Generell nehme ich natürlich alle in das vermutete Muster passenden Distanzen auf, ob mit oder ohne auffällige Zwischenpunkte.
Die orangen Linien wirken (abgesehen von dem gleichseitigen Dreieck) deshalb weniger zufällig, weil es jene sind, die ich kürzlich neu von Alzey aus gefunden hatte. Ich habe sie auch in den folgenden Karten in dieser Farbe belassen, um euch und auch mir den Überblick zu erleichtern. Ansonsten unterscheiden sie sich qualitativ nicht von den hellblauen — das heißt, sie entsprechen Distanzen von einem Viertelgrad und Vielfachen (durchgezogen), einem Zehntelgrad und Vielfachen (gepunktstrichelt) oder einem, bzw. zwei Dritteln eines Grads (gestrichelt). Und unten in der Karte wurde für die beiden Spezialfälle mit 0.15° noch eine eng gepunktete Linie gewählt.
Im vergangenen Dreivierteljahr habe ich die Angelegenheit ruhen lassen, um den Kopf wieder einmal frei zu bekommen. Aber in einigen Wochen wird es Gelegenheit geben, die Daten in aller Ruhe meinem neuen Schwippschwager vorzustellen, der nicht nur ein feiner Kerl zu sein scheint, sondern nebenbei auch noch einen Ph.D. in Mathematik hat. 
Mir ist nebenbei klar, dass je mehr und je längere Linien in den Karten vorkommen, es immer schwieriger wird, einen Überblick zu behalten. Daher werde ich jetzt, da das Grundgerüst von der Nordsee bis zu den Alpen endlich steht, verstärkt ins Detail gehen.
Damit habe ich gestern einmal mit dem Dorf meiner Vorfahren begonnen, eigentlich mit wenig Hoffnung, etwas zu finden. Aber ganz im Gegenteil ist diese römische Straßenstation auf dem Weg vom Genfersee nach Augst und Basel sehr gut vernetzt gewesen. Und man sieht sehr schön, wie alle auffälligen diskreten Distanzen sich auf den römischen Straßenverlauf beziehen, inklusive des Abzweigs zum Legionslager in Windisch (und weiter nach Dangstetten, dem von 15 bis ~9 BCE belegten augusteischen Lager rechts des Hochrheins):
Man könnte meinen, Balsthal sei der Angelpunkt bei der Planung der Straßen und Orte gewesen.
Diese Straße hat es überhaupt in sich. Derzeit bearbeite ich den Abschnitt von Yverdon bis Solothurn (Luftlinie exakt 450 Stadien oder 0.75°!) [1], und dort kann es einem schwindelig werden vor Distanzen von immer wieder 5, 10, 15 oder 20 Leugen zwischen den Straßenstationen.
[Der Vollständigkeit halber sollte noch erwähnt werden, dass Studen, Solothurn, Olten und Windisch exakt auf einer Linie liegen, die hier ausnahmsweise nicht abgebildet ist.
]
Gruß, Timo
[1] Falls es jemand nachmessen möchte (es sollte 83.3 km herauskommen), der römische Standort in Yverdon lag dort, wo sich jetzt der städtische Friedhof befindet, gute 500 Meter südsüdöstlich des heutigen Stadtkerns.