleme. Auf Google Books zurückzugreifen hat z.B. den Nachteil, dass nicht das vollständige Buch zugänglich ist.
Und manchmal macht es Sinn, sich die Originalveröffentlichungen anzuschauen, was ich Dir in Bezug auf die Ahrensburger Pfeile nur emfehlen kann. Bilder sind zwar kein Ersatz für die Originale, aber immer noch besser als nichts! Es gab eben nicht nur einen Pfeil!
Und eine archäologische Führung mit den höchst kompetenten und engagierten Mitarbeiern der IG Tunneltal könnte Dir sicher ganz neue Einsichten vermitteln.

Aber viel Spaß weiterhin mit Deinen Projekten!

Ich wünsche Dir auch noch viel Erfolg mit dem Nachweis Deiner (möglichen) Fundstelle und bin schon neugierig, was das NLD dazu sagt!

Liebe Grüße
Anime

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Hallo Jürgen,

sorry fürs Vordrängeln … :face_with_hand_over_mouth:

Ich kann mir in etwa vorstellen, was Harald Floss zur “Raspel” gesagt hat - ich habe ihn schon mehrfach live erlebt. Aber ich würde die Antwort trotzdem gerne lesen. Wie bekomme ich eine PM?

Liebe Grüße
Anime

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Dem möchte ich mich vollumfänglich anschließen. Das ist kein wissenschaftliches Arbeiten. Deshalb hatte ich gehörige Bauchschmerzen, als du, @Butmir_58 , davon gesprochen hast, ein Buch zu schreiben. Mir ist klar, dass du das im Selbstverlag vorhast, denn ein Fachverlag wird dein Werk sicher nicht annehmen, solltest du nicht noch eine ordentliche Schippe drauflegen. Aber hör lieber auf uns und lerne das Handwerk - das archäologische und schriftstellerische - erst, sofern du einen gewissen Anspruch an dich selbst hast.

Viele Grüße
Inez

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Moin Anime,

oben rechts sollte es jetzt bei Dir so aussehen:

:postal_horn:
Gruß

Jürgen

Sagt mal, gibt es nicht auch in der Archaeologie Peer-Review, also Archaeologen, die Veröffentlichungen querschecken?
Welchen Stellenwert hätte dann ein Buch aus einem Selbstverlag?

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Hallo Hugin,

die KI sagt, ja derartige Literatur wird geprüft.
wird archäologische literatur vor erscheinen geprüft - Google Suche
Viele Grüße

Hallo Hugin,
sorry ich muss mich korrigieren, Bücher aus einem Selbstverlag unterliegen nicht einer Überprüfung.
werden bücher aus einem selbstverlag geprüft - Google Suche
Viele Grüße Peter

Hallo Hugin,

Bucentaur hat es schon richtig recherchiert - peer reviewing ist nur bei Fachjournalen Standard. Es gibt es auch bei Fachbüchern in wissenschaftlichen Verlagen, ist aber kein Muss und auch nicht so streng wie bei Fachjournalen.
Das, was Butmir wohl vorhat, hat keinerlei Chance, überhaupt nur in die Nähe eine Peer Reviews zu kommen.

Ach so, und deine eigentliche Frage nach dem Stellenwert: Das kannst du dir anhand meiner Antwort sicher selbst beantworten.:blush:

Liebe Grüße
Inez

@StoneMan

Das zitierte […] können interessierte Mitlesende auf Anfrage bei mir per PM erhalten.

Lieber StoneMan, ich fordere dich hiermit auf die Antwort von Herrn Floss auf deine Anfrage hinsichtlich des Gerätetyps der Raspel hier bitte in diesem Faden vollumfänglich zu veröffentlichen,

Gruß But

@Anime

Nebenbei bemerkt: Rusts Ausgrabungen in Stellmoor fanden von 1934 bis 1936 statt. 1943 ist das Jahr, in dem sein Werk “Die alt- und mittelsteinzeitlichen Funde von Stellmoor” erschienen ist.

Sehr richtig, gut erkannt :+1:

  1. Von welchem Pfeilschaft vom Stellmoor sprichst Du genau?

Antwort: Ich spreche von dem Pfeilschaft, welcher oben in Beitrag # 120 im Bild gezeigt wird. :wink:

  1. Nur PfeilSPITZEN können quer- oder längsschneidig sein. Bei einem “Schaft” wären schneidende Kanten kontraproduktiv.

Der war wieder richtig gut :joy:

Vielleicht einigen wir uns hier begrifflich auf einen längsschneidigen Pfeil oder Pfeilkopf ?

@But,
diese Forderung ist ja geradezu abenteuerlich und richtig frech!

Du forderst hier User auf deine Anfragen zu beantworten und bist zig-fach selbst nicht fähig auf die Fragen anderer einzugehen.
Das ist schon ziemlich unverfroren und arrogant.
Bucentaur

Hallo Butmir,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.

Danke!
Schön, dass Du Deinen Fehler bereits in Deinem Originalbeitrag korrigiert hast.

Aber woher weißt Du, dass das der älteste Pfeil ist?
Die C14-Methode wurde erst nach dem 2. Weltkrieg verwendet, andere Datierungsmethoden noch später. Rust erwähnt in seinem Werk nicht, dass die Pfeilschäfte verschieden alt sind oder in verschiedenen Schichten gefunden wurden.

Vielen Dank!

Sorry, aber ich persönlich würde lieber bei dem Begriff “Pfeilspitze” bleiben. Sowohl “längsschneidiger Pfeil” als auch “Pfeilkopf” sind keine Begriffe, die in der mir bekannten Fachliteratur verwendet werden. Die Begriffe “längsschneidig” und “querschneidig” kenne ich außschließlich in Verbindung mit PfeilSPITZEN.

https://www.duden.de/suchen/dudenonline/Pfeilkopf

Vielleicht möchtest Du den Begriff auch oben in Deinen Ausführungen korrigieren? Beim wissenschaftlichen Arbeiten ist die Verwendng der richtigen Begriffe essentiell.

Es wäre nett, wenn Du mir auch noch meine restlichen Fragen beantworten könntest.

Liebe Grüße
Anime

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Hallo Butmir,

möchtest Du Dich nicht lieber selbst gleich an Prof. Floss wenden?

Liebe Grüße
Anime

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Hallo But,
man sollte ja den Thread nicht beenden ohne selbst das Gefühl zu haben Dir nichts beigebracht zu haben!
Archäologisch betrachtet bezieht sich eine Pfeilbewehrung auf die unterschiedlichsten Pfeilspitzen und Teile welche an Pfeilen befestigt wurden, um sie effektiver zu machen. Diese kleinen Bauteile können aus unterschiedlichen Materialien bestehen z.B. Stein, Hornstein, Silex, Knochen, Horn oder später dann Metall. Diese Pfeilbewehrungen können je nach Kultur und Kulturstufe unterschiedlichste Formen aufweisen.
Siehst Du, wieder hast Du etwas gelernt und ich scheue keine Mühen deine Basics deutliche zu verbessern.

Bucentaurus

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@Bucentaur

Du forderst hier User auf deine Anfragen zu beantworten

Lieber Bucentaur, ich fordere lediglich Aufklärung hinsichtlich der vom Benutzer StoneMan an Herrn Floss gestellten Anfrage. Dies geht auch ganz klar aus dem im # 124 geschilderten Sachverhalt hervor, wo Herr Floss auf dessen Anfrage hin mitteilt :

Zitat Harald Floss:
Lieber Jürgen, danke Dir herzlich für die Anfrage …
[…]
Beste Grüße aus Tübingen
Harald

Es ist also der Benutzer StoneMan, welcher eine Anfrage gestellt hat, und zwar an Herrn Floss, nur lässt sich der Inhalt der von Herrn Floss daraufhin erteilten Antwort aus dem von StoneMan im # 124 eingestellten Auszug nicht entnehmen. Das selbst wäre nun nichts wirklich neues, aber da es dem Benutzer StoneMan darum geht, hier meine persönliche Glaubwürdigkeit und meine Integrität hinsichtlich der hier von mir in Bezug auf den Gerätetyp der Raspel gemachten Aussagen infrage zu stellen, sollte die von Herrn Floss dazu gegebene Antwort zumindest in ihrer zentralen Aussage hier nun auch veröffentlicht werden. Ich denke das ist angesichts der Vorwürfe, welche der Benutzer StoneMan gegen mich erhebt, nicht nur legitim, sondern auch notwendig. Wenn der Benutzer StoneMan hier öffentlich behauptet, dass Herr Floss ihm mitgeteilt habe, dass er den Gerätetyp der Raspel nicht kennt, dann sollte er diese Aussage hier auch so darstellen.

Von dir, lieber Bucentaur, erwarte ich, dass Du das nötige Differenzierungsvermögen aufbringst, denn ich habe keine Anfrage gestellt, sondern Aufklärung gefordert. Das ist nicht dasselbe !

Gruß But