@ Geognost
Äh, nein. Er vermutet, dass das Maß zuvor schon gebräuchlich gewesen ist.
Richtig, es war offensichtlich ein “keltisches” Maß. (Es gab offensichtlich zwei verschiedene ? )
Während die älteren Messsteine ( Landvermessung ab Cäsar, Augustua usw. ) in Meilen angegeben waren, setzte Septimius Severus ( 3.Jhdt.) die Leuge offiziell wieder ein.
Das gemeine Volk (die Gallier) verwendeten aber die ganze Zeit “ihre” Leuge. Das hatte aber nichts mit der Vermessung des Reiches durch Cäsar und seine Nachfolger zu tun. Da herrschte Staatsräson !
_ Das ist die offizielle Meinung der Forschung und war auch die von Mommsen. _
Es ist nur die Frage offen, warum Severus das machte und dann fängt man an zu raten und zu phantasieren, wie Mommsen das ausdrückt.
Vieles spricht dafür, dass die Leuga zu 1.5 m.p. ein gebräuchliches Maß bei gallischen Legionen gewesen ist, lange bevor sie offiziell zivil eingeführt wurde.
Wo hast du denn das her ?
Das war in den “keltischen” Kriegsverbänden “vor” den Römern wohl so, aber Auxiliartruppen hatten hier im Auftrag Roms nicht mit ihren Maßen zu vermessen, sondern mit dem Maß der Administration.
Immunes der Legion
ZITAT:
Immunes (lateinisch, Plural von immunis „von (öffentlichen) Diensten befreit“) waren in der Römischen Legion privilegierte Soldaten, die vom normalen Dienst (munera) befreit waren und spezielle Aufgaben hatten.
Das Aufgabenfeld der Immunes war weitläufig.[2] Nach einem Fragment aus dem 2. Jahrhundert[3] zählten neben anderen die folgenden Spezialisten zu den Schwerdienstbefreiten:
…Mensor = Landverrmesse ENDE
In diesem Fall musste vor allem die Jungfrau angepeilt werden, die bei gutem Wetter sommerabendlich perfekt beleuchtet wird:
Du kannst die Jungfrau nur am Anfang der Strecke und am Ende anpeilen. Die Strecke selbst mußt du dann nach dem gemessenen Winkel 90° oder 57° akribisch verpeilen und die Höhenunterschiede mittels Staffelmessung überwinden. Dein Ziel siehst du nicht auf 60 km Entfernung und du weißt gar nicht wie lang die Strecke ist bist du in Rüti angekommen bist. Unterwegs mußt du immer Probepeilungen machen bist du den 90° Winkel zur Jungfrau in Rüti anpeilst. Man kann das auch umdrehen.
Was die Türme betrifft, so bin ich ganz bei Dir. Interessanterweise gibt es noch heute in manchen mitteleuropäischen Regionen eine alte Tradition, bei der riesige Holztürme errichtet und hernach mit Stroh und Reisig gefüllt angezündet werden. So eine Riesenfackel konnte man früher in einer klaren Nacht locker über 100 km hinweg sehen.
Als alter Schrumpfgermane solltest du das doch kennen ! 
Das sind Sonnenwendfeuer.Die Kirche hat daraus die Johannisfeuer gemacht.
Allerdings sollte man sich bezüglich Sicht über 100 km nicht täuschen. Ich habe in den Alpen oft daran teilgenommen und ich schätze mal, dass nach 30 bis 40 km Ende mit dem Glühwürmchen ist. Obwohl sich die Gemeinden gegenseitig überbieten mit gößer, höher und Bilder herstellen. ( Kreuze, Sonnen usw. )
Hier mal ein Beispiel wo ich auch öfter war:
Tiroler Zugspitz Arena bei Ehrwald.
Links Zugspitze bis Gipfel 5,5 km. Im Hintergrund Hohe Munde 13 km und weitere Gipfel in der Bergkette bis zum Grünstein 7 km.
Das Problem ist aber doch, dass ich z.Bsp. verabredet in Barkhausen und Haltern ein Feuer mache und jetzt auf die Suche nach dem Ort des rechten Winkels gehen muß. Es sei denn, Kneblinghausen ist schon da, aber dann war auch ddas Trippel schon da.
Wenn überhaupt, dann muß man kleinere Brötchen backen bis die Orte einbezogen sind und dann kann ich laaaaaaange Dreiecke bilden. Trotzdem sind sie dann Zufall.
Wie ich auch überlege, meine drei Gramm Gehirn quäle, aber mir fällt keine konstruktive Lösung zu dem Problem ein und muß mich leider Goethe anschließen mit den Worten:
_"Da steh’ ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor "! _ :s
Deswegen könnte man ja auch vermuten, dass die Römer sich hier wie so oft fortschrittlicher ‘Beutetechnologie’ bedienten, als sie über den Rhein nach Osten drangen.
Gut, Problem verlagert, aber nicht gelöst ! 
@ RandomHH
Hallo Barbara,
es ging mir nicht um deinen Horizont ! 
Ich bezweifle, dass man in 80 oder 90 km noch den Turm eines Lagers sieht. Rein vom Sehvermögen her !
_Gehörst du vielleicht zum Freundeskreis Römerforschung im Weserbergland? Denn dort habe ich gerade dieses PDF über „Die vermutete landesweite topographische Bestandsaufnahme der Römer in Germanien“ gefunden. _
Hatte ich schon mal verlinkt ! 
Gruß
Kurti