Nur halt sehr unbequem. Außer man nimmt an, dass sie dieselben oder vergleichbare Mittel zur Verfügung hatten wie wir (hochpräzise Karten aus Satellitenperspektive, wofür es keinen Beleg oder Hinweis gibt - die Tabula ist aus Itinerarien und Beschreibungen der Topografie entstanden und selbst Ptolemäus hat keine große Genauigkeit).
Aber das bringt mich noch auf eine andere Frage: welchen Nutzen haben sie davon gehabt das alles so genau zu vermessen und dann Solothurn genau da zu gründen? Es ist doch ein erheblicher Aufwand erst mal drei Berge zu finden, und dann warten, bis man sie unter optimalen Bedingungen überhaupt anpeilen oder gar besteigen konnte. Diese dann genau zu vermessen um solche Dreiecke reinzulegen. Nur um festzulegen, wo eine Siedlung entstehen soll.
Wäre es nicht viel bequemer, entlang von einem Fluß oder einer bestehenden Strasse jede Tagesreise eine Siedlung anzulegen?
Oder wie Wikipedia zu Solothurn schreibt:
Wenn man Occams Rasiermesser anwendet, gibt es eine einfachere lokale geologische Erklärung als die großräumige Vermessung. Und ich halte die Römer eher für Pragmatiker.
Zum Wachtbühl: auch hier sind 8 Referenzorte vorgegeben bei denen die Entfernung +/1-% einen “glatten” Wert ergeben muß - und dort muss man auch noch einen Turm hinstellen können um etwas zu beobachten. Auch das ist für Länge/Breite ein ziemlich überbestimmtes System, so dass man es m.E. nicht konstruieren kann.
Wie wahrscheinlich es ist bei vielen irgendwie ausgewählten Orten zwangsläufig “glatte” Entfernungen und Winkel finden zu müssen wenn man danach sucht, bleibt die große Frage an einen erfahrenen Statistiker.











