Servus zusammen,
hier die nächsten Funde:
Diesmal viele sehr große Funde, aber leider nichts zueinander passendes. Wir haben sechs Randstücke unglasiert (1151 bis 1156). Die letzten beiden sind vermutlich Deckelstücke. Dann drei glasierte Wandstücke (1157- 1159). Ein Halsstück (1181). Eine Ofenkachel (1183), die möglicherweise zu der Ofenkachel mit schwarzer Glasur und Goldverzierung passt. Allerdings hab ich auf dem neuen Fund kein Gold gefunden, daher Fragezeichen. Vier Bodenstücke (1184-1187). Ein Mini-Stück, welches ich nicht zuordnen kann (1182). Der Rest sind unglasierte Wandscherben.
Fragment 1154
Ihr werdet euch jetzt fragen, was ist jetzt das? So hab ich auch erst Mal geschaut. Als ich es in der Erde gefunden hatte, dachte ich erst an ein Stück Kabelmantel, beim Waschen würde allerdings klar, dass es das nicht ist. Ich dachte dann als nächstes an ein Stück Beton aus der die Armierung rausgerostet ist. Als nächstes dachte ich an ein Stück Betonzuberrand. Erst als es dann trocken war, war ich mir sicher ein Grauwarerand mit Zementkontamination vor mir zu haben. Die Beschreibung des Stückes ist durch die Kontamination etwas schwierig. Ich will es trotzdem versuchen.
Das Stück ist reduzierend hart gebrannt und sehr fein gemagert. Glimmer ist nur wenig zu erkennen. Das Stück scheint innen geglättet zu sein. Aus diesem Grund würde ich das Stück in der frühen Neuzeit vermuten.
Fragment 1155
Das Fragment ist oxidierend hart gebrannt. Die Magerung ist sehr fein mit einigen Partikeln bis ein Millimeter. Glimmer ist relativ viel vorhanden, aber nur sehr fein.
Von der Randform her dachte ich an einen Deckel. Mir ist allerdings dann aufgefallen, dass der Rand schon sehr steil nach oben geht und dachte dann vielleicht auch eine Schüssel. Nachdem ich es gezeichnet hatte war ich wieder beim Deckel. Bin aber noch etwas unsicher…
Was meint ihr? Deckel oder Schüssel? Und aus welcher Zeit?
Fragment 1186
Das Fragment ist ein Beleg dafür, dass ein Töpfer schon ziemlich Pech haben kann.
Das Stück würde offenbar erst reduzierend gebrannt. Der Boden hatte aber wohl Sauerstoff abbekommen und ist daher oxidierend gebrannt. Dadurch war das Stück nicht wasserfest und der Töpfer entschied sich wohl eine Innenglasur zu machen, um das Stück abzudichten. Auch hier wieder Pech: scheinbar ist weiter oben etwas zerbrochen und dann in die Glasur runter gefallen und festgebrannt. Kann mir vorstellen, dass dies sehr ärgerlich war.
Die Scherben ist hart gebrannt und fein gemagert (weniger Partikel bis einen halben Millimeter). Glimmeranteil ist mittel und sehr fein.
Viel Spaß beim anschauen und ich freue mich wie immer über Kommentare.
Gruß Shard