ja, das kenne ich, aber siehe hier: Römischer Karniesrand-Becher mit Kerbbanddekor :: Lobdengau-Museum Ladenburg :: museum-digital:baden-württemberg
Letztlich nicht so wichtig, erstmal, denke ich. Den Tipp mit dem Tropfen merke ich mir!![]()
LG
Inez
ja, das kenne ich, aber siehe hier: Römischer Karniesrand-Becher mit Kerbbanddekor :: Lobdengau-Museum Ladenburg :: museum-digital:baden-württemberg
Letztlich nicht so wichtig, erstmal, denke ich. Den Tipp mit dem Tropfen merke ich mir!![]()
LG
Inez
Hmm, interessant… aber das sieht nicht wirklich wie das was wir aus dem Mittelalter kennen aus. Ich denke da liegt der Schwerpunkt auf der Hinterschneidung. Also wieder der Tropfen der abperlt.
Karnies kommt ja ursprünglich auch aus der Bautechnik.
Das war auch schön vor dem Mittelalter bekannt.
Gruß Shard
Ja, weiß ich mit der Architektur… mich dünkt, das isti rgendwie ein komplizierter Rand🤔
Hallo zusammen,
Shard hat es schon gut wiedergegeben mit dem Tropfen und der Hinterschneidung und
so würde ich es definieren.
Das Problem ist oft auch der regionale Unterschied.
Die Ansprache als Karniesrand wurde z.B. in Württemberg anders gehandhabt als in Franken.
Kommt gut ins Wochenende
Grüße
Oli
Servus,
hier die nächsten:
Wir haben einen glasierten (1022) und zwei unglasierte (1023 u. 1024) Ränder. Neun glasierte Wandscherben (1025 bis 1033) und 24 unglasierte (1034 bis 1057). Zwei Halsstücke (1058 u. 1059). Zwei Ofenkacheln (1060 u. 1061). Zwei Bodenstücke (1062 u. 1063) und eine Scherbe, die ich nicht einordnen kann (1064).
Fragment 1061
Hier haben wir einen alten Bekannten: Ein Ofenkachelfragment, das zu Fragment 679 passt. Ich hoffe nur es ist von der gleichen Kachel und nicht von einer anderen. Die beiden Stücke verbindet zumindest keine Bruchstellen.
Fragment 1060
Dürfte wohl auch von einer Ofenkachel sein. Das Stück ist oxidierend hart gebrannt. Die Magerung ist sehr fein mit wenig feinen Glimmer. Die Frage ist: Ofenkachel oder doch Ziegel/Baumstruktur?
Fragment 1064
Das große Fragezeichen…
Das Stück ist reduzierend hart gebrannt. Die Magerung ist relativ fein, wobei ich einige Partikel erkennen kann, die bis zu einem halben Millimeter groß sind. Glimmer ist fein und mittel vorhanden.
Die große Frage ist: wovon könnte das sein? Ich mache mir wenig Hoffnung darauf die Antwort zu finden, aber vielleicht habt ihr ja eine Idee.
Gruß Shard
Lieber Shard,
erstmal danke für die Ablenkung von der Arbeit
. Bunte Mischung, die du da mal wieder hast! Kachel-informiert bin ich leider gar nicht, und die zweite von dir angesprochene Scherbe sagt mir leider auch nicht viel, die Form ist auch recht undeutlich - ist das ein Rand? Ein gerader? Sieht nach einem recht einfachen Gefäß aus, so dünn das ist, aber das ist alles nur eine vage Vermutung. Bringt dich also mal wieder nicht weiter, tut mir leid!
Liebe Grüße
Inez
Servus,
kein Problem. Wie gesagt, für mich ist sie auch ein Mysterium. Das Stück sieht aus wie eine Ecke. Aber wo haben wir bei Keramik, die bekanntlich rund ist, Ecken? Mir fällt da nur eine ungeschlagene Handhaben oder so etwas verrücktes wie der gezackte Rand den ich mal gefunden hatte.
Gruß Shard
ich hab schon ein paar ecken, aber die stammen dann von meinen Ofenteilen, was dein Stück ja offensichtlich nicht ist. ![]()
Es ist ja auch kein Eck von einem Quader, sondern von etwas flachem. ![]()
Gruß Shard
Moin Shard et al.,
ist Keramik gesichert?
Für mich (im Urlaub am Tablet) sieht das wie ein Stein aus.
Gruß von der Ostsee
Jürgen
Servus Jürgen,
definitiv Keramik, auch wenn das Stück schon einiges mitgemacht zu haben scheint. Die ursprüngliche Oberfläche scheint nicht mehr zu existieren.
Genieße den Urlaub!
Gruß Shard
Moin Shard,
Danke für den guten Wunsch.
Ich bleibe skeptisch ![]()
![]()
Gruß
Jürgen
Hallo Shard
Es sieht so aus, als ob die Brennhaut des Stückes vollständig zerstört wurde und keine Oberflächenmerkmale erhalten sind.
Die Form des Bruchs deutet auf eine ziemlich scharfe Kant hin, also nahe der Schneppe eines Kruges oder nahe der Kante einer quadratischen Napfkachel, oder oder oder.
Man wird es kaum rauskriegen. Trotzdem wohl 15.Jh. Aber was hat sie so zerstört, Frost, Geröll?
Nachnutzung?
Viel Spaß
Uwe
Servus Uwe,
danke für deine Einschätzung!
Schneppe ist der Ausguss?
Die Scherben in meinem Garten haben glaube ich so einiges mitgemacht. Das ist nicht das erste Stück, welches in einem so schlechten Zustand ist. Zum Teil lagen die Scherben wohl auch in Fäkalien (brrr). Das mehrfache umlagern der Erde war sicherlich auch nicht gut für die Scherben…
Gruß Shard
Servus zusammen,
hier die nächsten Funde:
Wir haben ein Randstück unglasiert (1065) und eins glasiert (1066). Eine Wandscherbe glasiert (1067) und 17 unglasiert (1068-1089). Ein Halsstück (1085). Zwei Bodenstücke (1086 und 1087). Zwei Stücke die mir noch nicht so ganz klar sind und ich nur vermuten kann (1088 und1089).
Eingehen möchte ich zunächst auf das Bodenstück 1086.
Fragment 1086
Das Bodenstück ist oxidierend hart gebrannt und weißt eine Matte Glasur oder Engobe auf. Die Magerung ist sehr fein mit wenigen großen Partikeln (bis 0,5 mm). Glimmer ist wenig und sehr fein vorhanden. Ich denke das Stück stammt aus der Neuzeit. Jetzt der Grund warum ich es hier vorstelle: Mir fällt es hier schwer abzugrenzen ob es Engobe oder Glasur ist. Wie kann ich das abgrenzen?
Die Farbe ist übrigens so wie sie auf dem Bild mit der Hand ist.
Fragment 1088
Das Stück ist oxidierend hart gebrannt. Die Magerung ist fein mit Partikeln bis zu einem halben Millimeter. Glimmer ist mittel, aber sehr fein vorhanden. Das Stück war erst Mal sehr schwierig zu identifizieren, weil es keine typische Form hat. Ich dachte zuerst an ein Bodenteil, als ich es jedoch gereinigt hatte, sind mir Glasurreste an Stellen aufgefallen, welche bei einem Bodenstück dort nicht sein können. Daher denke ich an ein Stück einer Handhabe. In etwa in die Richtung von Fragment 183 gehend. Könnt ihr das bestätigen?
Fragment 1089
Das Stück ist oxidierend hart gebrannt. Die Magerung ist schon etwas gröber (Partikel bis 1mm). Glimmer ist relativ viel vorhanden, aber auch hier sehr fein. Von der Art würde ich das Stück durchaus HMA oder SMA schätzen.
Auffällig bei dem Stück ist die Erhebung auf der einen Seite. Aber wodurch ist sie entstanden? Eine Handhabe? Oder ein Ausguß? Was meint ihr?
Freue mich auf eure Meinungen.
Gruß Shard
Hallo Shard,
1086 scheint eine Engobe zu haben, ein andersfarbiger, toniger Auftrag der auch gebrannt ist. Bei einer Glasur wäre der Auftrag zu einer einheitlichen Masse verschmolzen, ließe sich mit einer Lupe eigentlich ganz gut erkennen.
1089 scheint wieder eine Napfkachel zu sein, rund auf der Scheibe gedreht und dann, vor dem Brand, zu einer quadratischen Mündung zurecht gedrückt.
Beide dürften grob ins 15. /16. Jh datieren.
Viel Spaß
Uwe
Super! Danke für deine Einschätzung!
Gruß Shard
Servus,
hier sind die nächsten Funde:
Wir haben fünf Randstücke unglasiert (1090 bis1094, der letzte ist ein Deckel) und zwei glasiert (1095 und 1096). Sechs Wandscherben glasiert (1097 bis 1102) und fünfzehn unglasiert (1103 bis 1117). Zwei Bodenstücke (1118 und 1119), sowie eine vermutete Handhaben (1120).
Fragment 1090
Die Scherben ist reduzierend hart gebrannt und weißt auf der Außenseite eine rote Engobe auf. Die Magerung enthält Partikel bis einen halben Millimeter. Glimmer ist mittel bei mittlerer Größe enthalten. Auffallend ist der Glimmer in der Engobe, da ist wesentlich mehr enthalten und sogar auf den Bildern erkennbar. Die Partikel in der Engobe sind auch größer bis 1mm) und oft mals länglich wie Splitter.
Wie würdet ihr das Stück einschätzen?
Fragment 1113
Das Stück ist reduzierend hart gebrannt. Die Magerung ist sehr fein und man kann relativ viel feinen Glimmer erkennen. Man kann erkennen, dass die Drehrollen in verschiedene Richtungen gehen. Hab ich hier ein Stück, das auf der langsamen Drehscheibe gedreht wurde? Welche Zeit würdet ihr schätzen?
Fragment 1120
Das letzte Fragment ist ein Stück, das ich nicht einschätzen kann. Als ich es beim Umgraben gefunden habe, hatte ich es als Stein eingeschätzt und wegen der Daumenform mitgenommen. Nach dem Waschen war ich mir nicht mehr so sicher…
Annahme Keramik: Wäre es Keramik, wäre es reduzierend hart gebrannt (Fingernägel geht nicht, Messer geht). Die Magerung wäre fein ohne Glimmer. Aus der Bruchstelle kann ich Partikel rauskratzen (siehe letztes Bild).
Was meint ihr dazu? Könnte es keramisch sein? Oder doch nur ein sandiger Stein?
Freue mich wie immer über jeden Beitrag!
Gruß Shard